Bildungskonferenz 2026: Bildungsgerechtigkeit und digitale Teilhabe
Im Mittelpunkt standen die Fragen, wie Bildungsgerechtigkeit in einer zunehmend digitalen Gesellschaft gelingen kann, welche Chancen Künstliche Intelligenz für das Lernen und die gesellschaftliche Teilhabe bietet und wie sich Desinformation im Netz begegnen lässt.
„Bildung ist eine zentrale Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe“, betonte Oberbürgermeisterin Simone Borris zur Eröffnung. „Digitale Teilhabe wiederum ist heute eine wichtige Basis, um sich in unserer Gesellschaft zu informieren, zu kommunizieren, zu lernen und selbstbestimmt zu handeln.“
Zugleich verwies die Oberbürgermeisterin auf die Chancen und Herausforderungen des digitalen Wandels und der Künstlichen Intelligenz im Bildungsbereich. Entscheidend sei, dass alle Menschen die Chance erhielten, digitale Angebote zu nutzen und die notwendigen Kompetenzen zu entwickeln. Bildungsgerechtigkeit bedeute deshalb auch, einer digitalen Spaltung entgegenzuwirken.
Impulse und Workshops
Den fachlichen Auftakt bildete eine Keynote von Prof. Dr. Steve Nebel von der Universität Potsdam. Er gab Impulse zur Medienbildung als Voraussetzung für Teilhabe in einer digitalen Gesellschaft. In anschließenden Workshops konnten die Teilnehmenden einzelne Themen vertiefen. Im Mittelpunkt standen unter anderem Desinformation und Hass im Netz, Künstliche Intelligenz und Lernen, KI-gestützte Assistenzsysteme und inklusive Teilhabe sowie digitale Teilhabe als Bildungsaufgabe. Auch die Bedeutung von Medienbildung und digitalen Angeboten für unterschiedliche Zielgruppen wurde betrachtet.
Gemeinsam die Magdeburger Bildungslandschaft weiterentwickeln
Beim abschließenden Zukunftsgespräch standen die Erfahrungen und Perspektiven der lokalen Bildungsakteure im Mittelpunkt. Diskutiert wurde, welche Kompetenzen Menschen für eine zunehmend digitale Welt benötigen, vor welchen Herausforderungen Bildungseinrichtungen vor Ort stehen und wie die Zusammenarbeit zwischen ihnen gestärkt werden kann.
Die Bildungskonferenz bot damit nicht nur fachliche Impulse, sondern vor allem Raum für Austausch, Vernetzung und gemeinsame Perspektiven. Die große Resonanz zeigt das Interesse der Magdeburger Bildungsakteure an der Frage, wie Bildungsgerechtigkeit und digitale Teilhabe in einer sich wandelnden Gesellschaft gemeinsam gestärkt werden können.
Die kommunale Bildungskonferenz ist ein wichtiges Forum, um Bildungsakteure in Magdeburg miteinander zu vernetzen, aktuelle Entwicklungen aufzugreifen und gemeinsame Perspektiven für die Bildungslandschaft der Stadt zu entwickeln. Die Konferenz wurde von der Landeshauptstadt Magdeburg im Rahmen des Projekts Bildungskommune Magdeburg veranstaltet, das durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BFSFJ) und die Europäische Union über den ESF Plus gefördert wird.