Coronavirus SARS-CoV-2: Fragen und Antworten
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D115 Ihre Behördennummer

Coronavirus SARS-CoV-2: Hotline, Fragen und Antworten

Das „Corona-Virus“ und die täglichen Meldungen haben das Leben in Deutschland fest im Griff. Deshalb gilt es besonnen und ohne Panik zu agieren. Bereits einfache Maßnahmen können helfen, eine Übertragung und Verbreitung des „Corona-Virus“ zu erschweren. Darauf weist das Gesundheits- und Veterinäramt der Landeshauptstadt Magdeburg hin.

Darstellung des Coronavirus © creativeneko - stock.adobe.com
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Bürger*innen, die Fragen oder Anregungen zum Thema haben, können sich unter verschiedenen Service-Nummern an die Landeshauptstadt Magdeburg wenden. So ist die allgemeine

Behörden-Rufnummer 115
montags bis freitags von 8:00 bis 18:00 Uhr besetzt.

Außerdem ist das Gesundheitsamt unter den beiden Telefonnummern:

0391 / 540 6036
0391 / 540 6001

erreichbar.

Corona ist nicht gleich Corona

Als Corona-Virus wird der eigentliche Stamm des Virus‘ bezeichnet, der bereits Mitte der 1960er Jahre identifiziert wurde. Ähnlich wie bei Grippe-Erregern mutiert dieser Stamm und entwickelt sich (in der Regel) zu gefährlicheren Erregern, deren Erkrankungsverlauf oftmals erst erforscht werden müssen, bevor Behandlungsmethoden ergriffen werden können.

Im Falle des umgangssprachlich genannten „Corona-Virus“ handelt es sich medizinisch gesehen bereits um eine Mutation des Stammes, die eine schwere Atemwegs-Erkrankung nach sich ziehen kann.

Eine dieser Mutationen ist der „Corona SARS-CoV-2“ – die Abkürzung „SARS“ ist die englische Abkürzung für „severe acute respiratory syndrome“ und bedeutet im deutschen „Schweres Akutes Atemwegssyndrom“. Die Erkrankung selbst wird als „Covid-19“ bezeichnet. Covid steht für Corona Virus Disease und bedeutet auf Deutsch Corona-Virus-Erkrankung. Die Zahl 19 steht hierbei für 2019 – also dem Jahr, in dem die Krankheit nachweislich ausgebrochen ist.

Aktuelle Zahlen durch das Robert-Koch-Institut und die WHO

Laut Robert-Koch-Institut und den von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vorliegenden Fallzahlen ist der Krankheitsverlauf bei 4 von 5 Menschen, also bei 80 Prozent, eher mild. (Stand Februar 2020)

Verlässliche Angaben möglicher Sterberaten gibt es nicht, da davon auszugehen ist, dass aufgrund der überwiegend mild verlaufenden Erkrankung nicht alle Infektionsfälle erfasst sind.

Als Menschen mit erhöhtem Risiko gilt die Altersgruppe über 60 Jahre und Menschen mit Grunderkrankungen. Hierzu zählen beispielsweise Herzkreislauferkrankungen, Diabetes und Erkrankungen des Atmungssystems. Die aktuell nachweislich meisten Todesfälle traten bei Über-80-Jährigen auf. Diese Angabe beruht auf das Land mit den derzeit meisten Infektionsfällen China. Stand (Februar 2020)

Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch, kann bis zu 14 Tage betragen. Im Durchschnitt beträgt sie 5 bis 6 Tage.

Für detaillierte Informationen gibt es unter Fragen und Antworten des Robert Koch Instituts

Wie kann sich geschützt werden?

Bereits einfache Maßnahmen wie das Einhalten von Hygieneregeln, die im Übrigen auch bei „normalen“ Erkältungs- und Grippeinfektionen gelten, helfen dabei das Risiko einer Infektion und Verbreitung zu verringern.

  1. Halten Sie ausreichend Abstand zu Menschen, die Husten, Schnupfen oder Fieber haben.
  2. Niesen oder husten Sie in die Armbeuge oder in ein Taschentuch- und entsorgen Sie das Taschentuch.
  3. Halten Sie die Hände vom Gesicht frei; vermeiden Sie es, mit den Händen Mund, Augen oder Nase zu berühren.
  4. Waschen Sie regelmäßig und ausreichend lange (mindestens 20 Sekunden) Ihre Hände mit Wasser und Seife, insbesondere nach Husten, Niesen oder Naseputzen.
  5. Zusätzliche Händedesinfektionsmittel sind nicht notwendig.
  6. Atemmasken im privaten Haushalt Schutz sind nicht notwendig und reduzieren nicht die Infektionsgefahr.
  7. Für eine gewisse Zeit sollten wir das Händegeben unterlassen.

Corona + Testverfahren

Coronavirus und Testverfahren

Corona-Virus AdobeStock©peterschreiber © peterschreiber.media - stock.adobe.com
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Wie ist das Vorgehen, wenn ich glaube mich mit Covid-19 angesteckt zu haben, zu einem Erkrankten Kontakt hatte oder aus einem Risikogebiet zurückgekehrt bin?

Bitte wenden Sie sich telefonisch an Ihren Hausarzt, an das Gesundheitsamt unter der Corona-Hotline 0391 / 540 2000 oder beim Patientenservice der Kassenärztlichen Vereinigung unter 116 117. Letztere ist eine einheitliche Behördenrufnummer. Eine Vorwahl ist nicht notwendig.

Bei einem begründeten Verdachtsfall wird Ihnen vom Gesundheitsamt ein Termin für den Besuch in der Fieberambulanz gegeben. Dort wird ein Abstrich erstellt. Das Gesundheitsamt teilt Ihnen dann nach etwa 24 bis 48 Stunden das Ergebnis des Tests mit.

Fällt der Test positiv auf Corona aus, wird Ihnen häusliche Quarantäne verschrieben. Selbstverständlich ist während der gesamten Zeit, den Kontakt zu anderen Personen zu vermeiden.

Wann bekomme ich einen Test?

Es gibt inzwischen keine Begrenzung auf Risikogebiete mehr. Es wird also auch bei Symptomen oder bei Reiserückkehrer*innen aus dem Ausland getestet. Hinweise zum Testverfahren gibt es in dieser Übersicht der KV Sachsen-Anhalt:

Wenn Sie in den letzten 14 Tagen aus dem Ausland zurückgekehrt sind oder Kontakt zu einem Corona-Infizierten hatten UND Symptome wie Husten und Fieber aufweisen, melden Sie sich bitte telefonisch bei Ihrem Hausarzt, beim Gesundheitsamt unter der Corona-Hotline 0391 / 540 2000 oder beim Patientenservice der Kassenärztlichen Vereinigung unter 116 117.

Wie erfahre ich, ob ich eine Kontaktperson eines bestätigten Falls sein könnte?

Die Gesundheitsämter ermitteln nach einer Infektion und informieren sämtliche vom Erkrankten benannten Kontaktpersonen. Sie erhalten somit direkt eine Information vom Gesundheitsamt.

Ein Arbeitnehmer bzw. Freund hat einen Abstrich bekommen. Was soll ich tun?

Bitte wenden Sie sich telefonisch an Ihren Hausarzt oder den Patientenservice der Kassenärztlichen Vereinigung unter 116 117. Die ist eine einheitliche Behördenrufnummer. Eine Vorwahl ist nicht notwendig.

Auf welchen Wegen (E-Mail, Fax, Telefon, usw.) erfährt Ihr Gesundheitsamt von neuen Coronavirus-Infektionen?

Positive Befunde werden durch das Labor unverzüglich an das Gesundheitsamt übermittelt. Dies erfolgt überwiegend per Fax, das gleichzeitig automatisch in das E-Mail-Postfach des Gesundheitsamtes geschickt wird, und auch als Vorabinformation über das Telefon.

Wie groß ist der Anteil der Coronavirus-Meldungen, die das Amt händisch erfassen muss?

Die digital vorliegenden Daten werden einmal am Tag tabellarisch zusammengestellt und eine Statistik der Fallzahlentwicklung, der Geschlechterverteilung und der Altersstruktur der Erkrankten erarbeitet.

An wen genau und in welcher Form übermittelt das Amt die erfassten Fälle weiter?

Die ermittelten Positivfälle werden elektronisch an die obere Gesundheitsbehörde (Landesamt für Verbraucherschutz LAV) und gleichzeitig über ein spezielles Programm an das Robert-Koch-Institut (RKI) übermittelt.

Werden die vom Amt erfassten Daten der Öffentlichkeit elektronisch zur Verfügung gestellt? Falls ja: Wo sind diese zu finden?

Auf der Internetseite des Sozialministeriums des Landes Sachsen-Anhalt bzw. dem
Landesamt für Verbraucherschutz werden die tagesaktuellen Zahlen aller Landkreise und kreisfreien Städte aufbereitet.
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