Neue Ansprechpartnerinnen unterstützen bei Fragen rund um Barrierefreiheit und Teilhabe
Örtliches Teilhabemanagement bringt Inklusion in Magdeburg voran
In Magdeburg hat eine kommunale Koordinierungs- und Beratungsstelle für die gleichberechtigte Teilhabe und Inklusion von Menschen mit Behinderungen oder Beeinträchtigungen ihre Arbeit aufgenommen. Das sogenannte Örtliche Teilhabemanagement hat für den direkten Austausch an jedem vierten Donnerstag im Monat von 9.00 bis 11.00 Uhr eine offene Sprechstunde. Ort ist der Raum 235 des Sozial- und Wohnungsamtes im Wilhelm-Höpfner-Ring 4. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Mit dem Projekt sollen nicht nur einzelne Barrieren abgebaut, sondern langfristig die Voraussetzungen für mehr gleichberechtigte Teilhabe geschaffen werden. Die Perspektiven und Erfahrungen von Menschen mit Behinderungen spielen dabei eine wichtige Rolle.
„Inklusion ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und kann nur dann gelingen, wenn die Beteiligung der Menschen mit Behinderungen als Expertinnen und Experten in eigener Sache zusammen mit Verwaltung und Zivilgesellschaft zur Selbstverständlichkeit wird“, erklärt Dr. Ingo Gottschalk, Beigeordneter für Soziales, Jugend und Gesundheit. „Das Örtliche Teilhabemanagement schafft dafür wichtige Verbindungen und gibt neuen Impulsen Raum.“
Eine wichtige Aufgabe der Teilhabemanagerinnen ist es deshalb, die Bedingungen für Teilhabe vor Ort zu erfassen und zu beurteilen. Die beiden Projektmitarbeiterinnen werden unter anderem den Fragen nachgehen, wo Barrieren bestehen, welche Angebote bereits gut zugänglich sind, wo Handlungsbedarf besteht und welche Lösungen gemeinsam entwickelt werden können.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Stärkung eines lokalen Inklusionsnetzwerkes. Dafür arbeiten die Teilhabemanagerinnen mit Vereinen, Verbänden, sozialen Einrichtungen, Selbstvertretungsorganisationen, Bildungseinrichtungen, Unternehmen und weiteren Akteurinnen und Akteuren zusammen. Ziel ist es, bestehende Strukturen zu vernetzen, den Austausch zu fördern und gemeinsame Aktivitäten für mehr Teilhabe anzustoßen.
Das Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert. Es unterstützt die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) auf kommunaler Ebene. Das Örtliche Teilhabemanagement ist die für Bürgerinnen und Bürger, die Verwaltung und vielen weitere Akteurinnen und Akteuren vor Ort tätig.
Die Teilhabemanagerinnen stehen bei Fragen oder Anliegen zum Thema Inklusion auch telefonisch unter der Rufnummer 0391/540 3282, per E-Mail an teilhabe@stadt.magdeburg.de oder per Post an Landeshauptstadt Magdeburg, Örtliches Teilhabemanagement, Wilhelm-Höpfner-Ring 4, 39112 Magdeburg zur Verfügung.