Überblick in Zahlen: Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit in Magdeburg
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Wie viele Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit leben derzeit in Magdeburg?

In der Landeshauptstadt Magdeburg leben mit Stand vom 31.03.2019 ca. 22.630 Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Damit hat Magdeburg momentan einen Ausländeranteil von ca. 9,4 % (bundesweiter Durchschnitt: ca. 12 %). Zuwanderung geschieht aus den verschiedensten Gründen und Herkunftsstaaten.
Jeder Ausländer, der aus einem Drittstaat (weder Deutschland noch EU) kommt, benötigt für seinen Aufenthalt in Deutschland einen Aufenthaltstitel. Die Antragstellung dafür erfolgt bei der für den Wohnort zuständigen Ausländerbehörde bzw. für die Einreise nach Deutschland bei der zuständigen deutschen Auslandsvertretung im Heimatland.

Für den Aufenthalt in Deutschland müssen einer der im Aufenthaltsgesetz genannten Aufenthaltszwecke und die dafür erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sein. Die Aufenthaltszwecke sind:
  • Ausbildung
  • Erwerbstätigkeit
  • völkerrechtliche, humanitäre oder politische Gründe
    • hierunter fallen Schutzberechtigte
  • familiäre Gründe
  • besondere Aufenthaltsrechte
Weitere Informationen dazu erhalten Sie hier.

Allgemeine Ausländerzahlen 31.03.19

2.095 Personen sind zum Studieren nach Magdeburg gekommen, 5.335 Personen verfügen über sonstige Aufenthaltserlaubnisse/ -rechte wie z.B. Visa.

5.658 Personen sind in den vergangenen Jahren als Flüchtlinge nach Deutschland eingereist und haben vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge eine positive Entscheidung bekommen - sie sind im Besitz eines Aufenthaltstitels. 319 Personen befinden sich noch im Asylverfahren und 581 Personen sind ausreisepflichtig.

Die Anzahl der nach Magdeburg zugewiesenen Asylbewerber ist weiter rückläufig. Auch in der Zusammensetzung der Herkunftsländer sind Veränderungen zu verzeichnen. Hauptfluchtland ist nach wie vor Syrien, danach folgen die Länder Irak, Iran, Afghanistan und Guinea-Bissau.

2.752 Personen verfügen über eine Niederlassungserlaubnis, die man erhält, wenn man seit drei bzw. fünf Jahren eine Aufenthaltserlaubnis besitzt, seinen Lebensunterhalt und den seiner Familienangehörigen eigenständig sichern kann, über ausreichende Deutschkenntnisse verfügt und keine Vorstrafen hat.

Ein Großteil der in Magdeburg lebenden Ausländer (5.634 Personen ohne die Gruppe der Studierenden) sind EU-Bürger. Staatsangehörige der Europäischen Union benötigen keinen Aufenthaltstitel für die Einreise und den Aufenthalt. Für EU-Bürger und Staatsangehörige aus EWR-Staaten sowie der Schweiz gilt generell die Arbeitnehmerfreizügigkeit.

Im Jahr 2018 hat sich der Gesamtanteil ausländischer Staatsangehöriger in Magdeburg noch einmal gegenüber dem Vorjahr um ewa 9% erhöht. Es ist davon auszugehen, dass sich der Zuwachs bei vergleichbaren Bedingungen in den kommenden Jahren in etwa auf dem Niveau des Jahres 2018 bewegen könnte. Insbesondere wird dabei der Fokus der Bundesregierung und der Wirtschaft auf die Arbeitsmigration zu beachten sein. Auch in Magdeburg zeichnet sich nach Aussage der Kammern ein zunehmender Fach- bzw. Arbeitskräftemangel ab. 2019 bleibt abzuwarten, wie das geplante Fachkräftezuwanderungsgesetz ausgestaltet wird und umzusetzen ist.

Die Zusammensetzung der Herkunftsländer der ausländischen Bevölkerung insgesamt stellt sich wiefolgt dar (Stand 31.12.2018):

Syrien 5.187
Rumänien 1.609
Polen 1.028
Afghanistan 1.005
Indien 998
Ukraine 902
Russ. Föderation  825 
Vietnam 756
China 700
Türkei 546