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Pferde zurück auf historischem Pferdetor

Heute und am morgigen Donnerstag werden die sechs Pferde zurück auf das Pferdetor im Stadtpark Rotehorn gesetzt. Am Vormittag begann mit Unterstützung eines Krans das behutsame Aufsetzen der restaurierten Skulpturen auf die Pfeiler. Restarbeiten an den Bögen erfolgen noch bis 14. September. Das Gerüst wird bis August zurückgebaut.

Denkmalgeschütze Restauration der Pfeiler

Vorausgegangen waren nicht nur Arbeiten zur Restaurierung der Pferde, sondern die Rekonstruktion des gesamten Tores. So wurden unter anderem ein neues Betonfundament und Tragstützen gegossen und darauf anschließend die Pfeiler denkmalgerecht wieder verklinkert. Die Arbeiten waren notwendig, weil Wasser in die Pfeiler eingedrungen war und diese über die nunmehr 99-jährige Standzeit zahlreiche Risse und erhebliche Schäden bis hin zur Schiefstellung einzelner Pfeiler hatten.

Pferde zurück auf historischem Pferdetor (2) Landeshauptstadt Magdeburg, Laura Saalfeld
Pferde zurück auf historischem Pferdetor (3) Landeshauptstadt Magdeburg, Hagen Reum
Pferde zurück auf historischem Pferdetor (4) Landeshauptstadt Magdeburg, Hagen Reum

Das erste Pferd war im November 2024 heruntergehoben worden. Da es zu dem Denkmal keinerlei Pläne gibt, musste diese Demontage behutsam und kleinschrittig erfolgen. Der Schwerpunkt der Skulptur musste ermittelt werden, um ein sicheres Herunterheben zu gewährleisten. Später folgten die übrigen Pferde.

Das Pferdetor vor der Sanierung:

Mehr zur damals geplanten Sanierung: Das Pferdetor 2024

Finanizierung durch Fördergelder

Die Kosten für die denkmalgerechte Restaurierung des Baudenkmals „Pferdetor“ beträgt rund 1,5 Mio. Euro. Darunter sind Städtebaufördermittel, Denkmalfördermittel des Landesverwaltungsamtes Sachsen-Anhalt, Fördermittel der Deutschen Stiftung Denkmalschutz für die Sanierung der Pferdeskulpturen sowie 670.000 Euro städtische Eigenmittel.

Mehr dazu steht hier: Zwei Zuwendungsbescheide in Magdeburg überreicht

Hintergrund zum Pferdetor

Das Pferdetor im Rotehornpark gehört zu den markantesten Bauwerken Magdeburgs. Mit seinen sechs hohen Pferdepylonen bildet es den repräsentativen Eingang zum historischen Stadthallenensemble. Errichtet in den 1920er Jahren aus Oldenburger Eisenklinker und glasierten Terrakotta-Elementen, steht das Tor für die kraftvolle Formensprache der expressionistisch-modernen Backsteinarchitektur seiner Zeit.

 

Entworfen vom Architekten und Künstler Professor "Albinmüller" (1871-1941), ist das Pferdetor ein herausragendes Beispiel der Backsteinarchitektur und ein bedeutendes Zeugnis der Entwicklung der Baukunst nach dem ersten Weltkrieg und in der Weimarer Republik. Seine Gestaltung verbindet dekorative Wirkung mit klarer Struktur und macht das Bauwerk zu einem kulturellen Wahrzeichen von überregionaler Bedeutung.

15.07.2026