Leben mit dem roten Stern - Magdeburg als sowjetische Garnisonsstadt
Finale der Stadtgeschichtlichen Sommerabende 2026
Das Stadtarchiv lädt am 29. September um 19.00 Uhr im Kaiserin-Adelheid-Foyer des Alten Rathauses zum letzten Stadtgeschichtlichen Sommerabend in diesem Jahr ein. Der Magdeburger Zeithistoriker Dr. Daniel Bohse greift ein zentrales Thema der jüngeren Stadtgeschichte auf, dass bis in die Gegenwart von Bedeutung ist. Alle interessierten Magdeburgerinnen und Magdeburger sowie Gäste der Stadt sind eingeladen. Der Eintritt ist frei.
An Richtungsanzeiger in russischer Sprache an wichtigen Straßenkreuzungen oder an mit grün gestrichenen Bretterzäunen abgesperrte Straßenzüge mit bewaffneten Posten werden sich nicht mehr viele Magdeburger erinnern können. Wohl eher im Gedächtnis geblieben sind die im Stadtbild präsenten Militärfahrzeuge oder der Anblick sowjetischer Offiziere, die mit ihren Ehefrauen und Kindern an Sonntagen den Zoo besuchten. All diese Erinnerungen verbinden sich mit der fast 50 Jahre andauernden Funktion Magdeburgs als sowjetische Garnisonsstadt. Bis zu ihrem Abzug in den Jahren 1991 bis 1994 beherbergte die Stadt einer der größten Standorte der Westgruppe der sowjetischen Streitkräfte.
In seinem Vortrag versucht Dr. Daniel Bohse, Leiter der Gedenkstädte Moritzplatz Magdeburg, sich der sowjetischen Garnison und dem Leben mit dem Roten Stern aus verschiedenen Richtungen anzunähern: über Orte, Ereignisse, Erlebnisse und Biografien. Unter anderem geht es um die Fragen, was genau ein „Leben mit dem Rotem Stern“ für die Einheimischen bedeutete und welche Orte im Stadtbild damit in Verbindung stehen.
Alle Interessierten sind dazu herzlich willkommen.
Das Programm der Veranstaltungsreihe gibt es im Internet unter www.magdeburg.de/stadtarchiv oder als Flyer.