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Bewerbungsphase für geplanten Inklusionsbeirat gestartet

Die Bewerbungsphase für den neu zu gründenden Inklusionsbeirat der Landeshauptstadt Magdeburg ist gestartet. Das Gremium soll die Möglichkeiten der aktiven Einflussnahme auf städtische Entscheidungen mit Auswirkungen für Magdeburgerinnen und Magdeburger mit Behinderungen gewährleisten. Grundlage dafür ist ein Beschluss des Stadtrates.

Straßenbahn der Magdeburger Verkehrsbetriebe mit barrierearmen Zugang Landeshauptstadt Magdeburg, Mario Schröter

Aktive Einflussnahme auf Entscheidungen gewünscht

Für die erste Bestellperiode von 2026 bis 2029 werden ab sofort engagierte Bürgerinnen und Bürger für eine ehrenamtliche Mitarbeit gesucht.

Oberbürgermeisterin Simone Borris bittet alle Magdeburgerinnen und Magdeburger mit einer Behinderung oder Beeinträchtigung sowie Angehörige, Vertrauenspersonen oder gesetzlich Vertretende von Betroffenen um eine Bewerbung für die Mitarbeit im Beirat:

„Inklusion kann nur gelingen, wenn alle Menschen, unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen gleichberechtigt an allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens teilnehmen können. Ich hoffe auf zahlreiche Bewerbungen, weil das ehrenamtliche Engagement in Magdeburg stark ausgeprägt ist.“

Zu den Voraussetzungen erklärt der das Bewerbungsverfahren koordinierende Beigeordnete für Soziales, Jugend und Gesundheit Dr. Ingo Gottschalk:

“Voraussetzungen sind ein Mindestalter von 18. Jahren sowie ein mindestens sechsmonatiger Wohnsitz in Magdeburg. Außerdem wird eine Behinderung oder Beeinträchtigung oder alternativ eine Funktion als Vertrauenspersonen oder Vertreter von Menschen mit Behinderungen vorausgesetzt. Bewerbungsschluss ist der 30. September.“

Bewerbungs- und Auswahlverfahren

Bewerbungen bis 30. September 2026 an:

Behindertenbeauftragte der Landeshauptstadt
Tanja Pasewald
Alter Markt 6
39104 Magdeburg
oder per Mail: Tanja.Pasewald@stadt.magdeburg.de 
Rückfragen: 0391 540 23 42

  • Formblatt zur Bewerbung (auch im Dezernat für Soziales, Jugend und Gesundheit, Wilhelm-Höpfner-Ring 4 im Zimmer 235 erhältlich)

Das Bewerbungsverfahren für den Inklusionsbeirat wird vom Dezernat für Soziales, Jugend und Gesundheit unter der Leitung von Dr. Ingo Gottschalk koordiniert. Zur Unterstützung des gesamten Verfahrens wird von der Oberbürgermeisterin eine Kommission eingesetzt, welche die Bewerbungen nach Kriterien der persönlichen Eignung für die Mitgliedschaft formell und inhaltlich prüft. Eine Auswahl von geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten wird dann dem Stadtrat vorschlägt.

Aufgaben des Inklusionsbeirates

Rechtliche Grundlage für das künftige Gremium ist die im Januar 2026 vom Stadtrat beschlossene Satzung, die den Beirat mit weitreichenden Kompetenzen sowie wichtigen Aufgaben und Pflichten ausstattet.

Dazu zählen unter anderem:

  • regelmäßige Sprechstunden im Rathaus
  • aktive Zusammenarbeit mit allen Institutionen, Fachämtern, Gremien der Stadt und den Interessenvertretungen
  • Stellungnahmen zu Fachplanungen und Drucksachen
  • Beratung des Stadtrates, seiner Ausschüsse sowie der Verwaltung in Fragen der Inklusion
  • jährliche Berichterstattung zur Tätigkeit des Beirates
  • Öffentlichkeitsarbeit zur Sensibilisierung und Förderung des Bewusstseins für die Belange von Menschen mit Behinderungen

Hintergrund zum Inklusionsbeirat 

Der Beirat für die Teilhabe von Menschen mit Behinderung ist ein beratendes Gremium der Landeshauptstadt Magdeburg. Es setzt sich für die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in der Gesellschaft ein. Die Mitglieder, Experten in eigener Sache, vertreten die Interessen der Betroffenen gegenüber Politik und Verwaltungen und setzen sich aktiv für den Abbau von Barrieren ein. Zusammensetzen wird sich der Beirat aus 13 Menschen mit Behinderung bzw. Vertrauenspersonen von Menschen mit Behinderungen, die diese vertreten, und 7 Stadtratsmitgliedern, die vom Stadtrat in den Beirat bestellt worden sind.

Der Inklusionsbeirat wird im Rahmen seiner Satzung unabhängig, parteipolitisch neutral und konfessionell ungebunden die Interessen aller in der Landeshauptstadt Magdeburg lebenden Menschen mit Behinderung wahrnehmen. Er wird auf die chancengleiche Partizipation und einer inklusiven Teilhabe aller Bevölkerungsgruppen am Gemeinwesen hinwirken. Das Gremium soll Menschen mit Behinderungen und ihren Angehörigen eine Stimme geben und bei der Durchsetzung ihrer Rechte helfen.