Bildungskonferenz 2026: Bildungsgerechtigkeit und digitale Teilhabe
Mit diesen Fragen beschäftigt sich die 4. Magdeburger Bildungskonferenz am 15. Oktober 2026 von 9:00-13:00 Uhr im Alten Rathaus Magdeburg. Sie bringt Bildungsakteure aus Bildungseinrichtungen, Schulen, Kitas, Hochschulen, Erwachsenenbildung, Kultur, Verwaltung und Zivilgesellschaft zusammen, um Wissen zu teilen, aktuelle Entwicklungen einzuordnen und gemeinsam über Chancen und Herausforderungen des digitalen Wandels zu diskutieren.
Das erwartet Sie:
- Grußwort
Oberbürgermeisterin Simone Borris eröffnet die Konferenz mit einem Grußwort zu Bedeutung der Thematik für Magdeburg.
- Keynote
Prof. Dr. Steve Nebel von der Universität Potsdam gibt einen Impuls zu Medienbildung als Voraussetzung für Teilhabe in einer digitalen Gesellschaft.
- Workshops
Anschließend können Sie aus verschiedenen Workshops wählen und einzelne Themen vertiefen.
- Den Abschluss bildet ein Zukunftsgespräch, bei dem lokale Bildungsakteure miteinander und mit dem Publikum ins Gespräch kommen. Im Mittelpunkt stehen unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungen und Ideen für die weitere Zusammenarbeit in Magdeburg. Welche Chancen und Herausforderungen des digitalen Wandels erleben die Einrichtungen vor Ort? Was brauchen Schulen, Bildungseinrichtungen und weitere Akteure, um digitale Teilhabe gemeinsam zu stärken? Und wo können Kooperationen ansetzen? Es diskutieren:
- Katja Klaußner, Programmbereichsleiterin Beruf und Karriere der Volkshochschule und Projektleiterin "Fit für die digitale Welt"
- Prof. Stefan Iske, Professur Pädagogik und Medienbildung der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
- Ines Bieler, Referentin Landesschulamt Sachsen-Anhalt/ Digitalität in der Bildung/ Lehramt digital
- Michael E.W. Ney, fbb Forschungsinstitut Betriebliche Bildung/ Zukunftszentrum Digitale Arbeit Sachsen-Anhalt
- Nadia Boltes, Servicestelle digitale kulturelle Bildung der LKJ Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e.V.
Moderation: Franziska Dusch
Workshops
Workshop 1:Wem kann ich noch glauben? KI, Desinformation und Hass im Netz
Desinformation verbreitet sich heute schneller und professioneller denn je. Künstliche Intelligenz erleichtert die Erstellung täuschend echter Bilder, Videos und Texte und stellt Nutzerinnen und Nutzer vor neue Herausforderungen. Im Workshop werfen wir einen praxisnahen Blick auf aktuelle Formen von Desinformation, Deepfakes und KI-generierten Inhalten sowie auf die Mechanismen, mit denen sich Falschinformationen, manipulative Narrative und Hass im Netz in sozialen Medien verbreiten. Anhand konkreter Beispiele werden typische Erkennungsmerkmale, Strategien der Verbreitung und die Rolle von Plattformen und Algorithmen beleuchtet. Gemeinsam diskutieren wir, welche Bedeutung Nachrichten- und Informationskompetenz im Zeitalter generativer KI gewinnt, wo die Grenzen technischer Erkennung liegen und wie ein reflektierter Umgang mit digitalen Informationen gelingen kann. Ziel ist es, aktuelle Entwicklungen einzuordnen und mehr Handlungssicherheit im Umgang mit Desinformation, KI gestützten Inhalten und digitaler Hasskommunikation zu vermitteln.
Workshop 2: Orientierung zu KI in der Bildung
In diesem Workshop werfen wir gemeinsam einen Blick auf so genannte Large Language Models wie ChatGPT, Claude oder Mistral, die den gegenwärtigen KI-Diskurs in der Bildung prägen. Wir lernen, was 'unter der Haube' dieser Technik passiert, wie eine lernförderliche Nutzung gestaltet sein kann und was es dazu braucht. Außerdem betrachten wir auch die ethische Dimension und gesamtgesellschaftliche Herausforderungen. Im Workshop wechseln sich Impulse mit praktischem Ausprobieren und Austausch ab.
Workshop 3: KI und Inklusion
Im Workshop werden Chancen, Grenzen und Risiken von KI-gestützten Assistenzsystemen für gesellschaftliche und soziale Teilhabe diskutiert. Am Beispiel des Projekts Inklusiver Teilhabekompass Sachsen-Anhalt und der Werkstatt-Uni, einem inklusiven Erwachsenenbildungsangebot, werden Ideen vorgestellt, wie KI die digitale Kompetenzentwicklung, Weiterbildung und Teilhabe von Menschen mit und ohne Behinderung in Magdeburg und Sachsen-Anhalt möglicherweise unterstützen könnte. Aktuelle Bedingungen und vorhandene Technikerfahrungen aus fünf Jahren Weiterbildungspraxis an der Professur für Erziehungswissenschaft, Schwerpunkt wissenschaftliche Weiterbildung und Weiterbildungsforschung, bilden die Grundlage dieser.
Workshop 4: Mehr als online - Digitale Teilhabe als Bildungsaufgabe
Digitale Teilhabe bedeutet mehr als Zugang zu Internet und Technik. Vielmehr ist es wichtig, Orientierung im vielfältigen Medienangebot zu finden und kompetent, kritisch und lösungsorientiert mit Technik und Programmen umzugehen. Der Workshop nimmt Zugangsvoraussetzungen, digitale Ungleichheit und Herausforderungen in den Blick und fragt: Welche Kompetenzen brauchen Menschen heute, um digital selbstbestimmt teilhaben zu können und wie kann die Bibliothek als Dritter Ort hier Hilfestellungen geben?
Anhand aktivierender Methoden und konkreter Praxisbeispiele wird gemeinsam erarbeitet, welchen Beitrag Bildungsakteur*innen und außerschulische Lernorte wie Bibliotheken leisten können.