Gedenken: 77. Jahrestag der Zerstörung Magdeburgs
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Gedenken: 77. Jahrestag der Zerstörung Magdeburgs

Anlässlich der Zerstörung Magdeburgs vor 77 Jahren ist am 16. Januar den Opfern von Krieg, Gewalt und Verfolgung mit einer Kranzniederlegung gedacht worden. Neben Oberbürgermeister Dr. Trümper, nahmen auch Dieter Steinecke (Deutsche Kriegsgräberfürsorge), Superintendent Stephan Hoenen sowie Pater Andreas Struck daran teil.

Kranzniederlegung & Gedenkveranstaltungen am 16. Januar

„Wir gedenken am 16. Januar der verheerenden Zerstörung unserer Stadt im vergangenen Jahrhundert. Es ist unsere Pflicht, an dieses dunkle Kapitel der deutschen Geschichte und die zahlreichen Opfer zu erinnern. Wir dürfen sie nicht vergessen, wir müssen diese Erinnerungen wachhalten und aus der Vergangenheit lernen. Nur so können wir verhindern, dass diese grausamen Wege jemals wieder beschritten werden“, mahnt Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper.

Neben dem Oberbürgermeister nahmen weitere Repräsentierende aus Politik, Verwaltung und Kultur der Landeshauptstadt an der traditionellen Kranzniederlegung auf dem Westfriedhof teil. Am Abend des 16. Januars begannen um 21:28 Uhr, dem Zeitpunkt des Beginns der Bombardierung vor 77 Jahren, traditionell die Glocken vieler Kirchen zu läuten. Die Menschen in Magdeburg waren aufgerufen, im Stillen an die Millionen Opfer von Krieg, Gewalt und Verfolgung zu gedenken.

16. Januar - Auftakt von „Eine Stadt für alle“

Die Veranstaltungen der Aktion „Eine Stadt für alle“ vom 16. bis 27. Januar finden, wie letztes Jahr, überwiegend digital statt. Das offizielle „Singen von Friedensliedern“ von und für Menschen in Magdeburg auf dem Alten Markt ist aufgrund der Corona-Pandemie entfallen. Dennoch hat Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper die Aktionswoche als Schirmherr eröffnet. Weitere Informationen zur Aktionswoche gibt es in unserem Artikel: Eine Stadt für alle.

Gedenkkonzerte in Oper, Dom und Forum Gestaltung

Das Theater Magdeburg führte sein traditionsreiches Gedenkkonzert „Für eine friedliche Welt“ unter Anwendung des 2G+-Modells durch. Es wurde die Sinfonie Nr. 9 d-Moll von Ludwig van Beethoven gespielt. Um 21:00 Uhr wurde im Magdeburger Dom durch die evangelische Vikarin Henrike Kant und den katholischen Kathedralpfarrer Daniel Rudloff mit eine ökumenischen Abendandacht an die zahlreichen Opfer erinnert.

Mahn- und Gedenkstein anlässlich der Bombardierung Magdeburgs 1945
Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Trümper mahnt zur Erinnerung an das Leid 1945
Rede vor dem Mahnmal an die Opfer der Zerstörung Magdeburgs von 1945
Schweigemarsch zur Kranzniederlegung anlässlich der Zerstörung Magdeburgs 1945
Schweigeminute Kranzniederlegung: Andacht der Opfer der Zerstörung Magdeburgs

Hintergrund zum 16. Januar 1945

Einer der verheerendsten Militärschläge in der deutschen Geschichte forderte am 16. Januar 1945 unzählige Menschenleben und mündete in der Zerstörung Magdeburgs. Nur wenige Wochen vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs begann um 21.28 Uhr die Bombardierung der Landeshauptstadt durch die Alliierten. Bei dem 28-minütigen Flächenbombardement auf zivile Ziele verloren zahlreiche Menschen ihr Leben und rund 90 Prozent der Altstadt wurden zerstört.