Konzert: Carolina Lee
Was bleibt, wenn man Schicht für Schicht abträgt? Carolina Lee lebt von Intimität und Reduktion. Jeder Song wirkt wie eine sorgfältig gefaltete Emotion.
Das Berliner Quartett arrangiert die lyrischen Songs von Sängerin Nadja Carolina zu einem minimalistischen Sound, der an die Singer-Songwriterinnen der 70er und den Dream Pop der 90er erinnert. Gitarre, Bass, Schlagzeug und Keyboards fügen sich zu langsamen, traumhaften, fast hypnotischen Kompositionen zusammen. Hinter Nadja Carolinas Melodien, vorgetragen mit dunklem Timbre, verbergen sich Rhythmen, die vage an frühen 90er-Hip-Hop oder 70er-Soul erinnern. Eine psychedelische Gitarre weint leise, eine alte Rhythmusmaschine taucht auf, ein Casio-Keyboard spielt Klänge, die einem John-Carpenter-Soundtrack entliehen sein könnten und ein diskret zurückhaltender Bass hält alles zusammen. Die Texte erzählen von Verlust und Neuanfang, von neuer Liebe, Care-Arbeit und einsamen Nächten in halbleeren Bars.
Carolina Lee doesn't so much jump as they settle in preferably into the space between Suzanne Vega and Beach House, even if there wasn't one there before. Visions Magazin
Als Support präsentiert sich James Dean Kindle aus Pendleton, Oregon: ein amerikanischer Songwriter und Komponist, der Country- und Folk-Traditionen mit experimenteller, ambienter und komponierter Musik verbindet erzählerisches Songwriting trifft auf vielschichtige Soundtexturen.
Sa., 14.11.2026
20:00 bis 22:00 Uhr
Magdeburg
12,00 €