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Ehemaliges RAW-Gelände: Spatenstich zum 800-Millionen-Projekt

Das geplante Wohnquartier „Rawsburg“ auf dem ehemaligen Gelände des Reichbahnausbesserungswerkes im Magdeburger Südosten nimmt Gestalt an. Am 21. August 2026 erfolgte der offizielle Spatenstich. Oberbürgermeisterin Simone Borris und Ministerpräsident Sven Schulze gratulierten vor Ort Investor Prof. Dr. Hüseyin Altaş zu diesem Meilenstein des Großprojektes.

Spatenstich für "Rawsburg" mit Magdeburgs Oberbürgermeisterin Borris Landeshauptstadt Magdeburg, Lara Eckstein

Ehemaliges RAW-Gelände in Salbke

Zu diesem besonderen Anlass waren auf Einladung des Investors Prof. Dr. Hüseyin Altaş auch viele internationale Gäste zu Besuch in der Stadt, darunter auch der Botschafter der Republik Türkei S.E. Görhan Turan.

„Der erste Spatenstich ist ein Zeichen für die große Veränderung, die auf dem ehemaligen Gelände des Reichsbahnausbesserungswerkes sichtbar wird. Die ‚Rawsburg‘ ist eine der größten geplanten Investitionen zur Quartiersentwicklung in den kommenden Jahren und ein herausragendes Projekt zur Belebung des gesamten südöstlichen Stadtgebietes. Viele Magdeburgerinnen und Magdeburger verbinden mit dem RAW ganz persönliche Erinnerungen. Daher ist die Begeisterung, dass hier endlich etwas passiert, überall in der Stadt spürbar“, betont Oberbürgermeisterin Simone Borris.

Modell der geplanten "Rawsburg" im südwesten Magdeburgs Landeshauptstadt Magdeburg, Lara Eckstein

Die deutsche Tochtergesellschaft der Altaş-Holding, die Rawsburg GmbH, plant auf dem rund 250.000 Quadratmeter großen Gelände die Entstehung eines modernen Stadtquartiers mit rund 2.000 Wohnungen, Gewerbe- und Büroflächen sowie Angeboten zu Sport, Bildung, Kultur, Einkäufen, Gastronomie, ärztlicher Versorgung und Mobilität. Insgesamt werden rund 800 Millionen Euro in das Projekt investiert. Sichtbar wird die Entwicklung des Quartiers bereits durch die begonnene Sanierung der historischen Kopfbauten im Eingangsbereich des Areales sowie den Bauvorbereitungen, wie beispielsweise für erste Wohngebäude entlang der Magistrale Alt Salbke.

Das Reichsbahnausbesserungswerk in Salbke war zu Zeiten der DDR einer der größten Arbeitgeber in der Stadt und identitätsstiftend für die gesamte Region um Magdeburg. Seit den 1990er-Jahren entwickelte sich das aufgegebene Areal in einen „Lost Place“ mitten im Stadtgebiet. Jetzt ist es eines der größten Revitalisierungsvorhaben des Landes Sachsen-Anhalt. Die historische Identität des Flächendenkmales bleibt erhalten und wird durch energieeffiziente, nachhaltige Neubauten mit hoher Aufenthalts- und Lebensqualität sowie die Pflanzung von 400 neuen Bäumen ergänzt.