Ein Löwe wird geborgen
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Am 28. August 2019 wurde die letzte der drei noch erhaltenen Löwenskulpturen der Anna-Ebert-Brücke demontiert und mithilfe eines Krans in das Baufeld transportiert. Der Löwe, der sich auf der Nordostseite befand, ist in einem sehr schlechten Zustand und wird nun konservatorisch bearbeitet. Auch die beiden bereits früher demontierten Löwen werden konserviert und sollen möglichst wieder aufgestellt werden. Der vierte, verlustige Löwe müsste rekonstruiert werden.
Löwentransport an der Anna-Ebert-Brücke
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© Corinna Grimm-Remus
Der Löwe in der Luft
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© Corinna Grimm-Remus
Der Löwe wird auf die Baustelle neben die Brücke transportiert.
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Der Löwe nach dem erfolgreichen Transport
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© Corinna Grimm-Remus

Ein wesentliches Gestaltungsmerkmal der denkmalgeschützten Anna-Ebert-Brücke waren zweifellos die Brückenkopfskulpturen - vier monumentale Löwen.  Die von Emil Richard Franz Hundrieser geschaffenen Skulpturen waren auf den Landpfeilern aufgesetzt und jeder von ihnen trug ein Wappen vor der Brust.

Der nun demontierte nordöstliche Löwe trägt das Wappen des Königreichs Preußens. Auf der südöstlichen Seite befand sich ein Löwe mit dem Wappen des Deutschen Reichs. Auf der Westseite der Brücke waren die Löwen mit dem Magdeburger Stadtwappen (Nord-West) und dem Wappen Sachsens (Süd-West) zu finden. Wobei letzterer verlustig ist und vermutlich auch eine Rosette mit dem Jahr 1882 hätte tragen können. Die Skulptur wurde 1995 aus der Elbe geborgen und leider entsorgt. Die für die Brücke zuständige Restauratorin Corinna Grimm-Remus hält beides für möglich.

Sie begleitete auch die Demontage und den Transport des letzten verbliebenen Löwen. Dazu wurde die Fuge unter der Plinthe - also der Steinplatte, auf der die Basis einer Säule o. Ä. ruht - geöffnet und ein eigens angefertigtes Metallgestell unter die Fuge geschoben. Die Löwenskulptur konnte so nahezu berührungslos mit dem Kran gehoben werden.

Weitere Fotos von der Bergung des Löwens

Der erfolgreiche Löwentransport kurz vor dem Abschluss
Der Löwe noch an seinem angestammten Platz auf der Brücke
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© Corinna Grimm-Remus
Der Löwe verlässt seinen Platz auf der Brücke.
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Der Löwe wird für den Transport gesichert.
Der Löwe wird vom Sockel gehoben.
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Der Löwe wird von der Brücke gehoben.
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Der Löwentransport an der Anna-Ebert-Brücke mit dem Dom im Hintergrund
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Der Transport ist fast geschafft.
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Der Transport wird präzise vorbereitet.
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Ein Kran hebt den Löwen in die Luft.
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Löwentransport an der Anna-Ebert-Brücke
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Löwentransport an der Anna-Ebert-Brücke
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© Corinna Grimm-Remus

Die anderen beiden Löwen

Die anderen beiden noch vorhandenen Löwen der Anna-EbertBrücke befinden sich an unterschiedlichen Orten in der Stadt. So konnte rekonstruiert werden, dass der einst auf der Süd-Ost-Seite befindliche Löwe nach einigen Zwischenstationen im Lager des Tiefbauamtes im Stadtteil Rothensee ist.  Die Skulptur wurde im Jahr 2003 von einem Steinbildhauermeister im Rahmen seiner Ausbildung zum Teil konserviert und ergänzt.

Der Löwe, der einst die Nord-West-Seite bewachte und wohl nach dem Krieg auf die Süd-West-Seite versetzt worden war, befindet sich ebenfalls im schlechten Zustand im Bestand des Lapidariums in Alt Salbke.

Emil Richard Franz Hundrieser

Emil Richard Franz Hundrieser (* 13. Januar 1846 in Königsberg; † 30. Januar 1911 in Berlin) war ein deutscher Bildhauer der wilhelminischen Zeit. Hundrieser studierte von 1865 bis 1868 an der Preußischen Akademie der Künste in Berlin. 1892 wurde er als Mitglied in die Preußische Akademie der Künste aufgenommen und übernahm 1895 dort eine Professur. 1905 wurde Hundrieser zum Direktor des Rauch-Museums berufen. Er schuf vorwiegend Statuen und Figuren für öffentliche Plätze und Gebäude.