2. Blickfeld: Magdeburg vernetzt
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These:
Die Magdeburger Innenstadt ist gut erschlossen, aber es fehlt der Zusammenhang.

Als Einstieg in die Auseinandersetzung mit dem Blickfeld der Vernetzung "Die Zukunftstrends für die Magdeburger Innenstadt" im Rahmen der Vernetzung.

Das zweite Blickfeld „Vernetzt“ integriert Fragen zu Mobilität, Freiraum, Orientierung, städtischen Infrastrukturen und ein weiteres Verständnis von Konnektivität und bezieht so auch Fragen der Digitalisierung ein. Dazu wurde bemerkt, dass die Fragen einer besseren Vernetzung ebenso mit Fragen der Quartiersentwicklung und räumlichen Verdichtung zusammenhängen. Auf Grundlage dieser gemeinsamen Schärfung des Aufgabenverständnis wurden Potenziale für die Innenstadt diskutiert und ebenso Hemmnisse identifiziert, welche zu überwinden sind.

Stärken & Potenziale:
>   Rad: Starke Nachfrage nach Stellplätzen. Radparkhaus am Bahnhof geplant, aber
      Verhandlungen mit der DB sind schwierig.
>  Radschnellverbindungen: Nord-Süd Verbindungen können verbessert werden
>  Fußverkehr: Einfacher und schöner.
>  ÖPNV Ausbau im Norden möglich durch eine potenziell höhere Auslastung infolge
      der Neubauprojekte
>  City-Logistik mitdenken und den Anstieg des Kfz-Verkehrs als Folge verhindern
>  Belebte Freiräume: Friedensplatz aufwerten. Atmosphäre durch mehr Erlebnis.
      Vernetzung durch soziales Leben. Attraktivere öffentliche Räume sorgen für
      bessere Vernetzung
>   Mehr Aufenthaltsqualität durch mehr Begrünung: Flächen entsiegeln für besseres
      Wassermanagement und besseres Stadtklima
>   Durch eine Nachverdichtung in Quartieren entstehen kürzere Wege und eine
      bessere Auslastung von Verkehrsträgern
>   Campus der Uni besser an die Innenstadt anknüpfen. Denkbar sind Kooperationen
      zu autonomem Fahren.
>   Die Elbe ist noch zu sehr abgeschnitten. Exemplarisch dafür steht der fehlende
      Zugang von der Strombrücke

Defizite & Hemmnisse:
-   Rad: schlechte Wegequalität. Diebstahl und Vandalismus. Radabstellmöglichkeiten
      gerade am Hauptbahnhof. Nur „Duldung“ auf dem Breiter Weg
-   Unklare Wegeaufteilung zwischen Fuß- und Radverkehr: Am Breiter Weg
      (Nordabschnitt), an der Elbpromenade
-   Fußverkehr: zu lange Wartezeiten an Ampeln. Gefährliche Überquerungen an
      wichtigen Stellen
-   Zu viel ebenerdiges Parken in der gesamten Innenstadt
-   Schlechte ÖPNV Anbindung im Norden (westlich der Erzbergstraße und östlich
     der Jakobstraße)
-   Barriere Ernst-Reuter-Allee: Insbesondere für die Kreuzung am Breiter Weg muss
      eine neue Verkehrslösung her

Erste Leitlinien für eine vernetzte Innenstadt:
>>   Flächeneffiziente Nutzung des Verkehrsraumes
>>   Reduzierung ebenerdiger Kfz-Parkplatzflächen (sowohl auf Plätzen als auch
          Straßenseitiges Parken)
>>   Eigene Wegeführungen für Rad- und Fußverkehr
>>   ÖPNV Ausbauen, besonders im Norden der Innenstadt
>>   Kleinräume Vernetzungen in Quartieren stärken
>>   Ost-West Verbindungen stärken für Rad- und Fußverkehr
>>   Grünverbindungen stärken, insbesondere entlang von Wegen zum Flanieren
>>   Klimasensible Aufwertung des öffentlichen Raumes (Begrünung, Bewässerung)
>>   Akteure vernetzen für einzelne Projekte (nach dem Vorbild „Lichterwelt“)

Räumliche Schwerpunkte:
Die Diskussion zu Herausforderungen der Vernetzung wurde explizit entlang spezifischer Räume in der Innenstadt geführt. Sie veranschaulichen repräsentative Probleme, die ebenso für andere Orte der Innenstadt gelten können:

  • Hauptbahnhof: Hier fehlen adäquate, d.h. sichere und praktische Radabstellanlagen. Der Bau eines Radparkhauses ist seit langem geplant, konnte aber bisher nicht umgesetzt werden.
  • Universitätsplatz/Am Krökentor: Es fehlen praktische Verbindungen (die Übergänge zum Universitäts-Campus) an der B1. Fuß- und Radverkehr können hier kaum Queren. Bessere Übergänge, mit kürzeren Wartezeiten sind notwendig.
  • Anschluss der Elbe: Bessere Zugänge zur Elbe sind wichtig. Gerade von der Strombrücke aus sind direkte Zugänge zur Elbpromenade nötig.