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Eike-von-Repgow-Preis

Mit der Vergabe des Eike-von-Repgow-Preises wie auch des Eike-von-Repgow-Stipendiums sollen die wissenschaftliche und die künstlerische Beschäftigung mit der Geschichte und Kultur Mitteldeutschlands und des Gebiets der mittleren Elbe gefördert sowie mit Eike von Repgow eine bedeutende historische Persönlichkeit gewürdigt werden.

Der Eike-von-Repgow-Preis wird gemeinsam von der Landeshauptstadt Magdeburg und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg verliehen. Die erste Verleihung fand 1998 statt. Seit dem Jahr 2005 wird der Preis alternierend mit dem Eike-von-Repgow-Stipendium verliehen.

 

Rechtshistoriker Prof. Dr. Maciej Mikuła erhält Eike-von-Repgow-Preis

Rechtshistoriker Prof. Dr. Maciej Mikuła erhält Eike-von-Repgow-Preis

Der polnische Rechtshistoriker Prof. Dr. Maciej Mikuła ist mit dem Eike-von-Repgow-Preis geehrt worden. Oberbürgermeisterin Simone Borris und der Rektor der Universität, Prof. Dr. Jens Strackeljan, nahmen die Ehrung gemeinsam in der Johanniskirche vor. Im Rahmen des Festaktes wurde das gleichnamige Stipendium an die junge Archäologin Lena Güßbacher vergeben.

Bild vergrößern: Eike-von-Repgow-Preisträger Prof. Dr. Mikuła und Oberbürgermeisterin Borris © Landeshauptstadt Magdeburg, Andrea Schwingel
von links: Prof. Dr. Stephan Freund (Kuratoriumsvorsitzender Eike-von-Repgow-Preis), Laudatorin Prof. Dr. Danuta Janicka, Prof. Dr. Jens Strackeljan (Rektor Otto-von-Guericke-Universität), Rechtshistoriker und Eike-von-Repgow-Preisträger Prof. Dr. Maciej Mikuła, Oberbürgermeisterin Simone Borris, Franziska Weidinger (Ministerin für Justiz und Verbraucherschutz Sachsen-Anhalt)

Nachwuchswissenschaftlerin Lena Güßbacher: Eike-von-Repgow-Stipendium

Der Eike-von-Repgow-Preis wird gemeinsam von der Landeshauptstadt Magdeburg und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg gestiftet.

Die Vergabe von Preis und Stipendium in einem gemeinsamen Festakt verbindet etablierte internationale Spitzenforschung mit gezielter Nachwuchsförderung. Mit der Verleihung des Preises an Prof. Dr. Maciej Mikuła würdigten Stadt und Universität seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der osteuropäischen Rechtsgeschichte. Mit der Vergabe des Eike-von-Repgow-Stipendiums 2027 wird die Nachwuchswissenschaftlerin Lena Güßbacher bei ihrer Doktorarbeit zu Funden und Befunden eines außergewöhnlichen Gräberfeldes bei Randau-Calenberge zu unterstützt.

Musikalisches Bühnenprogramm zum Magdeburger Eike-von-Repgow-Preis 2026 © Landeshauptstadt Magdeburg, Andrea Schwingel
Eike-von-Repgow-Preisträger und Rechtshistoriker Prof. Dr. Maciej Mikuła © Landeshauptstadt Magdeburg, Andrea Schwingel
Eike-von-Repgow-Stipendiatin Lena Güßbacher © Landeshauptstadt Magdeburg, Andrea Schwingel
Magdeburgs Oberbürgermeisterin Simone Borris Rede zum Eike-von-Repgow-Preis 2026 © Landeshauptstadt Magdeburg, Andrea Schwingel

„Sowohl der Preisträger als auch die Stipendiatin setzen sich mit ihren Forschungsleistungen für den Erhalt und das Verständnis unserer Stadtgeschichte ein“, würdigte Oberbürgermeisterin Simone Borris die wissenschaftlichen Leistungen. „Prof. Dr. Maciej Mikuła ist ein ausgesprochener Kenner des Magdeburger Rechts und seiner internationalen Relevanz, während Lena Güßbacher die Besonderheiten eines Gräberfeldes am Stadtrand von Magdeburg erforscht.“

Vom Land Sachsen-Anhalt begleitete Franziska Weidinger, Ministerin für Justiz und Verbraucherschutz, den feierlichen Rahmen mit einem Grußwort. Die Laudatio auf den diesjährigen Preisträger wurde von Prof. Dr. Danuta Janicka, Eike-von-Repgow-Preisträgerin aus dem Jahr 2004, gehalten. In Anwesenheit hochrangiger Gäste aus Politik, Gesellschaft, Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft bedankte sich Prof. Dr. Maciej Mikuła für die Auszeichnung und stellte seine Arbeit in einem Festvortrag vor.

Die Stipendiatin Lena Güßbacher wurde durch die Laudatio von Dr. Ulrike Theisen, Kuratorin des Dommuseums Ottonianum und der Archäologischen Sammlungen des Kulturhistorischen Museums Magdeburg, gewürdigt und nahm dankend die Urkunde entgegen.

Eike-von-Repgow-Preis 2026 für Prof. Maciej Mikuła

Mit Prof. Dr. habil. Maciej Mikuła ehren die Landeshauptstadt Magdeburg und die Otto-von-Guericke Universität einen Rechtshistoriker mit internationalem Renommee. Er forscht zu den mittelalterlichen Quellen des Magdeburger Rechts. Das Kuratorium zur Preisvergabe würdigt damit seine Verdienste für die Geschichtsforschung. Er habe diese maßgeblich geprägt, indem er zeigt, wie stark die Stadt Magdeburg das östliche Europa über Jahrhunderte beeinflusste.

Spätestens seit seiner Habilitation im Jahr 2018 ist der Rechtshistoriker Prof. Maciej Mikuła einer der europaweit am besten ausgewiesenen Kenner des Magdeburger Rechts. Dieses im Mittelalter in Magdeburg entwickelte Stadtrecht war seiner Zeit weit voraus. Es breitete sich unter anderem im gesamten heutigen Polen aus und regelte dort über Jahrhunderte das friedliche Zusammenleben, den Handel und die Justiz in den Städten.

Eike-von-Repgow-Stipendium 2027 für Lena Güßbacher

Mit dem Eike-von-Repgow-Stipendium 2027 wird die Promotion der Archäologin Lena Güßbacher unterstützt. Sie forscht zu einem Gräberfeld bei Randau-Calenberge, das für seine Region mehrere ausgesprochen spannende Besonderheiten aufweist.

Neben seiner Größe mit mehr als 300 Bestattungen liegen 10 Körperbestattungen vor. Es handelt sich damit um eine der größten Nekropolen, einer archäologisch bedeutenden Begräbnisstätte, ihrer Zeit im Gebiet der unteren Saale und Mittelelbe und nimmt damit eine besondere Stellung ein. Derartige Körpergräber sind eine absolute Ausnahme. Sie stammen aus einer Zeitperiode, in der eigentlich die Leichenverbrennung in Mittel- und Nordeuropa als Bestattungsform dominierte. Mit dem Voranschreiten der Untersuchungen besteht die Möglichkeit, Rückschlüsse auf die Zusammensetzung der Bevölkerung zu ziehen. Die vollständige Aufarbeitung des Gräberfeldes im Rahmen der Promotion von Lena Güßbacher trägt damit zur Erforschung der Geschichte und Kulturentwicklung im Mittelelberaum bei.

Hintergrundinformationen zum Eike-von-Repgow-Preis

Der Eike-von-Repgow-Preis wird gemeinsam von der Landeshauptstadt Magdeburg und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg verliehen. Die erste Verleihung fand 1998 statt.

Im Vertrag über die Verleihung des Eike-von-Repgow-Preises heißt es unter anderem:

„Die Vertragspartner wollen mit diesem Preis die wissenschaftliche Beschäftigung mit der Geschichte und Kultur Mitteldeutschlands und des Gebiets der mittleren Elbe fördern sowie in Eike von Repgow eine bedeutende Persönlichkeit würdigen, die auf dem Boden Sachsen-Anhalts gewirkt hat. Zugleich soll der Preis an die Verbindung dieses Raums mit anderen Teilen Europas erinnern.“

„Der Preisträger soll sich entweder in seinem wissenschaftlichen oder literarischen Werk insbesondere mit der historischen Region Sachsen als Thema der Geschichte, der Rechtsgeschichte, der Germanistik oder der Sozialwissenschaften in herausragender Weise beschäftigt haben oder durch besondere wissenschaftsorientierte Leistungen zur Erforschung der historischen Region Sachsen ausgewiesen sein. Untersuchungsergebnisse über die Wirkung der historischen Region Sachsen auf den west- und osteuropäischen Raum sind erwünscht.“

Der Preis besteht aus einer Bronzestatuette des Magdeburger Bildhauers Heinrich Apel, die Eike von Repgow darstellt. Zugehörig sind eine Ehrenurkunde und ein Preisgeld Höhe von 2.500 Euro.

Hintergrundinformationen zum Eike-von-Repgow-Stipendium

Das Eike-von-Repgow-Stipendium wird seit 1998 ebenfalls gemeinsam von der Landeshauptstadt Magdeburg und der Otto-von-Guericke-Universität verliehen. Es dient der Motivation neuer Forschung, der Unterstützung von Forschungsvorhaben im Bereich des Wissenschaftsnachwuches sowie der weiteren Beschäftigung mit der europäischen Rechtsgeschichte. Das Stipendium wird alle 2 Jahre im Rahmen eines Promotionsvorhabens verliehen und ist mit 15.000 Euro dotiert, von denen die Landeshauptstadt Magdeburg 10.000 Euro trägt. Seit 2024 wird im Rahmen der feierlichen Verleihung des Eike-von-Repgow-Preises auch das gleichnamige Stipendium vergeben.

Der Eike-von-Repgow-Preis

Im Vertrag über die Verleihung des Eike-von-Repgow-Preises heißt es u.a.:

Die Vertragspartner wollen mit diesem Preis die wissenschaftliche Beschäftigung mit der Geschichte und Kultur Mitteldeutschlands und des Gebiets der mittleren Elbe fördern sowie in Eike von Repgow eine bedeutende Persönlichkeit würdigen, die auf dem Boden Sachsen-Anhalts gewirkt hat. Zugleich soll der Preis an die Verbindung dieses Raums mit anderen Teilen Europas erinnern.

Der Preis besteht aus einer Bronzeplastik des Magdeburger Bildhauers Heinrich Apel, die Eike von Repgow darstellt, einer Ehrenurkunde und einer Dotation in Höhe von 2.500 Euro. Die Plastik wurde eigens zum Anlass der Festveranstaltung 800 Jahre Stadtprivileg 1988 geschaffen.

Kuratoriumsmitglieder

Mitglieder des Kuratoriums zur Vergabe des Eike-von Repgow Preises / des Eike-von-Repgow-Stipendiums

Vorsitzender:

Prof. Dr. phil. habil. Stephan Freund
(Geschichte des Mittelalters, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg)

Mitglieder:

Prof. Dr. iur. Heiner Lück
(Ordentliches Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig)

Prof. Dr.-Ing. habil. Jens Strackeljan
(Rektor der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg)

Prof. Dr. Klaus E. Pollmann
(früherer Rektor der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg)

Prof. Dr. Matthias Puhle
(früherer Beigeordneter für Kultur, Schule und Sport der Landeshauptstadt Magdeburg)

Dr. Gabriele Köster (Direktorin der Magdeburger Museen der Landeshauptstadt Magdeburg)

Regina-Dolores Stieler-Hinz (Bürgermeisterin und Beigeordnete für Kultur, Schule und Sport der Landeshauptstadt Magdeburg)

Auswahlkriterien

Das Kuratorium untersteht dem Kulturbüro der Landeshauptstadt Magdeburg. Es besteht aus sieben Personen, von denen drei Mitglieder seitens der Landeshauptstadt Magdeburg entsandt werden. Die anderen vier Mitglieder des Kuratoriums repräsentieren die Otto-von-Guericke Universität Magdeburg. Der Preisträger / die Preisträgerin wird in geheimer Sitzung durch das Kuratorium bestimmt. Vorschlagsberechtigt sind die Oberbürgermeisterin, die Beigeordnete für Kultur, Schule und Sport, die Otto-von-Guericke-Universität oder auch ehemalige Preisträger*innen.

 

Auswahlkriterien:

  • Vergabe an deutsche und ausländische Wissenschaftler*innen, die nicht Mitglied der Otto-von-Guericke-Universität sind.

  • Der Preisträger / die Preisträgerin soll sich entweder in seinem / ihrem wissenschaftlichen oder literarischen Werk insbesondere mit der historischen Region Sachsen als Thema der Geschichte, der Rechtsgeschichte, der Germanistik oder der Sozialwissenschaften in herausragender Weise beschäftigt haben.

  • Der Eike-von-Repgow-Preis kann aber auch an Persönlichkeiten verliehen werden, die sich durch besondere wissenschaftsorientierte Leistungen zur Erforschung der historischen Region Sachsen hervorgetan haben.

  • Untersuchungsergebnisse über die Wirkung der historischen Region Sachsen auf den west- und osteuropäischen Raum sind erwünscht.

Preisträgerinnen und Preisträger

weiterführende Informationen

zuletzt aktualisiert: 28.10.2026