Aktive Eingliederung
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Förderbereich A: Aktive Eingliederung

Förderbereich zur beruflichen Integration von Personen mit besonderen Vermittlungshemmnissen

Im Rahmen des Förderbereiches A werden Projekte zur Verbesserung der Integrationschancen von arbeitsmarktfernen Arbeitslosen mit ausgeprägten beschäftigungsrelevanten Defiziten und Integrationsschwierigkeiten und daraus resultierendem besonderen Unterstützungsbedarf gefördert. Ziel ist es, durch längerfristige individuelle lösungsorientierte Integrationsbegleitung der Betroffenen bessere Integrationsfortschritte zu erzielen und schließlich ihre berufliche Integration in den ersten Arbeitsmarkt oder in Ausbildung zu erreichen und zu festigen.

Die Rechtsgrundlage für die Durchführung des Wettbewerbs und Umsetzung entsprechender Projekte ist die Richtlinie »Zielgruppen- und Beschäftigungsförderung«. Die Finanzierung erfolgt aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalt.

Zeit vom 01.10.2016 bis längstens 30.09.2019

Zur differenzierten und bedarfsorientierten Unterstützung der vielschichtigen Zielgruppe erfolgte die Ausschreibung von zwei Losen. Es wurden

A) zwei Projekte zur Unterstützung von langzeitarbeitslosen Menschen und

B) ein Projekt zur Unterstützung von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen ausgewählt.

Im Ergebnis der Bewertung aller eingegangenen Projektvorschläge wurden folgende Projekte zur Umsetzung empfohlen:

  • Ausbildungsverbund der Wirtschaftsregion Braunschweig/Magdeburg e. V. –  Projekt im Los A: Aktiv ins Berufsleben
  • BBI - Bildungs- und Beratungsinstitut GmbH – Projekt im Los A: Aktive Eingliederung LZA
  • ems & medi-Z gGmbH – Projekt im Los B: Projekt zur Integration von psychisch beeinträchtigten Frauen und Männern in Arbeit und Ausbildung

Die Umsetzung der drei Projekte begann am 01.10.2016 und endet am 30.09.2019.

Zeit vom 01.11.2019 bis längstens 31.10.2021

Von einer guten Entwicklung des Arbeitsmarktes profitieren nicht alle Arbeitslosen. Besonders die Arbeitslosen, die im Rechtskreis des SGB II betreut werden, werden durch die positive Entwicklung des Arbeitsmarktes und durch die bestehenden Förderprogramme nicht ausreichend erreicht, um eine erfolgreiche Integration auf dem Arbeitsmarkt zu gewährleisten. Maßnahmen zur Qualifizierung, egal ob beruflicher Art oder beispielsweise Sprachcoachings, reichen allein nicht aus, wenn sozialpädagogische Arbeit notwendig ist, um gesellschaftlichem Rückzug entgegenzuwirken und persönliche Herausforderungen im sozialen Umfeld, wie Schulden, Sucht oder prekäre Familiensituationen zu überwinden. Die soziale und berufliche Integration muss parallel angestrebt werden. Obwohl die Arbeitslosigkeit in den letzten Jahren zurückgegangen ist, wird es für arbeitslose Personen mit multiplen Vermittlungshemmnissen, die Leistungen nach SGB II erhalten, immer schwieriger, in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zurückzukehren oder überhaupt einsteigen zu können. Laut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sowie der Universität Halle-Wittenberg seien mehr als ein Drittel der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten im SGB II von psychischen Erkrankungen betroffen oder schon einmal betroffen gewesen.

Zur notwendigen und vor allem bedarfsorientierten Unterstützung der vielschichtigen Zielgruppe erfolgt die Vergabe von drei Losen. Diese Projekte haben am 01.11.2019 begonnen und werden voraussichtlich am 31.10.2021 enden.

Los A: Projekt zur Unterstützung von arbeitslosen Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen aus dem Rechtskreis des SGB II  - Projektträger: Berufsförderungswerk Sachsen-Anhalt gGmbH

Los B: Projekt zur Unterstützung von langzeitarbeitslosen Frauen, arbeitslosen Frauen mit Migrationshintergrund und geflüchteten Frauen mit Aufenthaltserlaubnis (AE) aus dem Rechtskreis des SGB II bzw. mit Registrierung im Rechtskreis des SGB III   - Projektträger: Ausbildungsverbund Braunschweig/ Magdeburg e. V.

Los C: Projekt zur Unterstützung älterer Arbeitsloser ab dem 50. Lebensjahr aus dem Leistungsbezug des SGB II  -  Projektträger: Fortbildungsakademie der Wirtschaft gGmbH