Hasselbach-Brunnen, 1890/2002
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Hasselbach-Brunnen, 1890/2002

Hundrieser, Emil

Hasselbach-Brunnen © Saskia Hubert
© Saskia Hubert

Wie ungebrochen und im Grunde antiquiert, gleichsam sich selbst furchtsam entfremdet, das 19. Jahrhundert die Geschichte seines eigenen Fortschritts künstlerisch in der Öffentlichkeit darstellte, hat schon die Figurengruppe auf der Zollbrücke veranschaulicht. Das prominenteste Exempel hierfür in Magdeburg ist jedoch der dem Oberbürgermeister Carl Gustav Friedrich Hasselbach (1809-1882) gewidmete Brunnen. Der Begriff "Phallus-Triumph", den der Dichter W. H. Auden ironisch für die amerikanische Mondlandung prägte, könnte auch dieses Denkmal charakterisieren.

Verdrängt vom Fortschritt, den es feierte, musste der Denkmal-Brunnen allerdings 1927 dem wachsenden Verkehrsanforderungen auf seinem ursprünglichen Standort, dem heutigen Hasselbachplatz, weichen. Seitdem steht er abseits des Zentrums auf dem Haydnplatz, reichlich 400 Meter Luftlinie von seinem Schicksalsgenossen, dem "Sämann" August Wilhelm Franke auf dem Nordfriedhof.

Bereits ein Jahr nach seinem Tod beschloss die Stadt ihrem "Erfinder der Geldpumpe" - Hasselbach hatte für die Stadt unter anderem sehr erfolgreich mit Grundstücken spekuliert - ein Denkmal zu setzen. Noch 1883 schrieb man einen Wettbewerb aus, den der junge Berliner Bildhauer Karl Albert Bergmeier im folgenden Jahr für sich entschied. Da sich jedoch der eigentlich ins Auge gefasste Standort aus verkehrstechnischen Gründen als ungeeignet erwies, verzögerte sich die Ausführung. Merkwürdiger Weise bat man jedoch nicht Bergmeier, sondern Hundrieser den Entwurf nach einer Skizze des Stadtbaurats Otto Peters an den Gabelungsplatz (heute Hasselbachplatz) anzupassen. Bei der Realisierung wollte die Stadt jedoch wieder auf Bergmeier zurückgreifen, der seinerseits und verständlicher Weise nach einer eigenen, neuen Modellskizze arbeiten wollte. Schließlich übertrug man Bergmeier den Auftrag mit der Maßgabe, dass das geplante bronzene Porträtrelief nach einem Entwurf Hundriesers gegossen werden sollte. Man ahnt die Strippenzieher, die da im Hintergrund arbeiteten.

Am 30. November 1890 konnte trotzdem Einweihung gefeiert werden. Der Obelisk stieß über 13 Meter hoch in den Stadthimmel des vom Neu-Reichtum seiner Besitzer kündenden Gründerzeitviertels, obenauf noch eine zwei Meter hohe Blumenspitze aus vergoldetem Schmiede-Eisen. Wissenschaft, Landwirtschaft, Handel und Industrie, deren Allegorien gedankenversunken oder in stiller Beschäftigung den rokokoesken Obeliskenschaft umsitzen, waren die Quellen dieses kometenhaften Aufstiegs. Wirklich sprudelten Quellen zwischen ihnen aus Löwenköpfen in vier kleine Schalen, die ihr Wasser sinnbildlich wie die berühmten römischen Brunnen in die größere Schale gaben, die einen Durchmesser von zehn Metern hat. Doch wurde dem Wasserspiel nicht nur eine ästhetische, sondern auch eine praktische Funktion übertragen. Zum einen sollte es die Luft reinigen und kühlen. Zum anderen sollte die Brunnenschale auch als Brauchwasserreservoir dienen, weswegen permanent frisches Wasser zugeführt werden musste, was man nach der Umsetzung aus Kostengründen aufgab und einen Kreislauf installierte.

Über den Künstler

Emil Hundrieser (geboren 13. Januar 1846 in Königsberg; gestorben 30. Januar 1911 in Berlin) war ein bekannter und erfolgreicher deutscher Bildhauer der Wilhelminischen Zeit.

LEBEN

Hundrieser studierte von 1865 bis 1868 an der Preußischen Akademie der Künste in Berlin. Dort war er Meisterschüler des Bildhauers Rudolf Siemering, in dessen Atelier er nach dem Studium noch weitere acht Jahre arbeitete. Bei seinen eigenen Arbeiten ließ er sich schon bald stark von Reinhold Begas und dessen naturalistischen Stil des Barock und Rokoko beeinflussen. Bevor er ab 1873 als freischaffender Bildhauer in Berlin tätig wurde, unternahm er zahlreiche Studienreisen unter anderem nach Frankreich, Belgien und Österreich.

1892 wurde er als Mitglied in der Preußischen Akademie der Künste aufgenommen und übernahm 1895 dort eine Professur. 1905 wurde Hundrieser zum Direktor des Rauch-Museums berufen. Er schuf vorwiegend Statuen und Figuren für öffentliche Plätze und Gebäude. Nach seinem Tode wurde er auf dem Berliner Parkfriedhof in der Berliner Villenkolonie Lichterfelde-West beigesetzt.

WERKE

: Relief Rhein und Main, Hauptfassade der Alten Oper in Frankfurt am Main, 1880

: Denkmal Martin Luther für Magdeburg, 1886

: Entwurf für Kaiser-Wilhelm-Denkmal am Deutschen Eck, 1893, das Reiterstandbild wurde von der Firma Georg Ferdinand Howaldt, Inh. Paul Rinckleben, ausgeführt.

: Berolina, zunächst in Gips für den Potsdamer Platz, dann als Treibarbeit für den Alexanderplatz in Berlin, 1894, im 2. Weltkrieg abhanden gekommen, die Wiederherstellung als Guss ist geplant

: Reiterdenkmal Kaiser Wilhelm I. am Kyffhäuser, 1896

: Standbild v. Bismarck für Lübeck

: vier allegorische Figuren auf der Zollbrücke Magdeburg

: Portallöwen auf den Postamenten der Börse (Königsberg)

(Quelle: de.Wikipedia.org)

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