Finanzen, Steuern & Versicherungen
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Finanzen, Steuern & Versicherungen

In Deutschland brauchen Sie für viele Angelegenheiten ein eigenes Konto, beispielsweise zur Überweisung der Miete oder des Gehalts.

Mehrere Aktenordner nebeneinander in einem Aktenschrank © Fotolia - Picture-Factory
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Bankkonto oder Girokonto:
Um in Deutschland Überweisungen durchführen zu können, wird in der Regel ein Girokonto benötigt. Über ein Girokonto können sämtliche Zahlungen wie Miete, Gebühren oder Ähnliches elektronisch überwiesen werden. Ein solches Konto kann bei sämtlichen Banken und Sparkassen der Stadt abgeschlossen werden. Die Dokumente, die dafür benötigt werden, sind der Reisepass, die Meldebescheinigung über den Wohnsitz und entweder eine Lohnbescheinigung (für Arbeitnehmer) oder der Zulassungsbrief der Universität (für Studierende).

Es gibt in Deutschland ein breites System aus Banken und Sparkassen. Der Unterschied zwischen beiden liegt vor allem in den Besitzverhältnissen. Die meisten Banken sind in privater Hand, gehören also entweder einzelnen Personen oder institutionellen Anlegern. Dementsprechend sind sie in erster Linie profitorientiert. Sparkassen dagegen gehören der jeweiligen Kommune und sind deren Bürgern verpflichtet, hier spricht man von öffentlicher Trägerschaft. Auch die Stadtsparkasse Magdeburg wird von der Stadt Magdeburg getragen.

Hier eine Auflistung von Banken und Sparkassen in Magdeburg:


Sperrkonto:
Ein Sperrkonto benötigen alle Studierenden aus Nicht-EWR-Staaten. Sie weisen damit ausreichend finanzielle Mittel für einen einjährigen Aufenthalt in Deutschland nach. Um ein Sperrkonto zu eröffnen brauchen Sie eine Mindestsumme von 10.236 Euro. Diese Summe entspricht dem durchschnittlichen finanziellen Aufwand, den ein Studierender für einen einjährigen Aufenthalt in Deutschland leisten muss. Während ihres Aufenthalts können Studierende maximal 853 Euro von ihrem Sperrkonto abheben, was automatisch dafür sorgt, dass das Konto nicht vor Aufenthaltsende leer wird.

Es gibt zwei Anbieter bei denen Sie ein Sperrkonto eröffnen können: Deutsche Bank und fintiba. Auf dieser Seite finden weitere Informationen über Sperrkonten und welche Voraussetzungen Sie sonst noch erfüllen müssen https://www.studieren-in-deutschland.org/sperrkonto-auslaendische-studenten/

Lebenserhaltungskosten

Welche Kosten kommen monatlich ein etwa auf Sie zu?  Wir haben eine Übersicht erstellt:

Miete

Durchschnittliche Kaltmiete

für neugebaute Wohnungen: 7,53 Euro/m²

für bestehende Wohnungen: 6,05 Euro/m²

Mobilität (Bus und Straßenbahn)

Einzelfahrt: 2,30 Euro

4er Karte: 9,20 Euro

Tagesticket: 5,70 Euro

Monatskarte: 59,20 Euro

Nahrungsmittel


Kultur und Freizeit






Stipendien

Stipendien werden  vergeben, um Studierenden und Forschern finanziell unter die Arme zu greifen, damit sie sich nicht verschulden müssen. Meistens von Stiftungen oder Firmen vergeben, richten sich Stipendien häufig an bestimmte Zielgruppen. Wenn Sie sich also auf ein Stipendium bewerben wollen, achten Sie gut darauf, dass Sie dem gesuchten Profil entsprechen. So sind manche Stipendien nur für bestimmte Fachrichtungen, Bürger bestimmter Länder oder Menschen mit bereits vorhandenem Abschluss gedacht.

Der DAAD hat eine Stipendiendatenbank zusammengestellt.

Das Deutschlandstipendium wird zur einen Hälfte vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zur anderen Hälfte von Unternehmen, Stiftungen oder Privatpersonen finanziert. Die Studierenden werden für mindestens zwei Semester und bis maximal zum Ende ihrer Regelstudienzeit mit 300 Euro monatlich unterstützt. Diese Unterstützung ist einkommensunabhängig und kann ohne weiteres zu zusätzlichen BAföG-Leistungen bezogen werden. Die Unterstützung hilft jungen Menschen, ihre Lebens- und Lernbedingungen zu verbessern.  Anträge sind über die jeweilige Hochschule zu stellen.

Über die Graduiertenförderung vergibt das Land Sachsen-Anhalt Promotionsstipendien.  Anträge sind über die jeweilige Forschungseinrichtung / Hochschule zu stellen. 

Nebenjobs

Für Studierende ist ein Nebenjob eine willkommene Gelegenheit den eigenen finanziellen Spielraum zu verbessern, das gilt auch für Studierende aus anderen Ländern. Es gibt allerdings einige Dinge zu beachten, wenn man in Deutschland einem Nebenjob nachgehen will. Zunächst geht es um die Arbeitsdauer: Ausländische Studierende, die nicht aus Staaten des EWR kommen, dürfen maximal 120 volle oder 240 halbe Tage im Jahr arbeiten ohne sich bei der Ausländerbehörde oder der Agentur für Arbeit anmelden zu müssen. Für eine Überschreitung müssen sie bei beiden Behörden um Erlaubnis fragen. Zudem dürfen sie sich weder selbstständig machen, noch freiberuflich arbeiten.

Steuerrechtlich gibt es ebenfalls einige Dinge zu beachten. Normalerweise muss jeder, der in Deutschland arbeitet Lohnsteuer zahlen sowie Abgaben an die Sozialversicherungen leisten. Es gib jedoch Möglichkeiten das zu umgehen. Die Beliebteste ist ein sogenannter Minijob auf 450 Euro Basis. Wer im Monat weniger als 450 Euro verdient gilt als Minijobber und muss weder Steuern noch Abgaben für die Krankenversicherung leisten. Auch von den Zahlungen für die Rentenversicherung kann man sich auf Wunsch befreien lassen. Für Arbeitnehmer mit höheren Gehältern gelten andere Regelungen.

Sie können alles Weitere auf der Seite des Deutschen Studentenwerks nachlesen.
http://www.internationale-studierende.de/fragen_zur_vorbereitung/finanzierung/jobben/

Bafög

Um einen längeren Aufenthalt in Deutschland zu finanzieren, gibt es mehrere Möglichkeiten. Für Studierende gibt es die Chance das sogenannte Bafög zu beantragen. Das Bafög ist eine staatliche finanzielle Hilfe für Studierende , die ihnen hilft für Miete und persönliche Versorgung aufzukommen. Der Bafög-Satz, den der Antragssteller erhält, bemisst sich nach mehreren Kriterien beträgt jedoch nie mehr als 857 Euro im Monat. Eine Hälfte des Geldes wird als Zuschuss bewertet, der nicht zurückgezahlt werden. Die andere Hälfte ist ein Darlehen, das 5 Jahre nach der Förderungshöchstdauer zurückgezahlt werden muss. Bafög kann auch von Ausländern beantragt werden, jedoch nur mit einem Daueraufenthaltsrecht oder mit einer Niederlassungserlaubnis. Hier finden Sie weitere Informationen

Versicherungen

In Deutschland gibt es eine Vielzahl von Versicherungen. Einige sind gesetzlich vorgeschrieben, andere freiwillig. Wenn Sie in Deutschland ein Fahrzeug (Auto, Motorrad) bei einer Zulassungsbehörde anmelden möchten, ist es notwendig für dieses Fahrzeug eine Kfz-Versicherung abzuschließen. Ohne eine derartige Versicherung ist die Zulassung nicht möglich. Über die gesetzlichen Versicherungen hinaus können Sie noch zahlreiche private Versicherungen abschließen, besonders wichtig ist zum Beispiel eine Private Haftpflichtversicherung.

Weitere Infos und Tipps: Make it in Germany