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Regelungen für den Schulbetrieb bis zu den Sommerferien

Nach dem Beschluss der 6. Eindämmungsverordnung durch die Landesregierung ergeben sich für die Schulen weitere Veränderungen, die voraussichtlich bis zum Ende des Schuljahres gelten werden. Der entsprechende Erlass für die Schulen in Sachsen-Anhalt beinhaltet folgende Festlegungen:
Corona: Schule © peterschreiber.media - stock.adobe.com
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Schließung von Schulen: Konsequenzen für die betroffenen Familien

17.06.2020 Aufgrund der zahlreichen Neuinfektionen Anfang Juni 2020 mussten einige Schulen geschlossen werden. Weitere Informationen finden Sie in der aktuellen Meldung Schließung von Schulen: Konsequenzen für die betroffenen Familien

Regelungen in der Primarstufe/ Grundschulen

In der Primarstufe ist spätestens ab dem 15. Juni der vollständige Präsenzunterricht wiedereinzurichten. Abweichungen vom Mindestabstandsgebot von 1,5 m sind dabei zulässig, soweit das die Unterrichtsorganisation notwendig macht. 

  • Alle Schülerinnen und Schüler sollen dabei grundsätzlich wieder in den ihnen bekannten Lerngruppen/ Klassen von den bisherigen Lehrkräften und pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterrichtet bzw. betreut werden.
  • Grundsätzlich soll jede Lerngruppe/ Klasse über einen eigenen festen Raum verfügen. Alle der Schule darüber hinaus zur Verfügung stehenden Raume dürfen nacheinander von allen Lerngruppen/ Klassen genutzt werden, sofern vor der Nutzung durch eine neue Lerngruppe/ Klasse ausgiebig gelüftet worden ist.
  • Das Zusammentreffen der einzelnen Lerngruppen/ Klassen ist zu vermeiden. Das gilt auch für die Unterrichtspausen sowie nach Möglichkeit für die Zeit vor und nach dem Präsenzunterricht.
  • Offene bzw. teiloffene Unterrichtskonzepte sind grundsätzlich nicht zulässig. Schulen, die vor dem 15. März 2020 nach entsprechenden Konzepten gearbeitet haben, sollen gemäß den räumlichen und personellen Bedingungen feste Lerngruppen/ Klassen bilden und diesen nach Möglichkeit feste Räume zuordnen.
  • Offene bzw. teiloffene Konzepte zu Beginn und am Ende der täglichen Öffnungszeit sind grundsätzlich zu vermeiden. Sofern dieses ausnahmsweise nicht möglich ist, sind die erforderlichen Hygienemaßnahmen einzuhalten und ein mögliches Infektionsgeschehen nachvollziehbar zu machen.

Regelungen in den Allgemeinbildenden Schulen/ Sekundarstufen I und II

In den weiterführenden Allgemeinbildenden Schulen erfolgt der Unterricht bis zum Ende des Schuljahres im Wechsel zwischen Präsenz- und Fernunterricht

  • In den Fällen, in denen bislang eine Aufteilung einer Lerngruppe in mehr als zwei Gruppen erforderlich war, um das Mindestabstandsgebot einzuhalten, ist die Aufteilung auf lediglich zwei Gruppen zu reduzieren. Abweichungen vom Mindestabstandsgebot von 1,5 m sind dabei zulässig, soweit das die Unterrichtsorganisation notwendig macht.
  • Die Notbetreuung an Allgemeinbildenden Schulen, sofern noch notwendig, ist unter den bekannten Bedingungen weiterhin zu gewährleisten. Sie wird vorrangig durch pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Schulsozialarbeitende sichergestellt.

Regelungen in den Berufsbildende Schulen

An den Berufsbildenden Schulen erfolgt neben der Sicherstellung von Abschlussprüfungen die Fortsetzung der Wiederaufnahme des Schulbetriebs nach den jeweiligen schulorganisatorischen Rahmenbedingungen. Dabei findet die Beschulung für einzelne Schulformen und Bildungsgänge weiterhin im Wechsel von Präsenz- und Fernunterricht statt. 

  • Vorrangig sind die Jahrgänge zu berücksichtigen, die im kommenden Schuljahr ihren Abschluss erwerben und Bildungsgänge mit der Beschulung im Blockunterricht.
  • Im Rahmen der dualen Ausbildung sind die Ausbildungsbetriebe rechtzeitig über die Beschulungszeitraume zu informieren.
  • Zur Vermeidung von Lernrückstanden ist, abweichend von der Stundentafel, prioritär Unterricht im berufs- und fachrichtungsbezogenen Lernbereich durchzufahren. Die didaktischen Jahresplane, auch hinsichtlich des kommenden Schuljahres, sind den Bedingungen anzupassen.

Regelungen an Förder- und Sonderschulen

Für Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf in inklusiven Bildungsangeboten und in Förderschulen sowie für Schülerinnen und Schüler, die Sonderunterricht erhalten, sind aufgrund der großen Bandbreite der Schülerschaft zusätzlich sehr komplexe Abstimmungsprozesse und Einzelfallregelungen erforderlich.

  • Die Sorgen der Eltern hinsichtlich der Infektionsgefahr bei diesen Schülerinnen und Schülern sind dabei zu berücksichtigen. Die Frage des Schulbesuchs ist auf Basis des Vertrauens zwischen Elternhaus und Schule ggfs. gemeinsam mit dem Landesschulamt zu klären.
  • Schülerinnen und Schüler, die an einer Vorerkrankung leiden, die das Risiko eines schweren COVID-19-Krankheitsverlaufes erhöht, sollten von der Teilnahme am Präsenzunterricht befreit werden. Sie werden mit Unterrichtsmaterialien versorgt und in die pädagogischen Angebote und ggf. in die Abschlussprüfungen eingebunden.

Musik- und Sportunterricht

Der Schulsport ist wieder möglich. Auch hier sind Abweichungen vom Mindestabstandsgebot von 1,5 m zulässig, soweit das durch die Unterrichtsorganisation unvermeidbar ist. 

Beim Musikunterricht in geschlossenen Raumen ist das Singen und die Benutzung von Blasinstrumenten zu vermeiden.

Hygienekonzepte an den Schulen

Die ordnungsgemäße Reinigung der Schulgebäude und -anlagen ist durch den Schulträger sicherzustellen. Dabei sind die von den Schulbehörden erlassenen Hygiene- und Reinigungspläne gemäß der aktuellen Eindämmungsverordnung zu beachten und umzusetzen.

  • Zur besseren Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln sind entsprechende Schaubilder und Hinweise für alle in der Schule anwesenden Personen gut sichtbar auszuhängen.
  • In allen genutzten Raumen ist auf eine ausreichende Belüftung zu achten, insbesondere in den Pausen.

Mund-Nasen-Schutz in der Schule und im Schülerverkehr

An den Schulen im Land Sachsen-Anhalt besteht keine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Personen, die dieses wünschen, können auf freiwilliger Basis einen Mund-Nasen-Schutz tragen. 

Bei der Benutzung des Schülerverkehrs und des ÖPNV ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes vorgeschrieben.

Präsenzpflicht für Schülerinnen und Schüler

Eltern, die Bedenken wegen des Infektionsgeschehens haben, können eine Beschulung ihrer Kinder im Fernunterricht beantragen. Der Antrag erfolgt durch eine begründete Erklärung gegenüber der Schule und kann jederzeit von den Eltern widerrufen werden.

Die Schülerinnen und Schüler werden dann mit Unterrichtsmaterialien versorgt und in die pädagogischen Angebote und ggf. in die Abschlussprüfungen eingebunden.

Präsenzpflicht für Lehrende und pädagogisches Personal

Die Einteilung der Lehrkräfte und des pädagogischen Personals obliegt der jeweiligen Schulleitung.

Der Präsenzeinsatz von Personen mit einem nachweislich erhöhten Gesundheitsrisiko bei einer möglichen Infektion soll vermieden werden. Die Betroffenen sind aufgefordert, dies bei der Schulleitung anzuzeigen und durch ein ärztliches Attest zu belegen. Lehrkräfte, die auf dieser Grundlage nicht in der Schule präsent, aber im Dienst sind, werden mit ihrer vollen Unterrichtsverpflichtung für den Fernunterricht eingesetzt.