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Slowakische Präsidentin Zuzana Čaputová erhält Kaiser-Otto-Preis

Die slowakische Staatspräsidentin, Zuzana Čaputová, wird mit dem Kaiser-Otto-Preis 2023 geehrt. Damit würdigen Preiskomitee und Kulturstiftung Kaiser Otto ihre europäische Haltung und ihren konstruktiven Einsatz für Rechtsstaatlichkeit, Frieden und Freiheit. Die festliche Verleihung ist am 30. August 2023 im Dom zu Magdeburg.

Slowakische Staatspräsidentin Zuzana Caputova im Portrait © Marián Garaj
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© Marián Garaj

Festakt im Magdeburger Dom am 30. August 2023

Die Preisverleihung ist mitten im Jubiläumsjahr zum 1050. Todestag Ottos des Großen.

„Mit dem wichtigsten Preis der Landeshauptstadt Magdeburg ehren wir in diesem Jahr eine weltoffene und überzeugte Europäerin, die weit über die Grenzen der Slowakei hinaus internationale Hochachtung und Anerkennung genießt und eine klare Position gegen den russischen Angriffskrieg in der Ukraine bezogen hat. Mit Hartnäckigkeit, Überzeugungskraft, Gradlinigkeit und Mut kämpfte Zuzana Čaputová bereits lange vor Antritt ihres politischen Amtes für Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit. Sie avancierte zur Leitfigur für eine demokratische, von liberalen Werten geprägte Slowakei und ist insbesondere politisch aktiven Frauen ein Vorbild“, so Oberbürgermeisterin Simone Borris.

In der Begründung des Preiskomitees heißt es unter anderem:

„In bewegenden und schwierigen Zeiten für Europa, geprägt von großen Krisen, wie wir sie momentan erleben, war und ist Zuzana Čaputová eine engagierte und passionierte Streiterin für fundamentale Werte wie Rechtsstaatlichkeit, Frieden und Freiheit sowohl in ihrem Land als auch in Europa. Die Verteidigung der Demokratie sieht sie als eine der Hauptaufgaben für europäische Politiker*innen ihrer Generation. In der konservativ geprägten Slowakei setzt sie sich mutig und leidenschaftlich für die Gleichberechtigung von Homosexuellen und ethischen Minderheiten ein und engagiert sich unermüdlich für den Klimaschutz. Sie gibt denjenigen eine Stimme, die gesellschaftlich nicht gehört werden und ist ein Vorbild für politisch aktive Frauen.“ 

Die Verleihung des Kaiser-Otto-Preises findet am 30. August 2023 im Dom zu Magdeburg St. Mauritius und Katharina statt. Die Feierstunde wird damit traditionell an dem Ort begangen, der auf das Engste mit Kaiser Otto dem Großen verbunden ist. Er erhob Magdeburg im 10. Jahrhundert zu einem führenden Herrschaftszentrum, das sich in seiner Bedeutung mit Städten wie Aachen, Rom und Konstantinopel messen konnte. Otto I. verhalf Magdeburg zu Weltgeltung.

Der Kaiser-Otto-Preis

Mit dem Kaiser-Otto-Preis werden in der Regel alle zwei Jahre international bedeutende Persönlichkeiten oder juristische Personen gewürdigt, die sich in besonderer Weise um die europäische Verständigung verdient gemacht haben.

Der oder die Preisträger*in erhält eine repräsentative Urkunde und eine Bronzemedaille. Die Medaille zeigt auf der Vorderseite das Relief des Preisträgers, die Rückseite trägt die Inschrift „Kaiser-Otto-Preis der Stadt Magdeburg“. Gestaltet wird die Medaille vom Halleschen Bildhauer Prof. Bernd Göbel. Der Kaiser-Otto-Preis ist nicht dotiert.

Die Ottostadt erinnert mit der Vergabe des Preises, der seinen Namen trägt, nachdrücklich an den bedeutenden sächsischen Ottonen-Herrscher, der von Magdeburg aus im 10. Jahrhundert durch kluge Weltpolitik und Diplomatie ein riesiges Herrschaftsgebiet formierte und den Menschen schließlich Frieden und Wohlstand brachte. In dieser Tradition wird der Preis an herausragende Persönlichkeiten verliehen, die sich in Wort und Tat für freiheitliche Werte, Frieden, Toleranz und Demokratie einsetzen und dazu beitragen, den europäischen Einigungsprozess zu befördern und zu vertiefen.

Bisherige Preisträger

Der Kaiser-Otto-Preis der Landeshauptstadt Magdeburg wurde zum ersten Mal im Jahr des 1200-jährigen Stadtjubiläums 2005 an den Bundespräsidenten a.D., Dr. Richard von Weizsäcker, verliehen. 2007 wurde die damalige Staatspräsidentin der Republik Lettland, Prof. Dr. Vaira Vike-Freiberga, mit dem Kaiser-Otto-Preis geehrt. Im Jahr 2009 ging der Preis an den ehemaligen Außenminister der Republik Polen, Wladyslaw Bartoszewski. 2011 wurde die damalige Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Angela Merkel, mit dem Kaiser-Otto-Preis der Landeshauptstadt Magdeburg ausgezeichnet. Im Jahr 2013 erhielt der Bundesminister a.D., Prof. Dr. h.c. Egon Bahr, den Kaiser-Otto-Preis. 2015 wurde mit der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, OSZE, erstmals eine europäische Institution mit dem wichtigsten Preis der Landeshauptstadt Magdeburg gewürdigt. 2017 wurde die damalige Außenbeauftragte der Europäischen Union, Federica Mogherini, mit dem Kaiser-Otto-Preis geehrt, 2020 der rumänische Staatspräsident, Klaus Iohannis.

25.01.2023