Untere Wasserbehörde
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Untere Wasserbehörde

Untere Wasserbehörde

Die untere Wasserbehörde der Landeshauptstadt Magdeburg hat den gesetzlichen Auftrag, die Oberflächengewässer und das Grundwasser vor vermeidbaren Beeinträchtigungen zu schützen, sie zu erhalten und soweit wie möglich Flüsse und Bäche zu renaturieren. Die dazu notwendige Gefahrenminimierung wird durch Beauflagung und Überwachung der Gewässerbenutzungen, wie Entnahmen und Einleitungen von und in Gewässer sowie Indirekteinleitungen, gewährleistet. Das Gebot der sparsamen Verwendung der bestehenden Ressourcen an Oberflächen- und Grundwasser wird auch dadurch sichergestellt.    

Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen, die ordnungsgemäße Errichtung von baulichen Anlagen in, an, über und unter oberirdischen Gewässern, sowie in Überschwemmungsgebieten unterliegen ebenso der behördlichen Genehmigungs- und Aufsichtspflicht.                                                                            

Ein weiteres Aufgabengebiet umfasst die die Hochwasssernachsorge, die in einem ersten Schritt die Verbesserung des Abflussvermögens des eingestauten Grundwassers durch das vorhandene Grabensystem im ostelbischen Poldergebiet, nach Hochwasserereignissen bzw. langanhaltenden Starkniederschlägen, erreichen soll.                                         

Bei Verunreinigungen von Gewässern mit wassergefährdenden Stoffen bzw. Abwasser, oder der drohenden Gefahr,  ist die untere Wasserbehörde als Gefahrenabwehrbehörde tätig.

 

Herr Grögor  

5402635  

Hochwassernachsorge

Herr Rosenhahn   

5402766   

Anlagen an Gewässern, wassergefährdende Stoffe

Frau Lerch   

5402761   

Gewässerbenutzungen, Indirekteinleitergenehmigungen

Frau Risch  

5402771   

Gewässerbenutzungen, Indirekteinleitergenehmigungen

Frau Isecke   

5402773   

Anlagen an Gewässern, wassergefährdende Stoffe

Herr Guntern

Frau Herrmann

Frau Ellermann

5402565

5402502

5402730

Abwasser

Trinkwassernotversorgung, Grundstücksbewirtschaftung

Gewässerbenutzungen, Indirekteinleitergenehmigungen

 

Mit Inkrafttreten der Verordnung über die Durchführung der Schifffahrt auf den Gewässern und in den Häfen des Landes Sachsen-Anhalt (Landesschifffahrts- und Hafenverordnung – LSchiffHVO) am 01. Juli 2009 hat der Hafenbetreiber in einer Hafenbetriebsregelung Einzelheiten des Betriebes und der Nutzung des Hafens, des Hafengebietes und der Hafenanlagen, Besonderheiten des Verhaltens sowie die für die Arbeitssicherheit und den Brandschutz erforderlichen Regelungen festzulegen. Diese Hafenbetriebsregelung gilt für den Binnenhafen Magdeburg mit seinen Hafenbereichen Industriehafen, Kanalhafen, Hansehafen incl. KLV-Terminal sowie Umschlagstelle Glindenberger Weg. 

Hafenbetriebsregelung

Übersichtskarte

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Formulare

Formulare

Die untere Wasserbehörde bearbeitet und erteilt Erlaubnisse für folgende Gewässerbenutzungen, Merkblatt:
  • Regen-, Abwassereinleitung in ein Gewässer (Oberflächengewässer oder Grundwasser) - z.B. für
  • Wasserentnahmen aus Oberflächengewässern bzw. aus dem Grundwasser
  • Grundwasserabsenkungen ( vorübergehender Natur) z.B. für Baumaßnahmen (Antrag)
  • Versickerungserlaubnis für Poolwasser (Antrag)
  • Gewässerbenutzungen in Form von Mulden-, Rigolen- oder Schachtversickerungen von Regenwasser oder Einleitung nach vorheriger Sammlung in ein Oberflächengewässer;
  • Gewässerbenutzung in Form von Abwassereinleitung von Kleinkläranlagen
  • Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (Anzeige)
  • Benutzung des Grundwassers durch Wärmepumpen
  • Anzeige einer Brunnenbohrung
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Neubau Schöpfwerk Steingrabensiel

Hochwassernachsorgemaßnahmen im ostelbischen Raum Magdeburgs, Gewässerausbau der Furtlake, Errichtung Schöpfwerk und Neubau Steingrabensiel

Gewässerausbau der Furtlake mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)

Im ostelbischen Poldergebiet Magdeburgs (eingedeichte Flächen) kommt es nach dem Ziehen des Pretziener Wehrs zu einer deutlich höheren Energielinie (Wasserspiegeldifferenz), sodass es zu einer starken Infiltrationsrate aus der Elbe und dem Umflutkanal in den Grundwasserleiter kommt. Außerdem liegen innerhalb des Poldergebietes ungünstige hydrogeologische Verhältnisse vor sowie teilweise ein gespannter Grundwasserleiter, welcher stellenweise fast bis zur Geländeoberkante reicht. Bei Hochwasserereignissen kommt es innerhalb dieses Polders zu extremen Vernässungserscheinungen. 

Die Furtlake als Hauptvorfluter für das ostelbische Grabensystem in die Umflutehle wird ihrer Aufgabe ab bestimmten Wasserständen in der Elbe und der Umflutehle nicht mehr gerecht. Durch das notwenige Schließen des Siels kommt es zu Rückstau- und Vernässungserscheinungen.

Mit dem Bau des Schöpfwerkes am Biederitzer Busch soll gewährleistet werden, dass die ständige Vorflut der Furtlake auch bei geschlossenem Siel und damit auch für das oberhalb liegenden Graben- und Gewässersystems gegeben ist.

Der vorhandene Verlauf der Furtlake und des Steingrabens soll für die Herstellung der Vorflut für das gesamte Furtlakesystem und zur Abführung über das zu erneuernde Steingrabensiel in den Ehlekanal genutzt werden. Bei Hochwasser im Ehleumflutkanal wird das Siel geschlossen. Das Wasser des Furtlakesystems soll über das geplante Schöpfwerk in den Ehlekanal geleitet werden.

Die Landeshauptstadt Magdeburg hat für die Errichtung des Schöpfwerks, den Neubau des Steingrabensiels und den Gewässerausbau der Furtlake im November 2017 den Bewilligungsbescheid für den entsprechenden Fördermittelantrag erhalten.

Demnach werden die Baumaßnahmen mit 65 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) durch die Europäische Union gemäß der Richtlinie zur Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen zur Beseitigung oder Minderung von sowie Vorbeugung gegen Vernässungen oder Erosion gefördert.

Der Baubeginn ist für das erste Quartal 2020 vorgesehen.

Die geplante Bauzeit beträgt rund zwei Jahre.

Parallel zu den Arbeiten für das Schöpfwerk und Siel soll ebenfalls mit dem Grabenausbau der Furtlake – in dem Abschnitt vom Durchlass an der Kanonenbahn nördlich bis zum Durchlass An der Lake - begonnen werden.

Im Zuge des Ausbaus ist auch die Errichtung eines Unterhaltungsstreifens geplant, um nach dem Ausbau eine maschinelle Unterhaltung des Gewässers zu ermöglichen. Im Jahre 2020 wird der 1. Bauabschnitt vom Durchlass An der Lake bis zum Anger-Privatweg realisiert.

Die weiteren Bauabschnitte sind für die darauffolgenden Jahre geplant.

Schöpfwerk Steingrabensiel
Lageplan Schöpwerk Steingrabensiel [PDF: 1 MB]
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