Vortragsreihe »Wissenschaft im Rathaus«
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Programm der Vortragsreihe „Wissenschaft im Rathaus"  

Wissenschaft im Rathaus heißt es einmal im Monat im Alten Rathaus. Am letzten Montag des Monats präsentieren Magdeburger Wissenschaftler ihre aktuelle Forschung und tauschen dafür ihr Forschungslabor und den Hörsaal mit dem Rathaus.
Dabei werden aktuelle Forschungsthemen aus unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen beleuchtet, die sowohl die ganze Bandbreite als auch die Schwerpunkte des Wissenschaftsstandorts Magdeburg verdeutlichen.

Die Vortragsreihe „Wissenschaft im Rathaus“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der Magdeburger Forschungseinrichtungen, der Städtischen Volkshochschule und der Stadtverwaltung.

Beginn ist jeweils 19.00 Uhr im Bereich Ausstellung/Empfang.  Die Teilnahme an der Veranstaltung im Alten Rathaus ist kostenlos. Zur Planung der Platzkapazitäten wird um telefonische Voranmeldung in der Städtischen Volkshochschule unter der Rufnummer 03 91/5 35 47 70 gebeten.

Aktuelle Termine 2020

Nach der Sommerpause geht es wie folgt weiter:

31. August 
„Der Pascha von Magdeburg“ – als erfolgreiches Instrument in Kreativwirtschaft, kultureller Bildung und Integrationsarbeit.
mit Dr. phil. Mieste Hotopp-Riecke, Institut für Caucasica-, Tatarica- und Turkestan-Studien (ICATAT); project fellow am Institut für Geschichte der Akademie der Wissenschaften der Republik Tatarstan

Der Magdeburger Carl Ludwig Detroit, später berühmt als der osmanische Feldherr und Diplomat Mehmed Ali Pascha, ziert nicht nur Bücher, ist nicht nur Gegenstand von Volksmusik und Dokumentarfilmen, sondern auch ein international erfolgreiches Bildungsprogramm ist nach ihm benannt. Mit Hilfe dieser Bildungsmodule wird verborgene, bisher unterschätzte regionale Interkulturgeschichte seit über 15 Jahren als Instrument der kulturellen Bildung vom ICATAT international eingesetzt.

Dieser Vortrag gibt einen Überblick über die Geschichte und Inhalte dieses Bildungsprogramms made in Magdeburg und zugleich einen Einblick in die Forschung und pädagogisch-methodische Zusammenarbeit zwischen der Freigeist-Arbeitsgruppe „Zweiheimisch“ am Institut für Caucasica-, Tatarica- und Turkestan-Studien und der Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt.

28. September
Über 80 und noch geistig fit – Was lernen wir von Super-Agern im Kampf gegen Alzheimer?
Dr. Anne Maass, Deutsches Zentrum für neurodegenerative Erkrankungen (DZNE)

Im Alter lässt bei den meisten Menschen nimmt die geistige Leistungsfähigkeit mit dem Alter ab. Dabei kann ein rapider Abfall des Erinnerungsvermögens auch ein frühes Anzeichen der Alzheimer Krankheit sein, bei der sich Proteine im Gehirn ablagern und zum Absterben von Nervenzellen führen. Während ein leichte Abnahme des Erinnerungsvermögens im Altern normal ist, gibt es auch Menschen die noch im hohen Alter jenseits der 80 geistig fit sind und in Gedächtnistests Werte wie der durchschnittliche 50-Jährige erreichen. Diese werden von Forschern auch als “Super-Ager” bezeichnet. Was macht Super-Ager aus? Wie unterscheiden sich die Gehirne von Super-Agern und welche Faktoren (z.B. Gene, Life Style) könnten zu ihrer Resilienz gegen den altersbedingten kognitiven Abfall führen?

Dieser Vortrag gibt einen Überblick über aktuelle Forschungsergebnisse zum Thema Super-Aging. Dabei wird erklärt, mit welchen bildgebenden Methoden wir die Gehirne von Super-Agern erforschen und welche Besonderheiten die Gehirne von SuperAgern aufweisen. Weiterhin geben wir einen Einblick in aktuelle Studien am DZNE Magdeburg

26. Oktober
Auswirkungen von Niedrigwasser auf die Wasserqualität der Elbe
PD Dr. Norbert Kamjunke, Helmholtz Zentrum für Umweltforschung

Die heißen und trockenen Sommer der Jahre 2018 und 2019 haben in der Elbe zu historisch niedrigen Pegelständen und zu langanhaltenden Perioden von Niedrigwasser geführt. In dem Vortrag wird der Frage nachgegangen, ob und inwieweit dies Auswirkungen auf die Gewässergüte in der Elbe hatte. Um mögliche Auswirkungen festzustellen haben die Wissenschaftler*innen des Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) verschiedene Untersuchungen durchgeführt. Zum einen haben sie mit dem Forschungsschiff Albis sogenannte Fließzeit-konforme Längsbeprobungen der Elbe durchgeführt, bei denen ein „Wasserpaket“ von der tschechischen Grenze bis kurz vor Hamburg in seiner Entwicklung untersucht worden ist. Zum anderen beteiligte sich das UFZ am Sondermessprogramm Niedrigwasser der Flussgebietsgemeinschaft Elbe und führte auch kontinuierliche Sondenmessungen durch. Im Vortrag werden Ergebnisse dieser Untersuchungen vorgestellt und diskutiert.

30. November
Forschen im Verbund: wie geht das und was bringt es?
Prof. Christian Apfelbacher, Universitätsmedizin Magdeburg

Der Forschungsverbund Autonomie im Alter ist im Januar 2016 mit den ersten Projekten gestartet. Das gemeinsame Ziel aller Projekte ist, die Selbstständigkeit älterer Menschen in der Häuslichkeit zu stärken. Er ist damit Teil der Landesstrategie Sachsen-Anhalts, Herausforderungen des demografischen Wandels zu begegnen. Gleichzeitig soll er zur Profilentwicklung der Forschungslandschaft des Landes beitragen, Forschungseinrichtungen untereinander und mit Wirtschaftsunternehmen vernetzen sowie den wissenschaftlichen Nachwuchs fördern. Wissenschaftler*innen und Institutionen aus ganz Sachsen-Anhalt sind beteiligt. Prof. Apfelbacher ist der Verbundkoordinator und wird beispielhaft einige der insgesamt 50 Projekte vorstellen. Der Forschungsverbund wird zu 85 Prozent von der Europäischen Union aus dem regionalen Entwicklungsprogram EFRE/ESF und zu 15 Prozent vom Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung gefördert.

Hier gibt es das Jahresprogramm zum download