Über 160.000 Euro für das Schiffshebewerk Rothensee
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Über 160.000 Euro Fördermittel für Schiffshebewerk Rothensee

Das Land Sachsen-Anhalt stellt auch in diesem Jahr Fördermittel zur weiteren Sanierung für das Schiffshebewerk Rothensee zur Verfügung. Oberbürgermeister Dr. Trümper nahm den Bewilligungsbescheid über gut 160.000 Euro am 16. August von Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel entgegen. In diesem Jahr soll die mehr als 22 Jahre alte Pumptechnik der Wasserhaltung erneuert werden.

Bei der Übergabe des Bewilligungsbescheides über exakt 162.466 Euro sagte Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel:

„Mit der erneuten Förderung helfen wir, dass dieses Bauwerk höchster technischer Ingenieurskunst weiter erhalten bleibt und auch nach mittlerweile mehr als 80 Jahren sogar noch voll funktionstüchtig ist.“

Darüber hinaus betonte er die große Herausforderung aller Beteiligten, die zum Erhalt dieses beispielhaften Denkmals großer Technikgeschichte notwendig sei. Die finanzielle Unterstützung sei ein auch eine Anerkennung der Arbeit derer, die sich seit Jahren mit viel Enthusiasmus für den Weiterbetrieb des Schiffshebewerkes einsetzten. Webel dankte der Landeshauptstadt, den umliegenden Kommunen und dem Förderverein, aber auch den tausenden Bürger*innen, die sich immer für die Wiederinbetriebnahme des Hebewerks eingesetzt haben. Vor allem ihr Verdienst sei es, dass das Schiffshebewerk Rothensee nun für die deutsche Vorschlagsliste um den Titel UNESCO-Weltkulturerbe angemeldet werden konnte, hob der Minister hervor.

Fördermittel unter anderem für die Pumptechnik der Wasserhaltung

Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper freut sich über den erneuten Bewilligungsbescheid der Fördermittel:

„Das Schiffshebewerk Magdeburg-Rothensee ist eines von nur vier Hebewerken bundesweit, die noch in Betrieb sind und davon sogar das einzige Zwei-Schwimmer-Hebewerk. Es hat nicht nur eine erhebliche Bedeutung für die Binnenschifffahrt, sondern auch für den Tourismus der Region und damit besonders für die Landeshauptstadt. Ich danke dem Land Sachsen-Anhalt, mit dessen Unterstützung in diesem Jahr die mehr als 22 Jahre alten Pumptechnik der Wasserhaltung erneuert werden soll. Des Weiteren wird das Geld in ingenieurtechnische Planungen und die vorgeschriebenen Sicherheitsprüfungen für das Verkehrsbauwerk fließen. Dadurch gewinnt dieses besondere Ausflugsziel der Region weiter an Attraktivität.“

Seit 2012 hat das Land die Unterhaltung des Schiffshebewerkes bereits mit insgesamt mehr als einer Million Euro (etwa 1,17 Millionen Euro) gefördert. Die finanzielle Unterstützung hilft dabei, dass das Bauwerk höchster technischer Ingenieurskunst auch nach mehr als 80 Jahren noch voll funktionstüchtig ist.

Übergabe Fördermittelbescheid_3
Übergabe Fördermittelbescheid 2
Übergabe Fördermittelbescheid Schiffshebewerk

Interessantes zum Schiffshebewerk

Bereits 1856 gab es Pläne für den Kanalbau, bevor am 30. Oktober 1938 der Seitenschaufelraddampfer „Hermes“ auf seiner Premierenfahrt das Hebewerk einweihte. Erst 1980 erhielt das Hebewerk seinen heute typischen, grünen Farbanstrich. Bisher gab es bereits über 700.000 problemlose Trogfahrten. Mehr Informationen, interessante Fakten und eine Live-Cam gibt es auf Schiffshebewerk - Magdeburg.

Hintergrund zum Schiffshebewerk Magdeburg-Rothensee

Das Schiffshebewerk Magdeburg-Rothensee ist das letzte betriebsfähige 2-Schwimmerhebewerk Europas und nur eines von vier betriebenen Hebewerken bundesweit. Es ist ein einmaliges Denkmal der Industriekultur und Technikgeschichte von internationaler Bedeutung. Nach vierjähriger Bauzeit erfolgte am 30. Oktober 1938 die Inbetriebnahme.

Nach der 2006 erfolgten Stilllegung des Schiffshebewerks engagierte sich die Landeshauptstadt Magdeburg gemeinsam mit der Region, dem Land Sachsen-Anhalt, dem Förderverein Technische Denkmale Sachsen-Anhalt und weiteren Akteuren für einen saisonalen touristischen Weiterbetrieb dieses einzigartigen technischen Denkmals.

Die jahrelangen Anstrengungen führten mit der Unterstützung der Bevölkerung zum Erfolg. Auf Grundlage eines im Juni 2012 zwischen der Landeshauptstadt Magdeburg und dem Wasser- und Schifffahrtsamt Magdeburg abgeschlossenen Nutzungsvertrages wurden umfangreiche Instandsetzungsarbeiten durchgeführt, um die Anlage wieder in einen funktionsfähigen Zustand zu versetzen.

Mit der am 24. August 2013 erfolgten Wiederinbetriebnahme des Schiffshebewerks trägt die Landeshauptstadt Magdeburg mit Unterstützung ihrer Partner aktiv zum Erhalt und Ausbau einer attraktiven wassertouristischen Infrastruktur bei. Die Passagiere der Fahrgastschifffahrt und die vielen Wassersportler und -touristen können seither wieder das einzigartige Erlebnis einer Fahrt durch das Schiffshebewerk genießen.