Fördermittel: Schiffshebewerk erhält rund 126.000 Euro
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Fördermittel: Schiffshebewerk erhält rund 126.000 Euro

Das Land Sachsen-Anhalt stellt auch in diesem Jahr Fördermittel für weitere Sanierungsmaßnahmen am Schiffshebewerk Magdeburg-Rothensee zur Verfügung. Am 15. Juli hat der Verkehrsminister des Landes Sachsen-Anhalt, Thomas Webel, den Bewilligungsbescheid über rund 126.000 Euro an Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper übergeben.

„Gemeinsam wollen wir das beispielhafte Denkmal der großen Technikgeschichte Sachsen-Anhalts erhalten. Das ist eine große Herausforderung für alle Beteiligten“, erklärte Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel bei der Übergabe des Bewilligungsbescheides.

Deshalb sei die finanzielle Unterstützung immer auch eine Anerkennung der Arbeit derer, die sich seit Jahren mit viel Enthusiasmus für den Weiterbetrieb des Schiffshebewerkes einsetzten.

„Das Schiffshebewerk Magdeburg-Rothensee ist eines von nur vier Hebewerken bundesweit, die noch in Betrieb sind. Es hat nicht nur eine erhebliche Bedeutung für die Binnenschifffahrt, sondern auch für den Tourismus der Region und damit besonders für die Landeshauptstadt“, betonte Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper und dankte dem Land Sachsen-Anhalt für die Bereitstellung der Fördermittel.

Marcel Bremer, Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper, Verkehrsminister Thomas Webel
Stahloberbau des Schiffshebewerkes Rothensee in charakteristischem grün
Außenansicht des Troges Schiffshebewerk Rothensee
Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper am Schiffshebewerk Rothensee

Ein wichtiges technisches Denkmal für die Region

Um das besondere Ausflugsziel der Region weiter an Attraktivität gewinnen zu lassen, ist die erneute finanzielle Unterstützung für folgende weiterführende Arbeiten vorgesehen:

  • Sicherung am Stemmtor
  • Reprofilierung (Fehlstellen und Ausbrüche werden wiederhergestellt)
  • Betoninstandsetzung
  • Farbgebung
  • Ertüchtigungen der Steuerung von Kabeln und Leitungen sowie
  • Planungsleistungen
  • Betonprüfung
  • ingenieurtechnische Begleitung

Minister Webel hob besonders das Engagement der Landeshauptstadt, der umliegenden Kommunen, des Fördervereins Technische Denkmale und tausender Bürger*innen hervor, die sich in den zurückliegenden Jahren mit Nachdruck für die Wiederinbetriebnahme des Hebewerks eingesetzt haben. Seit 2012 habe das Land die Unterhaltung des Schiffshebewerkes bereits mit insgesamt 1.044.050 Euro gefördert, fügte er hinzu.

Die finanzielle Unterstützung hilft dabei, dass das Bauwerk höchster technischer Ingenieurskunst auch nach mehr als 80 Jahren noch voll funktionstüchtig ist.

Interessantes zum Schiffshebewerk

Bereits 1856 gab es Pläne für den Kanalbau, bevor am 30. Oktober 1938 der Seitenschaufelraddampfer „Hermes“ auf seiner Premierenfahrt das Hebewerk einweihte. Erst 1980 erhielt das Hebewerk seinen heute typischen, grünen Farbanstrich. Bisher gab es bereits über 700.000 problemlose Trogfahrten. Mehr Informationen, interessante Fakten und eine Live-Cam gibt es auf Schiffshebewerk - Magdeburg.

Hintergrund zum Schiffshebewerk Magdeburg-Rothensee

Das Schiffshebewerk Magdeburg-Rothensee ist das letzte betriebsfähige 2-Schwimmerhebewerk Europas und nur eines von vier betriebenen Hebewerken bundesweit. Es ist ein einmaliges Denkmal der Industriekultur und Technikgeschichte von internationaler Bedeutung. Nach vierjähriger Bauzeit erfolgte am 30. Oktober 1938 die Inbetriebnahme.

Nach der 2006 erfolgten Stilllegung des Schiffshebewerks engagierte sich die Landeshauptstadt Magdeburg gemeinsam mit der Region, dem Land Sachsen-Anhalt, dem Förderverein Technische Denkmale Sachsen-Anhalt und weiteren Akteuren für einen saisonalen touristischen Weiterbetrieb dieses einzigartigen technischen Denkmals.

Die jahrelangen Anstrengungen führten mit der Unterstützung der Bevölkerung zum Erfolg. Auf Grundlage eines im Juni 2012 zwischen der Landeshauptstadt Magdeburg und dem Wasser- und Schifffahrtsamt Magdeburg abgeschlossenen Nutzungsvertrages wurden umfangreiche Instandsetzungsarbeiten durchgeführt, um die Anlage wieder in einen funktionsfähigen Zustand zu versetzen.

Mit der am 24. August 2013 erfolgten Wiederinbetriebnahme des Schiffshebewerks trägt die Landeshauptstadt Magdeburg mit Unterstützung ihrer Partner aktiv zum Erhalt und Ausbau einer attraktiven wassertouristischen Infrastruktur bei. Die Passagiere der Fahrgastschifffahrt und die vielen Wassersportler und -touristen können seither wieder das einzigartige Erlebnis einer Fahrt durch das Schiffshebewerk genießen.