Tag der Friedhofskultur auf dem Westfriedhof: »heute und morgen - unsterblich sterblich«
Am 22. August ab 10.00 Uhr
Am 22. August begeht der Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg Westfriedhof einen Tag ganz im Zeichen der modernen Friedhofskultur. Unter dem Titel „heute und morgen – unsterblich sterblich“ lädt der Eigenbetrieb zu einem bunten Programm aus Leichtigkeit und Tiefgang zugleich ein. Eröffnet wird der Tag von Oberbürgermeisterin Simone Borris.
Der historische Westfriedhof als größter Friedhof der Landeshauptstadt Magdeburg wird am Samstag kommender Woche zur Kulisse einer vielfältigen Auseinandersetzung mit dem Kreislauf des Lebens. Neben Live-Musik und einer Kindermalstrecke bietet das Programm Servicethemen, Rundgänge und neue Perspektiven auf das Sein. Ein Schwerpunkt ist die Unausweichlichkeit des Lebensendes.
Um 10.00 Uhr eröffnet Oberbürgermeisterin Simone Borris den Tag der Friedhofskultur mit einem Grußwort in der historischen Friedhofskapelle auf dem Westfriedhof. Begleitet wird die Eröffnung von Jungmusiker Jan Heise an der Geige.
Um 10.30 Uhr widmet sich ein Vortrag dem Thema: Erste Schritte bei einem Todesfall – an was ist zu denken? Auch schon zu Lebzeiten. Der erfahrene Jurist und Geschäftsführer der Verbrauchervereinigung Aeternitas e.V., Christoph Keldenich, gibt einen Einblick in die Notwendigkeiten, die der Ernstfall mit sich bringt, und spricht darüber, wie gezielte Vorsorge den Übergang erleichtert.
Von 11.00 Uhr bis 16.00 Uhr informieren die Beraterinnen und Berater des Eigenbetriebes zu den verschiedenen Grabstättenarten auf den kommunalen Friedhöfen der Landeshauptstadt Magdeburg, die in ihrer Vielfalt auf individuelle Bedürfnisse zugeschnitten sind. Zur selben Zeit stellt Sarah Zech vom Verein Sternenzauber & Frühchenwunder direkt vor Ort die Grabstättenart der Gemeinschaftsanlage für stillgeborene Kinder vor.
Um 12.00 Uhr schließt sich ein Vortrag der Sterbeamme Simone Schwirz an. Sie beschäftigt sich mit der Frage was eigentlich geschieht, wenn man stirbt. Begleitet wird die Referentin von Norbert Schröder an der Bratsche. Gemeinsam nähern sie sich den tiefgreifenden Geheimnissen des Lebens und haben es sich zum Ziel gesetzt, dem Sterben mit weniger Berührungsängsten durch mehr Verständnis zu begegnen. Neben den unterschiedlichen Phasen des Sterbens wird der Kreislauf des Lebens bewusst ins Blickfeld gerückt. Durch die musikalische Begleitung lädt der Vortrag dazu ein, sich auf die individuelle Verbindung mit der Unendlichkeit des tiefen menschlichen Seins einzulassen.
Um 14.00 Uhr nimmt die kunstschaffende Lokalpersönlichkeit Nadja Gröschner die Besucherinnen und Besucher mit auf eine Besichtigung der historischen Kapelle mit anschließender Friedhofsführung und verschreibt sich dabei ganz dem historischen Erbe des Friedhofs als Zeugnis gelebter Stadtgeschichte. Dabei sucht sie bewusst Orte der Erinnerung an bedeutende Magdeburger Persönlichkeiten aus Industrie und Politik auf und zeigt damit die Bedeutung des Friedhofs als Erinnerungs- und Begegnungsort.
Um 16.00 Uhr geht Friedhofsleiterin Kerstin Hartmann unter dem Titel „Gestalterischer Wandel eines historischen Friedhofs – ein Blick auf die letzten 35 Jahre” mit Besucherinnen und Besucher auf eine gestalterische Spurensuche der Veränderungen des historischen Friedhofs.
Seinen Abschluss findet der Tag der Friedhofskultur des Eigenbetriebes Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg ab 17.30 Uhr mit Live-Musik von Saxophonist Frank Schöpke in der Kapelle auf dem Westfriedhof.