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Start ins Wintersemester

Mit Willkommenswochen und feierlichen Immatrikulationen starten die Otto-von-Guericke Universität und die Hochschule Magdeburg-Stendal in das Wintersemester 2026/27. Rund 4000 Studierende werden ein Studium in Magdeburg beginnen, darunter etwa 1100 Erstsemester an der Hochschule Magdeburg-Stendal und rund 3000 Erstsemester an der Otto-von-Guericke-Universität .  

An der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg sind zum Start des Wintersemesters 2026/27 rund 3.000 Studierende immatrikuliert. Damit liegt bereits vier Wochen vor dem aktuellen Ende der Immatrikulationsfrist die Gesamtzahl mit mehr als 13.100 Studierenden über dem Vorjahresniveau. Die Zuwächse kommen vor allem aus den Wirtschafts-, Informatik- und ingenieurwissenschaftlichen Studienangeboten.

Zugleich wird die Universität internationaler: Rund 5.700 internationale Studierende sind derzeit eingeschrieben, ihr Anteil beträgt damit 44 Prozent. Deren Anteil in Master- und Aufbaustudiengängen steigt um knapp 12 Prozent.

Auch in den Bachelorstudiengängen nimmt die Internationalisierung zu. Obwohl die Gesamtzahl dort aktuell leicht unter dem Vorjahreswert liegt, steigt die Zahl internationaler Bachelorstudierender gleichfalls um 12 Prozent. Diese Angaben (Stand 2. Oktober 2026) sind vorläufig. Die endgültigen Studierendenzahlen liegen erst Ende Oktober 2026 zum offiziellen Einschreibeschluss vor.

Die aktuellen, wenn auch vorläufigen Zahlen zeigten bereits zwei gegenläufige Entwicklungen, so der Rektor, Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan: Die Universität wachse und gewinne weiter an internationaler Attraktivität, zugleich verschiebe sich die Struktur stärker hin zu weiterführenden Studiengängen.

„Wir haben - entgegen einigen Prognosen - weder bei den Bewerbungen, noch bei den Immatrikulationen einen Rückgang zu verzeichnen, sondern sogar Zuwächse, insbesondere in Teilen der unser Profil bestimmenden Ingenieurstudiengänge“, so der Unirektor. „Sachsen-Anhalt braucht Lehrkräfte, IT-Fachleute, Ingenieurinnen und Ingenieure, Ökonomieexperten, Erziehungswissenschaftler oder Soziologen. Wer sie hier ausbilden und für die Region gewinnen will, muss gute Studienbedingungen und verlässliche Perspektiven schaffen“, so Prof. Strackeljan weiter. „In einer Phase hochschulpolitischer Unsicherheit brauchen wir dafür klare Zusagen der neuen Landesregierung für eine tragfähige Finanzierung, freie Wissenschaft und Offenheit für Menschen aus aller Welt. Diese Parameter sind entscheidend dafür, ob Studierende sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weiterhin nach Sachsen-Anhalt kommen oder auch hierbleiben.“

Den offiziellen Auftakt des Semesters bildet traditionell die am 5. Oktober 2026 stattfindende Feierliche Immatrikulation. Im Opernhaus Magdeburg werden die Studierenden und ihre Angehörigen von der Universitätsleitung, Kommilitonen sowie Gästen aus Politik, Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft begrüßt. Der Vize-Chancellor der schwedischen Partneruniversität Gävle, Anders Kottorp, wird eine Videobotschaft an die Studierenden richten und sie als Teil eines europäischen Hochschulcampus der Hochschulallianz EU GREEN willkommen heißen, deren Mitglied die Universität Magdeburg ist.

Hochschule Magdeburg-Stendal 

Am 6. Oktober 2026 beginnt das Abenteuer Studium an der Hochschule Magdeburg-Stendal für 1.100 neue Studierende. Rektorin Prof. Dr. Susanne Borkowski begrüßt die Bachelor- und Master-Studierenden an beiden Standorten. Die feierliche Immatrikulation in Magdeburg findet traditionell auf der Seebühne im Elbauenpark statt. 

An der Hochschule werden etwa 1.100 neue Studierende zum Wintersemester erwartet, davon in Magdeburg 750, in Stendal 350. Es gab etwa 2.500 Bewerbungen. 

Die stärksten Studiengänge nach Zahl der Erstsemester sind in Magdeburg: Soziale Arbeit mit 109, Bauingenieurwesen mit 75, Gesundheitsförderung und -management 68 sowie Bauingenieurwesen (dual) 29 (alle Bachelor), Sicherheit und Gefahrenabwehr mit 55 Einschreibungen. In Stendal liegen die Studiengänge Rehabilitationspsychologie mit 84, Angewandte Kindheitswissenschaften (Bachelor) mit 66 und Nachhaltige BWL mit 58 Einschreibungen vorn. Die Gesamtzahl der Studierenden liegt etwa bei 5.000. Auch hier kann es kann noch zu Veränderungen kommen. Die offizielle Statistik erscheint erst Ende Oktober.

Neues Semester, neuer Uni-Campus 

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg startet mit einer klimafreundlichen Energieversorgung und einem neugestalteten Campus in das Wintersemester 2026/27. 

In den vergangenen zwei Jahren hat die Universität bei laufendem Betrieb jahrzehntealte Versorgungstechnik ersetzt, ihre Solarstromproduktion ausgebaut und zentrale Campusbereiche umgestaltet. Unterirdische Zisternen speichern künftig bis zu 62.500 Liter Regenwasser für die Bewässerung von Bäumen und Grünflächen. Im Welcome Center werden Beratungsangebote für internationale Studierende gebündelt, um ihnen den Einstieg in den Unialltag und das Ankommen in Magdeburg zu erleichtern. An der Universität studieren Menschen aus mehr als 100 Nationen.

„Wenn wir weiterhin kluge Köpfe für Magdeburg gewinnen wollen, müssen wir ihnen mehr bieten als gute Hörsäle und Labore: einen Campus, auf dem sie gut ankommen, gern bleiben und Teil unserer universitären Gemeinschaft werden“, sagt Rektor Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan. „Mit der neuen Energieversorgung und den zusätzlichen Lern- und Begegnungsorten haben wir viel erreicht. Diesen Weg gehen wir weiter – mit mehr Grün auf dem Campus und dem geplanten Ausbau unserer Solarstromerzeugung.“

Der Umbau umfasst folgende Schwerpunkte:

Neue Energieversorgung senkt CO₂-Ausstoß deutlich
Seit Anfang 2026 ist der Campus am Universitätsplatz an das Fernwärmenetz der Städtischen Werke Magdeburg angeschlossen. Eine neue zentrale Versorgungsanlage, erneuerte Wärmenetze und neue Kältenetze bilden die Grundlage für die jährliche CO₂-Einsparung von 91 Prozent bei der Wärme- und Kälteerzeugung. Das Land Sachsen-Anhalt stellte für die Umsetzung des Energiekonzepts 22,2 Millionen Euro bereit.

Solarstrom vom eigenen Campus
An den beiden innerstädtischen Standorten waren Anfang 2026 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 1,5 Megawatt Peak installiert. Sie befinden sich unter anderem auf der Universitätsbibliothek, auf weiteren Fakultätsgebäuden und über zwei Tennisplätzen. Geplante Solar-Carports am Campus Zschokkestraße könnten die Gesamtleistung perspektivisch auf rund 2,5 Megawatt Peak erhöhen und zusätzliche Ladepunkte für Elektrofahrzeuge ermöglichen.

Neue Campus-Allee verbindet Stadt und Universität
Zwischen dem Welcome Center an der Uniporta an der Gareisstraße und dem Mensavorplatz entstand eine verkehrsberuhigte Verbindung, die in den kommenden Tagen fertiggestellt wird. Versickerungsfähige Beläge und Rasengitter aus Recyclingmaterial reduzieren dort die versiegelte Fläche um 40 Prozent. Neue Fahrradständer, eine bessere Beleuchtung, Leitstreifen für Menschen mit Sehbeeinträchtigung und eine rollstuhlgerechte Gestaltung erleichtern die Wege über den Campus. Gemeinsam mit der Initiative „otto pflanzt“ sollen in den kommenden Wochen mindestens zehn Bäume auf der Grünfläche entlang der Allee gepflanzt werden.

Mehr Raum für Lernen und Austausch

Auf ehemaligen Parkplätzen ist ein Studierendenhaus entstanden. Ein Café, Lern- und Loungebereiche sowie Veranstaltungsräume bieten Platz für Gruppenarbeit, studentische Initiativen und Begegnungen. Auch die modernisierte und umfassend umgestaltete Universitätsbibliothek schafft mit neuen Leselandschaften, Gruppenarbeitsräumen und Eltern-Kind-Bereichen bessere Lern- und Arbeitsbedingungen. Das Land unterstützte den Bibliotheksumbau mit rund 5,9 Millionen Euro.

Quelle: Pressestelle Hochschule und OVGU