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78. Jahrestag - Gedenken an die Zerstörung Magdeburgs

Am 16. Januar hat sich die Zerstörung der Magdeburger Innenstadt 1945 zum 78. Mal gejährt. Oberbürgermeisterin Simone Borris, Dieter Steinecke (Kriegsgräberfürsorge), Superintendant Stephan Hoenen, Pater Andreas Struck sowie eine Abordnung der Bundeswehr legten auf dem Westfriedhof Kränze zur Andacht an die Kriegsopfer nieder.

Kranzniederlegung auf dem Magdeburger Westfriedhof zum Gedenken an Kriegsopfer © Landeshauptstadt Magdeburg, Cindy Tanner
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© Landeshauptstadt Magdeburg, Cindy Tanner

Gedenken an die Vergangenheit ist die wichtigste Mahnung

Oberbürgermeisterin Simone Borris legte gemeinsam mit dem Landesvorsitzenden des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Dieter Steinecke, Superintendenten Stephan Hoenen, Pater Andreas Struck sowie einer Abordnung der Bundeswehr Kränze zum Gedenken der Opfer von Krieg und Gewalt auf dem Westfriedhof nieder.

„Wir gedenken am 16. Januar der verheerenden Zerstörung und der Opfer dieser Tragödie unserer Stadt im vergangenen Jahrhundert. Lassen wir die Vergangenheit die wichtigste Mahnung an uns sein, um eine friedliche Zukunft zu bewirken! Das ist unsere Verantwortung als Magdeburgerinnen und Magdeburger“, appelliert Oberbürgermeisterin Simone Borris.

Neben der Oberbürgermeisterin nahmen weitere Repräsentierende aus Politik, Verwaltung und Kultur der Landeshauptstadt zur traditionellen Kranzniederlegung auf dem Westfriedhof teil. Am Abend des 16. Januars läuteten um 21:28 Uhr, dem Zeitpunkt des Beginns der Bombardierung vor 78 Jahren, traditionell die Glocken vieler Kirchen. Die Menschen Magdeburgs waren damit aufgerufen, im Stillen der Millionen Opfer von Krieg, Gewalt und Verfolgung zu gedenken.

Impressionen der Kranzniederlegung

Magdeburgs Oberbürgermeisterin Simone Borris und Gäste auf dem Westfriedhof
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Gäste zur Kranzniederlegung auf dem Westfriedhof Magdeburg gedenken Kriegsopfern
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Vertretende der Politik und Gesellschaft gedenken der Zerstörung Magdeburgs
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Niedergelegte Kränze erinnern an die Zerstörung Magdeburgs und an Kriegsopfer
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16. Januar – Auftakt „Eine Stadt für alle“

Für die Aktionswoche „Eine Stadt für alle“ vom 16. bis 27. Januar 2023 haben zahlreiche Vereine, Organisationen und Einrichtungen diverse Veranstaltungen und Aktionen organisiert. Auftakt war auch in diesem Jahr wieder das offizielle „Singen von Friedensliedern“ auf dem Alten Markt. Oberbürgermeisterin Simone Borris eröffnete die Veranstaltung als Schirmfrau. Der ehemalige Domprediger Giselher Quast und der Dirigent des Magdeburger Kantatenchor, Tobias Börngen, begleiteten das Friedenssingen. Unter Eine Stadt Für Alle gibt es weitere Informationen zur Aktionswoche.

Gedenkkonzerte in Oper, Dom und Forum Gestaltung

Das Theater Magdeburg führte sein traditionsreiches Gedenkkonzert „Für eine friedliche Welt“ mit der Sinfonie Nr. 9 d-Moll von Ludwig van Beethoven auf. Im Magdeburger Dom wurde eine ökumenische Abendandacht abgehalten, um an die Bombardierung Magdeburgs am Ende des Zweiten Weltkrieges zu erinnern.

Das Forum Gestaltung gedachte mit seinem nunmehr schon traditionellen Konzert der Opfer von Krieg und Gewalt.und gedachte anschließend, mit dem Klang der Magdeburger Kirchenglocken 21:28 Uhr, im Innenhof an die Opfer.

Hintergrund zum 16. Januar 1945

Einer der verheerendsten Luftangriffe in der deutschen Geschichte hatte am 16. Januar 1945 den Tod unzähliger Menschen zur Folge und mündete in der Zerstörung von rund 90 Prozent der Magdeburger Altstadt. Nur wenige Wochen vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs begann um 21:28 Uhr die Bombardierung der Landeshauptstadt durch die Alliierten.

17.01.2023