20 Jahre Schülerpraktikum
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20 Jahre Schülerpraktikum „Verfahrenstechnik und Technische Kybernetik“

Seit nunmehr zwanzig Jahren finden Schülerinnen und Schüler, die sich für Biologie, Physik, Mathe und Chemie interessieren, während der Praktikumswoche "Verfahrenstechnik und Technische Kybernetik" Anregungen zur Studien- und Berufswahl. Unter diesem Titel ist das Praktikum zu einem festen Begriff für Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer und die Elternschaft geworden. In den bevorstehenden Osterferien vom 11. bis 14. April 2022 werden 16 Schülerinnen und Schüler aus Magdeburg, Sachsen-Anhalt und dem Bundesgebiet ausgiebig die Forschungsarbeit probieren.

Das Schülerpraktikum „Verfahrenstechnik und Technische Kybernetik“, veranstaltet vom Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme Magdeburg und der Fakultät für Verfahrens- und Systemtechnik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, bietet Einblicke sowohl in die experimentelle Arbeit im Labor als auch in die theoretischen Berechnungen und mathematischen Modellierungen am PC, die allesamt zum ingenieurwissenschaftlichen Arbeiten gehören. Technische und wissenschaftliche Begriffe aus der Grundlagenforschung wie Prozessoptimierung, dynamische Systeme, Modellierung von Epidemien oder eben Verfahrenstechnik und Kybernetik sind nach einer Woche mit praktischem Bezug und anschaulichen Versuchen keine Fremdwörter mehr.

Die Forschungsthemen des Max-Planck-Instituts und der Fakultät für Verfahrens- und Systemtechnik spiegeln sich im Programm wieder. So beginnt der erste Praktikumstag am 11. April 2022 unter anderem mit einer Versuchsreihe zur Nutzung mikrobieller Gemeinschaften in Biogas und einem Anschauungsexperiment zur Herstellung von Nanopartikeln.

Schülerinnen und Schüler arbeiten während des Schülerpraktikums in einem Labor für Verfahrenstechnik im Carnot-Gebäude an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. In diesem Versuch lernen sie mit einer eigens befüllten Glassäule das Prinzip der chromatografischen Trennung von chemischen Substanzen kennen. Die Trennung und Aufreinigung von Zielprodukten sind in der pharmazeutischen Industrie, der Feinchemie und in der Biotechnologie von großem Interesse.

In einem Angebot zu Methoden in der Proteinchemie bekommen die Schülerinnen und Schüler anhand von drei Beispielen einen Einblick in Funktion und Aufgaben von Proteinen, zum Beispiel deren Wirken als Antikörper oder Enzyme. Mit verschiedenen biochemischen Versuchen analysieren sie deren Reinheit und das Molekulargewicht.

Die 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser Praktikumswoche kommen aus 10. bis 12. Klassen in Gymnasien in Magdeburg, dem nördlichen Sachsen-Anhalt, aber auch aus dem weiteren Bundesgebiet wie Potsdam, Hatten, Hinterzarten und sogar aus Virginia, USA.

Die Organisatoren des Praktikums freuen sich, dass nach Zeiten der Lockdowns und der Kontaktbeschränkungen ein persönliches Zusammentreffen mit den Schülerinnen und Schülern wieder möglich ist. „Der persönliche Bezug zu den Betreuerinnen und Betreuern, der direkte Austausch mit Studierenden und Wissenschaftlern, und auch die Freundschaften, die unter den Schülerinnen und Schülern geknüpft werden, sorgen jedes Mal für die besondere Atmosphäre, die dieses Praktikum ausmacht. Dies wird uns auch von den Schülerinnen und Schülern bescheinigt.“, sagt Dr. Andreas Voigt, Koordinator des Praktikums.

Darüber hinaus wird stets auch die Mischung aus Versuchen, Vorträgen und Rahmenprogramm mit Praxisbezug sehr geschätzt. Für die nächste Woche sind nach der Arbeit im Institut und auf dem Uni-Campus gemeinsame Exkursionen in das Otto-von-Guericke-Zentrum (Lukasklause), zum Biomasseheizkraftwerk der Stadtwerke Magdeburg und zum Magdeburger Start-Up Moosaik geplant.

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