Ehemaliges Gerichtsgebäude soll Übergangslösung für Schwimmsport werden
50-Meter-Pool mit acht Bahnen vorgesehen
Neben der Anmietung der Halle von November dieses Jahres bis Juni 2028 ist die Aufstellung eines Pools mit den Maßen 50 Meter x 20 Meter und insgesamt 8 Bahnen geplant. Dieser soll ebenfalls angemietet werden. Die Kosten für die Übergangslösung betragen rund 3,76 Mio. Euro, wobei das Land Sachsen-Anhalt Fördermittel in Höhe von 700.000 Euro in Aussicht gestellt hat. Stimmt der Stadtrat dem Vorschlag zu, wird die Verwaltung mit dem Land Sachsen-Anhalt, dem Hallenbetreiber und dem möglichen Poolbetreiber Mietverträge abschließen und einen entsprechenden Förderantrag beim Land Sachsen-Anhalt stellen.
„Die Vorzugsvariante ist technisch und zeitlich schnell umsetzbar“, begründet Oberbürgermeisterin Simone Borris den nach der Prüfung mehrerer Standorte erstellten Vorschlag der Stadtverwaltung. „Trotz schwieriger Haushaltslage überwiegen die Vorteile des früheren Gerichtsgebäudes erheblich. Gleichzeitig setzen wir damit ein deutliches Zeichen für die herausragenden Leistungen unserer Schwimmerinnen und Schwimmer. Nicht nur deren jüngste Erfolge bei den Europameisterschaften zeigen eindrucksvoll die hervorragende Arbeit des Bundesstützpunktes.“
Insgesamt sechs Standortvarianten geprüft
Geprüft wurden in den vergangenen Monaten insgesamt 6 Standortvarianten. Darunter waren auch die Aufstellung eines Mietpools in der Hermann-Gieseler-Halle, die Überdachung des 50-Meter-Beckens vom Erich-Rademacher-Bad als Traglufthalle, die Nutzung einer Messehalle, die Getreidelagerhalle auf dem früheren Fahlberg-List-Areal und eine Weiternutzung der bisherigen Übergangsvariante in der Schwimmhalle Diesdorf.
Letztere ist aber seit Monaten mit erheblichen Einschränkungen für den Schul- und Vereinssport sowie für den öffentlichen Badebetrieb verbunden. Hinzu kommen regelmäßige Technikausfälle sowie vergleichsweise weite Entfernungen für die Sportlerinnen, Sportler und Trainer, da in der Elbeschwimmhalle die Serviceeinrichtungen, das Landtraining, der Strömungskanal und die Trainerräume während der Sanierung weiterhin genutzt werden.
Sanierungsbeginn im Carl-Miller-Bad soll verschoben werden
Die Stadtverwaltung schlägt dem Stadtrat zudem eine zeitliche Verschiebung des Beginns der Sanierung vom Carl-Miller-Bad um rund ein Jahr vor. Damit könnte das Bad 2027 normal in den Saisonbetrieb gehen und zusätzliche Möglichkeiten für den Schulsport und den öffentlichen Badebetrieb von Mai bis August 2027 schaffen.
Die vollständige Beschlussvorlage der Verwaltung für den Stadtrat ist im Ratsinformationssystem verfügbar.