Kinderschutz-Netzwerk diskutiert über aktuelle Herausforderungen
Fachtagung zur Gewaltprävention im Alten Rathaus
Die Themen der Workshops zeigten die Bandbreite der Herausforderungen im Kinderschutz:
- neue Formen digitaler sexualisierter Gewalt
- Hilfen für Opfer und das neue soziale Entschädigungsrecht
- Umgang mit grenzverletzendem und sexualisiertem Verhalten von Kindern und Jugendlichen
- Geschlechtervielfalt, Selbstbestimmung und Identitätsentwicklung
Ein Workshop widmete sich der Frage, was von sexualisierter Gewalt betroffene Kinder und Jugendliche benötigen und wie Fachkräfte angemessen reagieren können, wenn sich Betroffene ihnen anvertrauen.
„Die Herausforderungen im Kinderschutz verändern sich stetig. Digitale Gewalt, sexualisierte Grenzverletzungen, Fragen der Identitätsentwicklung und der Schutz sowie die Unterstützung von Betroffenen erfordern von Fachkräften aktuelles Wissen und Handlungssicherheit“, sagte der Beigeordnete für Soziales, Jugend und Gesundheit, Dr. Ingo Gottschalk auf der Veranstaltung. „Kinderschutz gelingt dort, wo Fachkräfte unterschiedlicher Einrichtungen und Professionen miteinander im Gespräch bleiben, Erfahrungen teilen und ihre Kompetenzen miteinander verbinden.“
Die Veranstaltung bot Gelegenheit, Fachwissen zu erweitern, neue Perspektiven kennenzulernen und konkrete Impulse für den beruflichen Alltag mitzunehmen. Als besonders wichtig wurde dabei der fachliche Austausch über die Grenzen einzelner Arbeitsbereiche hinweg erkannt. Organisiert wurde die Fachtagung von der Koordinationsstelle Kinderschutz des Jugendamtes gemeinsam mit der Arbeitsgruppe der Kinderschutzfachkräfte, der Facharbeitsgruppe des Netzwerkes Kinderschutz und Frühe Hilfen sowie weiteren Fachkräften aus dem Bereich.
Das inzwischen 5. Jahrestreffen unterstrich die enge Vernetzung und die erfolgreiche Zusammenarbeit zum Thema Kinderschutz in Magdeburg. Gleichzeitig setzte die Veranstaltung einen wichtigen Impuls, um Kinder und Jugendliche wirksam vor Gewalt zu schützen, ihre Rechte zu stärken und ihnen ein sicheres und selbstbestimmtes Aufwachsen zu ermöglichen.