Kampfmittelsondierungen für den «Ersatzneubau Strombrückenzug«
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Kampfmittelsondierungen für den "Ersatzneubau Strombrückenzug"

Vor Beginn der eigentlichen Bauarbeiten wird das Baufeld des Ersatzneubaus Strombrückenzug auf Kampfmittel untersucht. Seit November 2017 ist die Firma “Schollenberger Kampfmittelbeseitigung“ dafür im Einsatz. Da Magdeburg im Zweiten Weltkrieg Ziel zahlreicher Luftangriff war, ist das gesamte Plangebiet als Kampfmittelverdachtsfläche eingestuft. Untersucht wird mit zwei unterschiedlichen Verfahren.
Elektromagnetische Sondierung mittels Messwagen mit Feldgenerator und GPS, 2017
© Bruno Timme

Rund 78.000 m² werden mittels elektromagnetischer Wellen untersucht. Auf dem Foto mäandert ein Mitarbeiter der Kampfmittelbeseitigung den Messwagen durch das Plangebiet. Durch den Messwagen werden elektromagnetische Felder generiert, die durch Störungen im Untergrund deformiert werden. Die Deformationen werden durch Sensoren registriert. Für eine Georeferenzierung mit cm-Genauigkeit läuft ein GPS-Empfänger im RTK-Modus mit. Damit können auch Tageszeichen registriert werden, die eventuell auf die Ursache der Störungen hinweisen.

Das zweite Gebiet mit einer Größe von etwa 27.000 m² wird durch Bohrungen sondiert, die in einem Raster von ca. 1,5 Metern Abstand und bis zu einer Tiefe von 12 Metern eingebracht werden. In den Bohrungen wird mittels 3-Achs-Magnetometern und Fluxgate-Magnetometern sondiert.

Die erste Phase läuft von November 2017 bis in das Frühjahr 2018 auf den zurzeit bereits zugänglichen Teilen des Baufeldes. Die zweite Phase erfolgt im Anschluss bzw. wird baubegleitend ab dem Beginn der Hauptbauleistung durchgeführt.

Übersichtsplan Baufeld

Der blaue Bereich wird elektromagnetisch sondiert, im orangenen Bereich wird im Raster gebohrt.