Johannes Gutenberg, 1901
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Johannes Gutenberg, 1901

Götz, Johannes

Der Name Johannes Gutenberg ist weltweit eng mit dem Buchdruck verbunden. Im 15. Jahrhundert erfand Gutenberg den Druck mit beweglichen Lettern. Zudem erfand er die Druckerpresse. Das besondere Verdienst Gutenbergs liegt darin, alle Komponenten zu einem effizienten Produktionsprozess zusammengeführt zu haben, der erstmals die maschinelle Massenproduktion von Büchern ermöglichte. Seine Erfindung löste eine Medienrevolution in Europa und später in der ganzen Welt aus.

Der Buchdruck wird als ein Schlüsselelement der Renaissance betrachtet. Insbesondere sein Hauptwerk, die Gutenberg-Bibel, zwischen 1452 und 1454 entstanden, wird für ihre hohe ästhetische und technische Qualität gerühmt.

Die Büste des Buchdruckers steht nicht zufällig in der Stadt. Die "schwarze Kunst" Gutenbergs erreichte Magdeburg als eine der ersten 30 Städte der Welt. Bereits Ende des 15. Jahrhunderts ist Bartholomäus Gothan als erster Drucker in Magdeburg nachgewiesen. Im Juni 1900 stifteten die Magdeburger Buchdrucker zum 500. Geburtstag von Gutenberg das Denkmal.

Über den Künstler

Johannes Gottfried Götz (geboren 4. Oktober 1865 in Fürth; gestorben 11. September 1934 in Potsdam) war ein deutscher Bildhauer.

LEBEN

Johannes Götz, Sohn eines Schreiners in Fürth, besuchte die Nürnberger Kunstgewerbeschule und ging 1884 nach Berlin, um sich als ein Schüler von Reinhold Begas an der Akademie der Künste weiterzubilden. Mit einer Wasserschöpferin gewann er den Prix de Rome, der ihm ab 1892 einen fast zweijährigen Studienaufenthalt in Rom ermöglichte.

Der Vielbeschäftigte genoss die besondere Wertschätzung von Kaiser Wilhelm II., der ihn wiederholt mit Aufträgen bedachte. So schuf er für das Achilleion einen riesenhaften männlich-heroischen Kämpfenden Achilles als Gegenstück zu Ernst Herters Sterbendem Achilles, den die Vorbesitzerin Elisabeth von Österreich-Ungarn angeschafft und der diesem Sommerschloss den Namen gegeben hatte.

Johannes Götz blieb zeitlebens seiner Heimatstadt Fürth verbunden, wo sich zahlreiche Werke erhalten haben, alleine 13 Erbbegräbnisse für Honoratioren auf dem Hauptfriedhof in Fürth. Dazu noch das Grab seiner Eltern mit der Skulptur Der müde Wanderer. Er selbst lebte zuletzt in Potsdam, wo er auch beigesetzt wurde.

WERKE

: Römische Kaiserstatue und Mommsendenkmal auf der Saalburg

: Königin Luise-Standbild und Johannes Gutenberg-Denkmal in Magdeburg

WERKE IN BERLIN

: Wasserschöpferin und balancierender Knabe in der Nationalgalerie Berlin

: Quadriga auf dem Nationaldenkmals Wilhelms I.

: Denkmalgruppe 19 für die Siegesallee, 1900 (Kurfürst Joachim I. Nestor-Standbild mit Assistenz-Büsten Markgraf Albrecht von Brandenburg (Erzbischof von Mainz) und Dietrich von Bülow (Bischof von Lebus)

: Mitarbeit am Fassadenschmuck des Berliner Doms

: Mitarbeit am Neptunbrunnen von Reinhold Begas

WERKE IN FÜRTH

: Jugendbrunnen vor der Feuerwache

: Relief der griechischen Ringer im Treppenhaus der Jahnturnhalle

: Statue Die Sklavin im Foyer des Klinikum

: Büsten von Heinrich Berolzheimer, Alfred Nathan, Geheimrat Johann Humbser und Wilhelm Löhe auf dem Kirchenplatz

(Quelle: de.Wikipedia.org)