Fördermittel: 130.000 Euro für Schiffshebewerk Rothensee
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Fördermittel: 130.000 Euro für Schiffshebewerk Rothensee

Für die weiterführenden Sanierungsmaßnahmen am Schiffshebewerk Rothensee hat das Land Sachsen-Anhalt weitere 130.000 Euro Fördermittel zur Verfügung gestellt. Am 9. September 2022 hat Oberbürgermeisterin Simone Borris den Bewilligungsbescheid von Dr. Lydia Hüskens, Ministerin für Infrastruktur und Digitales, entgegengenommen.

Dr. Lydia Hüskens, Ministerin für Infrastruktur und Digitales, Oberbürgermeisterin Simone Borris und der leitende Ingenieur des Schifsshebewerkes, Marcel Bremer

Ein Denkmal der großen Technikgeschichte

„Damit helfen wir, dass dieses Denkmal der großen Technikgeschichte unseres Landes auch weiterhin gut erhalten werden kann und vor allem auch funktionstüchtig bleibt. Die erneute finanzielle Unterstützung soll auch Anerkennung der Arbeit derer sein, die sich seit Jahren mit viel Enthusiasmus für den Weiterbetrieb des Schiffshebewerkes einsetzen“, erklärte die Ministerin und betonte die große Herausforderung aller Beteiligten.

Seit 2012 hat das Land die Unterhaltung des Schiffshebewerkes mit insgesamt rund 1,3 Millionen Euro gefördert. Es ist das einzige noch in Nutzung befindliche Auftriebs- bzw. Schwimmerhebewerk weltweit mit einer Nutzungskontinuität seit mehr als 80 Jahren. Es wurde 1938 in Dienst gestellt. In Anerkennung dieser technischen Meisterleistung ist es seit 2009 ein europäisches Wahrzeichen in die ERIH-Route (European Route of Industrial Heritage) und wurde 2021 in die UNESCO-Vorschlagsliste aufgenommen.

Oberbürgermeisterin Simone Borris betonte die Bedeutung für die Binnenschifffahrt und als touristische Attraktivität der Region:

„Ich danke dem Land Sachsen-Anhalt, mit dessen Unterstützung unter anderem die Armaturen erneuert sowie Betonprüfungen und -instandsetzungen, Rostschutzmaßnahmen und ingenieurtechnische Planungen ermöglicht werden. Dadurch behält dieses bedeutsame Ausflugsziel weiter seine hohe Attraktivität.“

Schiffshebewerk Magdeburg-Rothensee
Schiffshebewerk Magdeburg-Rothensee
Schiffshebewerk Magdeburg-Rothensee
Schiffshebewerk Magdeburg-Rothensee

Interessantes zum Schiffshebewerk

Bereits 1856 gab es Pläne für den Kanalbau, bevor am 30. Oktober 1938 der Seitenschaufelraddampfer „Hermes“ auf seiner Premierenfahrt das Hebewerk einweihte. Erst 1980 erhielt das Hebewerk seinen heute typischen, grünen Farbanstrich. Bisher gab es bereits über 700.000 problemlose Trogfahrten. Mehr Informationen, interessante Fakten und eine Live-Cam gibt es auf Schiffshebewerk - Magdeburg.

Hintergrund zum Schiffshebewerk Magdeburg-Rothensee

Das Schiffshebewerk Magdeburg-Rothensee ist das letzte betriebsfähige 2-Schwimmerhebewerk Europas und nur eines von vier betriebenen Hebewerken bundesweit. Es ist ein einmaliges Denkmal der Industriekultur und Technikgeschichte von internationaler Bedeutung. Nach vierjähriger Bauzeit erfolgte am 30. Oktober 1938 die Inbetriebnahme.

Nach der 2006 erfolgten Stilllegung des Schiffshebewerks engagierte sich die Landeshauptstadt Magdeburg gemeinsam mit der Region, dem Land Sachsen-Anhalt, dem Förderverein Technische Denkmale Sachsen-Anhalt und weiteren Akteuren für einen saisonalen touristischen Weiterbetrieb dieses einzigartigen technischen Denkmals.

Die jahrelangen Anstrengungen führten mit der Unterstützung der Bevölkerung zum Erfolg. Auf Grundlage eines im Juni 2012 zwischen der Landeshauptstadt Magdeburg und dem Wasser- und Schifffahrtsamt Magdeburg abgeschlossenen Nutzungsvertrages wurden umfangreiche Instandsetzungsarbeiten durchgeführt, um die Anlage wieder in einen funktionsfähigen Zustand zu versetzen.

Mit der am 24. August 2013 erfolgten Wiederinbetriebnahme des Schiffshebewerks trägt die Landeshauptstadt Magdeburg mit Unterstützung ihrer Partner aktiv zum Erhalt und Ausbau einer attraktiven wassertouristischen Infrastruktur bei. Die Passagiere der Fahrgastschifffahrt und die vielen Wassersportler und -touristen können seither wieder das einzigartige Erlebnis einer Fahrt durch das Schiffshebewerk genießen.