Rathausempfang für Magdeburger Ehejubilare
Besondere Tradition der Stadt
Magdeburger Ehepaare, die im Juni oder Juli ihre Goldene, Diamantene, Eiserne oder sogar Gnadenhochzeit gefeiert haben, hat die Stadt heute im Alten Rathaus feierlich empfangen. Oberbürgermeisterin Simone Borris gratulierte den Eheleuten persönlich und bedankte sich für die vielen Jahre, in denen die Paare das Stadtgeschehen mitgestaltet haben. Wie sehr sich die Stadt unter Mitwirkung dieser Magdeburgerinnen und Magdeburger verändert hat, zeigte eine Rückschau auf die Jahre 1956, 1961, 1966 und 1976 – die Jahre ihrer Eheschließungen.
„In den vergangenen Jahrzehnten sind Sie nicht nur als Paar gewachsen. Ihre persönliche Geschichte hat sich im Laufe der Jahre immer enger mit Magdeburg verwoben. Mit Ihren Erlebnissen, Entscheidungen und Handlungen haben Sie das gesellschaftliche Leben und die Entwicklung unserer Stadt aktiv mitgestaltet“, betonte Oberbürgermeisterin Simone Borris das gesellschaftliche Wirken der Ehepaare. „Sie haben unsere Stadt zu dem lebens- und liebenswerten Ort gemacht, der sie heute ist. Hierfür möchte ich mich ganz herzlich bei Ihnen bedanken!“
Bei dem traditionellen Empfang erhielten die Ehejubilare Glückwunschurkunden des Landes Sachsen-Anhalt und der Landeshauptstadt Magdeburg sowie eine Rose. Bei Kaffee und Kuchen konnten die Gäste ihre Erinnerungen miteinander teilen und mit der Oberbürgermeisterin ins Gespräch kommen. In ihrer Festrede hatte Simone Borris auf historische Veränderungen zurückgeblickt, die auch die Magdeburger Paare in ihren persönlichen Lebensgeschichten begleitet haben.
Seit 1993 werden in der Landeshauptstadt Magdeburg Hochzeitspaare anlässlich ihrer Ehejubiläen geehrt und seit 1994 in das Rathaus eingeladen. Seitdem wurden insgesamt fast 19.000 Goldene Paare, über 6.600 Diamantene Paare, rund 2.000 Eiserne Paare sowie 255 Gnadehochzeitspaare und 8 Kronjuwelenhochzeitspaare geehrt. Die Ehrung der Jubelpaare findet zumeist einmal pro Monat statt und ist in dieser Form einmalig in Deutschland.
Einladungen zu den Ehrungen
Die Ehrung langjähriger Ehepaare mit einem feierlichen Empfang im Rathaus hat in der Landeshauptstadt einen hohen Stellenwert. Magdeburg ist deutschlandweit die einzige Stadt, die ihre Jubelpaare auf diese ganz besondere Weise ehrt und sie zu einer feierlichen Zeremonie in das historische Rathaus einlädt. Da monatlich sehr viele Paare ihr Jubiläum feiern, hat das Verfahren nach einer festen Struktur.
- Monatliche Daten:
Die Verwaltung erhält von der Einwohnermeldebehörde jeweils im laufenden Monat die Daten der Jubilare für diesen spezifischen Monat. Daten für Folgemonate liegen vorab nicht vor.
- Pünktliche Zustellung:
Die Glückwünsche der Oberbürgermeisterin und die Einladung liegen pünktlich am Jubiläumstag im Briefkasten.
- Monatliche Empfänge:
Die feierlichen Rathausempfänge finden aufgrund der erfreulich hohen Teilnehmerzahl jeden Monat gebündelt statt – in der Regel 1 bis 2 Monate NACH dem Jubiläum statt.
Was tun, wenn die Post ausbleibt?
Grund für eine ausbleibende Einladung ist fast immer eine durch das Ehepaar erteilte Übermittlungssperre. Da der Stadt die Ehrung der älteren Generation eine Herzensangelegenheit ist, wird aber in jedem Fall eine unkomplizierte Lösung gefunden. Sollte in Ausnahmefällen zwei Wochen nach dem Jubiläumstag keine Einladung eingegangen sein, hilft das zuständige Team Protokoll und Städtepartnerschaften telefonisch unter der Rufnummer 0391 5402231 sofort weiter. Die Stadtverwaltung bittet aber darum, von rein vorsorglichen Kontrollanrufen im Büro der Oberbürgermeisterin abzusehen.
Hintergrund zur Übermittlungssperre
Pauschale Übermittlungssperren von Amts wegen gibt es nicht. In seltenen Ausnahmefällen liegt jedoch eine Sperre vor, weil entweder Auskünfte zu Alters- und Ehejubiläen direkt gesperrt wurden, evtl. auch durch beauftragte Pflegeeinrichtungen, oder weil Paare vor vielen Jahren eine allgemeine Übermittlungssperre, zum Beispiel für Telefonbücher oder Parteien, eingerichtet haben, die auch die Übermittlung von Jubiläumsdaten blockiert.
Die Beantragung sowie die Löschung einer solchen Sperre kann persönlich im Bürgerbüro, schriftlich oder unter www.magdeburg.de/übermittlungssperre im Internet erfolgen. Über diesen Onlinedienst kann auch einfach abgeprüft werden, ob und welche Übermittlungssperre aktuell im Melderegister eingetragen sind. Für die Nutzung ist jedoch die Einrichtung einer Online-ID für den Personalausweis notwendig.