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Mehr als 2.700 Personen beteiligten sich an Befragung zur Großen Diesdorfer Straße

Bis zum 27. Juli 2026 konnte an einer anonymen Online-Umfrage teilgenommen werden, die sich mit der Einschätzung der Verkehrsführung zwischen Gerhart-Hauptmann-Straße und Arndtstraße befasst. Dieser Straßenabschnitt wurde 2025 fahrradfreundlich umgebaut, was auf unterschiedliche Resonanz gestoßen ist. Die Ergebnisse sollen in künftige Entscheidungen einfließen. Die Befragung ist nun beendet.


Online-Umfrage bis 27. Juli 2026

Ziel der Befragung ist es, die Akzeptanz und Praxistauglichkeit der Maßnahmen zu bewerten und eine fundierte Grundlage für künftige Entscheidungen zu ähnlichen Vorhaben zu schaffen. Die Fragen sind leicht verständlich, die Menüseiten kurz und übersichtlich. Dadurch ist die Beantwortung in wenigen Minuten möglich.

Die Auswertung der Online-Umfrage wird durch die Stadtverwaltung erfolgen. Die Ergebnisse werden aufbereitet und zum Jahresende in Verbindung mit weiteren Erkenntnissen dem Stadtrat und der Öffentlichkeit vorgestellt. Eine abschließende Bewertung nach Ende der derzeitigen Testphase wird 2027 einfließen.

(abgeschlossen)

Ergebnisse fließen in künftige Entscheidungen ein

Mehr als 2.700 Personen haben sich in den vergangenen Wochen an der Online-Umfrage zur Mobilität in einem Teilabschnitt der Großen Diesdorfer Straße beteiligt. Gefragt war eine anonyme Einschätzung zur Verkehrsführung zwischen Gerhart-Hauptmann-Straße und Arndtstraße. Diesen Straßenabschnitt hat die Landeshauptstadt im vergangenen Jahr fahrradfreundlich umgebaut, was auf unterschiedliche Resonanz gestoßen ist.

Ziel der Befragung war es deshalb, die Akzeptanz und Praxistauglichkeit der Maßnahmen zu bewerten und eine fundierte Grundlage für künftige Entscheidungen zu Vorhaben in vergleichbaren Straßenräumen zu schaffen.

„Die große Resonanz auf die Befragung ist beeindruckend. Einmal mehr wird damit der Stellenwert der von uns forcierten Bürgerbeteiligung in Magdeburg deutlich“, bilanziert Oberbürgermeisterin Simone Borris. „Mein Dank gilt allen, die sich beteiligt und ihre Meinung abgegeben haben. Die Stadtverwaltung wird die Ergebnisse aufbereiten und bis zum Jahresende in Verbindung mit weiteren Erkenntnissen dem Stadtrat und der Öffentlichkeit vorstellen. Die Schlussfolgerungen fließen auch in die abschließend geplante Evaluation nach dem Ende der derzeitigen Testphase 2027 ein.“

Hintergrund

Im Spätsommer 2025 wurden auf einem Teilabschnitt der Großen Diesdorfer Straße verschiedene Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für Radfahrende realisiert. In diesem Zusammenhang entstand im Abschnitt zwischen Gerhart-Hauptmann-Straße und Arndtstraße auf beiden Seitens jeweils ein „geschützter Radfahrstreifen“ (englisch Protected Bike Lane), der durch Leitschwellen von der Kfz-Fahrbahn getrennt ist. So soll flächensparsam zur Erhöhung der Verkehrssicherheit beitragen werden.

Am Knotenpunkt mit der Gerhart-Hauptmann-Straße wurde auf der Großen Diesdorfer Straße in beiden Richtungen die sogenannte „Leipziger Kombispur“ testweise eingeführt. Hierbei handelt es sich um eine Mischspur mit besonderer Pfeilmarkierung. Hier sollen Radfahrende auch unter beengten räumlichen Bedingungen eine möglichst durchgehende und weitgehend eigene Spur zur Verfügung haben. Mit der „Leipziger Kombispur“ steht im Kreuzungsbereich auf der Großen Diesdorfer Straße die jeweils rechte Fahrspur dem Kfz-Rechtsabbiegeverkehr sowie dem nach rechts und geradeaus fahrendenden Radverkehr zur Verfügung. Der übrige Kfz-Verkehr teilt sich mit den Straßenbahnen das jeweilige Gleis der MVB.

Dadurch reduziert sich der Kfz-Verkehr auf der rechten Spur im Wesentlichen auf abbiegende Fahrzeuge, was sowohl die tatsächliche als auch die subjektiv empfundene Verkehrssicherheit sowie den Komfort insbesondere für Radfahrende erhöht.

Beide Maßnahmen „geschützter Radfahrstreifen“ und „Leipziger Kombispur“ wurden im Rahmen eines Pilotvorhabens zunächst testweise umgesetzt, da in Magdeburg bislang nur begrenzte Praxiserfahrungen vorliegen. Die auf 2 Jahre angelegte Testphase endet im IV. Quartal 2027 und ermöglicht es, die Maßnahmen unter realen Bedingungen zu erproben und bei Bedarf nachzusteuern.