Wie gelingt Internationalisierung durch Studium, Wissenschaft und Wirtschaft
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Europäischer Austausch: Wie gelingt Internationalisierung durch Studium, Wissenschaft und Wirtschaft

Die Landeshauptstadt Magdeburg ist erneut Partner in einem europäischen Netzwerk-Projekt. Das URBACT-Projekt „Welcoming International Talent“ wurde vom Programmkomitee offiziell für die 2. Phase bestätigt. Das Ziel dieses Projektes ist, den Aufenthalt für internationale Studierende, Wissenschaftler und Fachkräfte für die Wirtschaft zu verbessern und eine entsprechende Handlungsstrategie zu entwickeln.

Internationale Hochschulbildung und die Entwicklungen hin zur wissensbasierten Wirtschaft haben zu einem globalen Wettbewerb um Talente geführt. Während die wichtigsten europäischen Städte aufgrund ihrer Größe und ihrer Bekanntheit sowohl Studierende als auch Fachkräfte anziehen, brauchen mittelgroße Städte eine eigenständige Politik und abgestimmtes Handeln, um Talente zu gewinnen und sie zu halten.

Der Antrag für das Projekt wurde jetzt im Rahmen des EU-Programmes URBACT bewilligt. Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper freut sich über diesen Erfolg: „Für den Wissenschaftsstandort und die regionale Wirtschaft ist das Projekt von sehr großer Bedeutung. Wir wollen zum einen Magdeburg für internationale Talente attraktiver machen, zum anderen wollen wir unsere Aktivitäten zur Gewinnung und Betreuung von internationalen Studierenden, Wissenschaftlern und Fachkräften auf lokaler Ebene besser abstimmen und dabei von den europäischen Netzwerkpartnern lernen.“

Wie genau Internationalisierung gelingen kann, welche Herausforderungen dabei zu beachten sind und wie andere europäische Städte diese Aufgaben bewältigen, ist Ziel und Inhalt des Projektes „Welcoming International Talent“. Geleitet und koordiniert wird das Projekt von der Stadt Groningen (Niederlande). Groningen ist von der EU als besonders engagiert und erfolgreich beim Umgang mit internationalen Fachkräften eingestuft worden. Von diesen Erfahrungen sollen die anderen europäischen Partner wichtige Impulse erhalten.

Beteiligt am Projekt sind neben Magdeburg die Städte Parma (Italien), Zlin (Tschechien), Debrecen (Ungarn), Bielsko-Biala (Polen) und Leuven (Belgien). Gemeinsam sollen Antworten dafür gefunden werden, wie man internationale Fachkräfte besser in die Stadtgesellschaft integrieren kann, wie Sprachbarrieren abgebaut und wie praktische Fragen wie Wohnraum, Umgang mit Ehepartnern oder Kindern besser gelöst werden. Kurz: Welche Aktivitäten sind notwendig, damit sich internationale Studierende, Wissenschaftler und Fachkräfte leichter heimisch fühlen und welche lokalen Partner sind dabei einzubeziehen?

Das EU-Programm URBACT ist Bestandteil des ERDF-Fonds. Das Grundanliegen des Programmes ist, den Erfahrungsaustausch zu aktuellen Problemen zwischen Städten verschiedener europäischer Länder zu fördern und sie bei der Suche nach neuen Lösungen zu unterstützen. Das Projekt „Welcoming International Talent“ hat ein Gesamtbudget von 571.000 Euro. Davon werden 430.000 Euro als Fördermittel durch die EU zu Verfügung gestellt. Magdeburg kann über ein Budget von 77.000 Euro verfügen.

Bei der Durchführung des Projektes werden in der Landeshauptstadt die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, die Hochschule Magdeburg-Stendal und die wissenschaftlichen Institute eng eingebunden. Auch die Kammern und Wirtschaftsverbände sollen einbezogen werden. „Welcoming International Talent“ hat eine Projektlaufzeit von zwei Jahren und ist bis Dezember 2020 geplant. Von städtischer Seite wird das Projekt vom Team Wissenschaft im Büro des Oberbürgermeisters koordiniert.