Der Kaiser-Otto-Preis der Landeshauptstadt Magdeburg geht 2009 an Wladyslaw Bartoszewski
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Wladyslaw Bartoszewski - Preisträger des Kaiser-Otto-Preises 2009

Mit der Verleihung des Kaiser-Otto-Preises würdigt die Landeshauptstadt Magdeburg herausragende Leistungen zur Förderungdes europäischen Einigungsprozesses. Der Preis wird alle zwei Jahre vergeben.
Mit dem Kaiser-Otto-Preis 2009 wurde der ehemalige Außenminister der Republik Polen, Wladyslaw Bartoszewski für sein Engagement um eine Politik der Völkerverständigung und der europäischen Föderation sowie sein persönliches und politisches Wirken bei der Förderung und Verbesserung der deutsch-polnischen Beziehungen und der Integration Polens in die europäische Staatengemeinschaft als Teil des gesamteuropäischen Einigungsprozesses gewürdigt.

Überreicht wurde der Preis im Rahmen eines Festaktes am 7. Mai 2009, dem Todestag Kaiser Ottos I., im Dom zu Magdeburg durch Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper. Die Laudatio auf den Preisträger hielt Prof. Dr. Bernhard Vogel, ehemaliger Ministerpräsident Thüringens. Dr. Christoph Bergner, seinerzeit Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesinnenministerium, sprach das Grußwort der Bundesregierung in Vertretung des früheren Innenministers der Bundesrepublik Deutschland Dr. Wolfgang Schäuble.

Die Entscheidung für die Vergabe des zum dritten Mal ausgelobten Kaiser-Otto-Preises der Landeshauptstadt Magdeburg traf ein mit zehn Persönlichkeiten besetztes Preiskomitee unter Vorsitz von Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper. Ausgelobt wird der Kaiser-Otto-Preis von der gleichnamigen Kulturstiftung, die als erste Stiftung Magdeburgs im Jahr 2003 gegründet wurde.

Der Preisträger 2009

Der Kaiser-Otto-Preis 2009 wurde an den ehemaligen Außenminister der Republik Polen, Wladyslaw Bartoszewski, vergeben. Wladyslaw Bartoszewski wurde am 19. Februar 1922 in Warschau geboren. Während des Zweiten Weltkrieges schloss er sich dem Widerstand gegen Deutschland an. Im September 1940 wurde er ins Konzentrationslager Auschwitz verschleppt.

1944 nahm er am Warschauer Aufstand teil. Von 1973 bis 1985 war Bartoszewski Professor für Geschichte an der humanistischen Fakultät der Katholischen Universität in Lublin. Politisch engagierte sich Bartoszewski in der Gewerkschaft Solidarnosc. Von 1990 bis 1995 war er polnischer Botschafter in Wien und von Juni 2000 bis September 2001 Außenminister Polens. 2007 wurde er Staatssekretär in der Kanzlei von Premierminister Tusk und dessen Beauftragter für Außenpolitik. Wladyslaw Bartoszewski engagiert sich im besonderen Maße für die polnisch-deutsche wie für die jüdisch-christliche Versöhnung.

Wladyslaw Bartoszewski verstarb am 24. April 2015 in Warschau, Polen.

zuletzt aktualisiert am 09.05.2019