1944 - Gedenken an die Opfer des Magdeburger Frauen-KZ (Errichtung des KZ-Außenlagers Polte-Magdeburg)
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Das ehemalige Frauen-KZ der Polte-Werke

Erinnert wird an die über 3.000 weiblichen und 600 männlichen Häftlinge, die bis zum April 1945 in das Lager in der Liebknechtstraße deportiert worden waren

An dieser Stelle, Liebknechtstrasse 65-91, befand sich in der Zeit des Nationalsozialismus von 1944 bis 1945 das Konzentrations-Aussenlager des Rüstungswerkes Polte AG Magdeburg, des KZ Buchenwald und des Frauen-KZ Ravensbrück. Über 3000 Frauen und 600 Männer aus verschiedenen Nationen, jüdischer und nichtjüdischer Herkunft, mussten als Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in den Polte-Rüstungswerken unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten. Der Großteil von ihnen überlebte dieses erbarmungslose und menschenverachtende Lager und den Todesmarsch nach Ravensbrück 1945 nicht.
Wir erinnern an alle Menschen, die dieses grausame Schicksal erleiden mussten.

Das Amt für Gleichstellungsfragen der Landeshauptstadt Magdeburg lädt in Kooperation mit Vertreterinnen  des Politischen Runden Tisches  jährlich am 14.06. zur öffentlichen Gedenkveranstaltung am Tor des ehemaligen Frauen-KZ in der Liebknechtstraße ein.

Der Magdeburger Historiker Pascal Begrich stellte  auf einer Gedenkveranstaltung  einen Zeitzeuginnenbericht sowie die Geschichte des ehemaligen KZ.

Gedenkveranstaltungen - jährlich am 14.06.

2020

Gedenkveranstaltung 2020-1
Gedenkveranstaltung 2020-2

Das Amt für Gleichstellungsfragen und Vertreterinnen des Politischen Runden Tisches der Frauen Magdeburg legten am 14. Juni 2020 um 11.00 Uhr bei einem stillen Gedenken am Tor des ehemaligen Konzentrations- und ZwangsabeiterInnenlagers der Polte-Munitionswerke ein Blumengebinde nieder.

2019

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Rückblick

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Sanierung der Gedenkstelle

In Umsetzung des Stadtratsbeschlusses Nr. 2587-070(VI)19 "Beide Gedenktafeln sind in einen ordentlichen, dem Gedenken angemessenen Zustand zu versetzen, entsprechend zu reinigen bzw. zu erneuern und zu beleuchten", konnte im Sommer 2020 die neue Tür sowie auch die Erinnerungstafel angebracht werden.

neues Gedenktor
neues Gedenktor
neues Gedenktor
neues Gedenktor

Entworfen wurde die neue Tür und die Gedenktafel von dem Magdeburger Designer Ernst Albrecht Fiedler auch in Abstimmung mit dem Politischen Runden Tisch der Frauen und den jüdischen Frauenprojekten der Stadt Magdeburg.

Die Umsetzung erfolgte mit der Landeshauptstadt Magdeburg, Amt für Gleichstellungsfragen, Kulturbüro, Stadtplanungsamt, Tiefbauamt und dem Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe.

Die nächsten Schritte sind die passende Beleuchtung und auch die Gestaltung des Grünstreifens vor dem Gedenktor.

Einweihung der ersten Gedenktafel 2008

Am 27. Januar 2008 wurde um 14.00 Uhr am ehemaligen Tor des Frauen-KZ in der Liebknechtstrasse 65 durch Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper, Magdeburgs Gleichstellungsbeauftragte Editha Beier und die Vorsitzende des jüdischen Frauenvereins BeReshit Ellen Rublow eine neue Gedenktafel eingeweiht, die an die Geschichte dieses Ortes erinnert.
In der heutigen Liebknechtstrasse 65-91 befand sich von 1944 bis 1945 ein Konzentrations-Außenkommando der Polte-Werke Magdeburg - ein Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald und des Frauen-KZ Ravensbrück. Mehr als 3000 Frauen und 600 Männer mussten hier unter unmenschlichen und unvorstellbaren Bedingungen als Zwangsarbeiterinnen und als Häftlinge in den Polte-Rüstungswerken arbeiten. Die Frauen kamen ab September 1944 in mindestens fünf Transporten aus den Konzentrationslagern Ravensbrück, Stutthof, Bergen Belsen und Auschwitz, die Männer aus dem KZ Buchenwald.

Der Großteil der Häftlinge überlebte das Magdeburger KZ, das Massaker am Stadion Neue Welt und den Todesmarsch nach Ravensbrück nicht. Am 19. April 1945 kamen nur noch 600 der 3000 Frauen des Außenkommandos der Polte-Werke Magdeburg lebend in Ravensbrück an.
Der Historiker Pascal Begrich machte 2005 durch die öffentliche Vorstellung seiner Magisterarbeit und eine Veröffentlichung in "Stadtgeschichte in der NS Zeit - Fallstudien aus Sachsen-Anhalt und vergleichende Perspektiven" auf das Frauen-KZ und dessen Geschichte aufmerksam. Seit zwei Jahren veranstalten die Frauen des Politischen Runden Tisches der Stadt Magdeburg gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern jährliche Gedenkveranstaltungen am Tor des ehemaligen Konzentrationslagers.

Auf Initiative des Politischen Runden Tisches der Frauen der Landehauptstadt Magdeburg, des Vereins BeReshit und des Kulturbüro der LH Magdeburg wurde eine neue Gedenktafel am Tor des ehemaligen KZ-Außenlagers in Auftrag gegeben und durch den Herrn Lubusch angefertigt. Sie wurde am Sonntag mit einer Gedenkfeier eingeweiht und trägt folgende Inschrift:

"An dieser Stelle, Liebknechtstrasse 65-91, befand sich in der Zeit des Nationalsozialismus von 1944 bis 1945 das Konzentrations-Aussenlager des Rüstungswerkes Polte AG Magdeburg, des KZ Buchenwald und des Frauen-KZ Ravensbrück. Über 3000 Frauen und 600 Männer aus verschiedenen Nationen, jüdischer und nichtjüdischer Herkunft, mussten als Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in den Polte-Rüstungswerken unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten. Der Großteil von ihnen überlebte dieses erbarmungslose und menschenverachtende Lager und den Todesmarsch nach Ravensbrück 1945 nicht.
Wir erinnern an alle Menschen, die dieses grausame Schicksal erleiden mussten.
Landeshauptstadt Magdeburg, Der Oberbürgermeister
Jüdischer Frauenverein BeReshith e.V.
Politischer Runder Tisch der Frauen Magdeburg"

Einweihung Gedenktafel 2008
Einweihung Gedenktafel 2008
Einweihung Gedenktafel 2008
Einweihung Gedenktafel 2008
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