Magdeburg setzt auf Wasserstoff
Hilfsnavigation

Magdeburg setzt auf Wasserstoff

Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper hat heute den Industrie- und Gewerbepark Mittelelbe (IGP) in Magdeburg-Rothensee besucht. Er folgte einer Einladung des Geschäftsführers, Dr. Ludger Hellenthal, der vor Ort Projekte zum Ausbau der Wasserstoff-Wirtschaft umsetzen möchte. Diese standen auch im Mittelpunkt des Treffens und sollen langfristig den Standort stärken.  

Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Stadtverwaltung besuchen das IGP am 5.6.2020 © Martin Rieß, Volksstimme Magdeburg
©
© Martin Rieß, Volksstimme Magdeburg
Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Stadtverwaltung besuchen das IGP am 5.6.2020

 

Treffen mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Stadtverwaltung

Wasserstoff wird als Energieträger einen wichtigen Platz im Energieversorgungssystem der Zukunft einnehmen. Um diese Entwicklung voranzutreiben, hat Dr. Hellenthal beim heutigen Besuch die im IGP geplanten Investitionen und Projekte der Wasserstoff-Wirtschaft vorgestellt. Damit soll Wasserstoff zum langfristigen Aufbau eines neuen Wirtschaftszweigs führen und Magdeburg als Wasserstoff-Standort eine Treiberrolle einnehmen. Begleitet wurde der Oberbürgermeister vom Wirtschaftsbeigeordneten Rainer Nitsche, dem Finanzbeigeordneten Klaus Zimmermann, dem Baubeigeordneten Dieter Scheidemann sowie den Geschäftsleitungen der Städtischen Werke Magdeburg GmbH & Co. KG und der Magdeburger Hafen GmbH. 

IGP als Hotspot für die Wasserstoff-Erzeugung

Bereits im November 2018 hat der IGP mit der Eröffnung der ersten Wasserstoff-Tankstelle Sachsen-Anhalts ein Zeichen zur Stärkung der umweltfreundlichen Mobilität in Ostdeutschland gesetzt.  In Zukunft soll im IGP ergänzend eine LNG-Tankstelle nebst nationalem Tanklager entstehen, um die flächendeckende Versorgung mit flüssigem Erdgas auszubauen. Das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF arbeitet in Kooperation mit dem IGP an einem neuen Verfahren zur Wasserstofferzeugung aus lokalen erneuerbaren Energiequellen wie Biomasse, Sonne und Wind per Elektrolyse. Ziel der Forscher ist es, den „grünen“ Wasserstoff in industriellem Maßstab für vielfältige Anwendungen zu erzeugen. Darüber hinaus ist eine Kooperation mit dem ersten Wasserstoff-Binnenschiff „Elektra“ vorgesehen. Es handelt sich hierbei um ein emissionsfreies hybrid-elektrisch angetriebenes Binnenschiff für den Einsatz in der Region Berlin-Brandenburg und zwischen Berlin und Hamburg. Weitere Projekte umfassen eine „power-to-gas“-Einspeisung in das anliegende Ferngasnetz sowie die Vorbereitung für den Import von Wasserstoff.

OB Trümper: Wirtschaftliches Potential für Magdeburg

Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper sagt: „Der Ausbau der Wasserstoff-Wirtschaft in Magdeburg birgt großes wirtschaftliches und umweltpolitischen Potential. Er leistet einen wichtigen Beitrag zur zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit des Standorts und wird uns dabei helfen, die Klimaziele effizient zu erreichen.“

Dabei sei es zum einen wichtig, die politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen zu schaffen, die den weiteren Ausbau nachhaltig unterstützen. Zum anderen müssen sich alle relevanten Stakeholder aktiv für die weitere Entwicklung des Ausbaus einsetzen, um die Investitionsbereitschaft der Unternehmen zu stärken und Magdeburg als Wasserstoff-Standort langfristig zu etablieren.