Vortrag über die Geschichte der Magdeburger Domschule im Mittelalter
Stadtgeschichtlicher Sommerabend am 18. August um 19.00 Uhr
Das Stadtarchiv lädt am 18. August um 19.00 Uhr im Kaiserin-Adelheid-Foyer des Alten Rathauses zum nächsten Stadtgeschichtlichen Sommerabend ein. In einem Vortrag wird über die frühe Geschichte der Magdeburger Domschule informiert. Referent ist Markus Cottin, Leiter des Domstiftsarchivs und der Domstiftsbibliothek Merseburg. Alle Interessierten sind herzlich willkommen, der Eintritt ist frei.
Ein berühmter Schüler der Magdeburger Domschule war Thietmar von Merseburg. Durch seine Chronik ist viel über die Verbindungen zwischen Merseburg und Magdeburg im hohen Mittelalter bekannt. Aufbauend auf seiner frühen Bildung in Magdeburg entwickelte sich Thietmar von Merseburg zu einem wichtigen Reichsbischof, der dank der Nähe zu König Heinrich II. für sein Merseburger Bistum zahlreiche Vorteile erlangen konnte. In seiner persönlich gehaltenen Chronik geht er auch auf diese Schulzeit ein. Seine umfassende Sicht auf die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Vorgänge seiner Zeit haben das heutige Bild des ottonischen Zeitalters maßgeblich geprägt.
In dem Vortrag am kommenden Montag werden die Lehrer, das vermittelte Wissen und weitere bekannte Schüler, wie etwa der Preußenmissionar Brun von Querfurt vorgestellt. Dadurch entsteht ein breites, wenn auch lückenhaftes Bild dieser frühen Bildungseinrichtung. Zudem wird die Chronik Thietmars vorgestellt. Dabei schlägt der Vortrag einen weiten Bogen von seiner Kindheit bis hin zu seiner Rolle als Reichsbischof und Chronist.
Forschungsschwerpunkte des Referentin Markus Cottin sind die Kirchen- und Siedlungsgeschichte des Merseburger und Leipziger Landes. In den Jahren 2014, 2015 und 2018 hat er vielbeachtete Ausstellungen zu den Merseburger Bischöfen Thilo von Trotha und Thietmar kuratiert.
Das Programm der Veranstaltungsreihe ist als Flyer oder im Internet unter www.magdeburg.de/stadtarchiv verfügbar.