Vortragsreihe »Wissenschaft im Rathaus«
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Programm der Vortragsreihe „Wissenschaft im Rathaus"  

Wissenschaft im Rathaus heißt es einmal im Monat im Alten Rathaus. Am letzten Montag des Monats präsentieren Magdeburger Wissenschaftler ihre aktuelle Forschung und tauschen dafür ihr Forschungslabor und den Hörsaal mit dem Rathaus.
Archivbild: Wissenschaftssommer 2010 Vortragsreihe  ©  ©jeskodeoring
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Dabei werden aktuelle Forschungsthemen aus unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen beleuchtet, die sowohl die ganze Bandbreite als auch die Schwerpunkte des Wissenschaftsstandorts Magdeburg verdeutlichen.

Die Vortragsreihe „Wissenschaft im Rathaus“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der Magdeburger Forschungseinrichtungen, der Städtischen Volkshochschule und der Stadtverwaltung.

Beginn ist jeweils 19.00 Uhr im Bereich Ausstellung/Empfang.  Die Teilnahme an der Veranstaltung im Alten Rathaus ist kostenlos. Zur Planung der Platzkapazitäten wird um telefonische Voranmeldung in der Städtischen Volkshochschule unter der Rufnummer 03 91/5 35 47 70 gebeten.

Aktuelle Termine

Montag, 24. Juni 2019

Auswirkungen des Dürresommers auf unsere Gewässer
mit Dr. Karsten Rinke - Seenforschung, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ)

Im Sommer 2003 wurde bereits vom "Jahrhundertsommer" gesprochen, aber die Hitzewelle und Dürre in 2018 übertraf alles Bekannte und skizziert die Umweltverhältnisse, die uns bevorstehen. Im Zuge des Klimawandels wird noch die jetzige Generation erleben, dass sich die Temperaturen in empfindliche Bereiche erhöhen und die Wasserverfügbarkeit stark sinkt. Die Auswirkungen auf unsere Gewässer sind dramatisch und beeinflussen sowohl die Wassermenge als auch die Wassergüte. Die fundierte Dokumentation und Analyse der Auswirkungen des Dürresommers 2018 auf unsere Gewässer liefert daher eine Blaupause für die Verhältnisse, die uns in den kommenden Jahrzehnten erwarten.

Montag, 30. September 2019

Moderne Methoden der Impfstoffherstellung
mit Prof. Dr.-Ing. Udo Reichl, Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme Magdeburg

Jedes Jahr zur Herbst-/Wintersaison ist das Thema Grippeimpfung in aller Munde. Vielen Menschen stellt sich dann nicht nur die Frage, ob die aktuelle Wirkstoffkombination die beste Abwehr bietet sondern auch, ob überhaupt ausreichend Impfstoffe zur Verfügung stehen, erst recht wenn eine größere Grippewelle naht. Die Viren für die Herstellung von Impfstoffen gegen Grippe aber auch für viele andere Krankheiten wie etwa Gelbfieber reifen üblicherweise in hunderten Millionen Hühnereiern heran, die aufwändig hergestellt werden müssen.

Im Vortrag zeigt Prof. Udo Reichl auf, wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme in Magdeburg an neuen, effektiveren Methoden arbeiten, mit denen Impfstoffe zukünftig effizienter hergestellt werden könnten, um auf Pandemien und neue aufkommende Krankheiten reagieren zu können. Prof. Udo Reichl ist Geschäftsführender Direktor am Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme Magdeburg und leitet dort die Abteilung System- und signalorientierte Bioprozesstechnik.


Montag, 28. Oktober 2019

Das Orakel im Kopf
mit Dr. Max-Philipp Stenner, Leibniz-Institut für Neurobiologie

Von klein auf machen wir die Erfahrung, dass Veränderungen in unserer wahrgenommenen Umgebung häufig Gesetzmäßigkeiten und oft unserer eigenen Kontrolle unterliegen und dann mit einiger Sicherheit vorhersagbar sind. Wir lernen zum Beispiel, dass wir, wenn wir einen Ball in die Luft werfen, sehen können, wie er sich in eine für uns zumindest ungefähr vorhersagbare Richtung bewegt, bevor er zu Boden fällt oder dass wir eine Änderung der Lichtverhältnisse wahrnehmen, wenn wir einen Lichtschalter drücken. Dieses Lernen findet lebenslang statt, z.B. immer dann, wenn wir mit einem neuen Werkzeug konfrontiert werden.

In aktuellen Theorien zu Wahrnehmung und Bewegungskontrolle nehmen solche Vorhersagen, oder Erwartungen, eine Schlüsselrolle ein. Sie beeinflussen, wie wir unsere Umgebung wahrnehmen, liegen der Stabilität, Präzision und Koordination unserer Bewegungen zugrunde und ermöglichen motorisches Lernen.

Dieser Vortrag gibt anhand von Illusionen und praktisch demonstrierten, einfachen Experimenten einen Überblick über herausragende Funktionen der Fähigkeit unseres Gehirns zu Vorhersagen, und zugleich einen Einblick in die Forschung der Freigeist-Arbeitsgruppe „Motorisches Lernen“ am Leibniz-Institut für Neurobiologie und der Klinik für Neurologie an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

Der Vortrag erläutert zudem, wie eine Veränderung dieser Fähigkeit zu neurologischen Erkrankungen, etwa den Ataxien, und möglicherweise auch zu psychiatrischen Erkrankungen beiträgt, und wie ein besseres Verständnis dieser „Vorhersagefähigkeit“ langfristig möglicherweise neurologische Rehabilitation verändern könnte.


Montag, 25. November 2019

"Gesundheitskompetenz - (nicht) nur ein Bauchgefühl“
mit Maria Schimmelpfennig und Nadine Ladebeck, Fachbereich Soziale Arbeit, Gesundheit und Medien, Hochschule Magdeburg-Stendal

Ein Team von Wissenschaftlerinnen der Hochschule Magdeburg-Stendal entwickelt im Projekt „Landesstrategie für Gesundheit(skompetenz)" eine Plattform in Sachsen-Anhalt, mit dem Ziel die Bevölkerung in ihrer Gesundheitskompetenz zu stärken. Im Rahmen von Vorträgen, Workshops und Diskussionsrunden wird für das Thema sensibilisiert. In seinem Vortrag stellt das Team nicht nur das Forschungsprojekt vor, sondern zeigt anhand eines konkreten Beispieles, wie die Gesundheitskompetenz, insbesondere von älteren Menschen, gestärkt werden kann. Die Strategie wird im Rahmen des Verbundprojektes „Transfer- und Innovationsservice im Bundesland Sachsen-Anhalt“ umgesetzt, gefördert durch das Programm "Innovative Hochschule".

Hier das gesamte Programm des Jahres in der Übersicht