Der Magdeburger Mobilitätsmonat MDMoMo geht in die zweite Runde vom 01. bis zum 30. September
Mobilität und Erreichbarkeit sind zentrale Voraussetzungen für Teilhabe, wirtschaftlichen Austausch, Beschäftigung und Wohlstand in unserer Gesellschaft. Gleichzeitig ist öffentlicher Raum ein Ort gesellschaftlicher Teilhabe, kultureller Veranstaltungen und sozialen Austauschs, wird aber durch das Zusammenspiel ansteigender Bevölkerungszahlen und der weiter fortschreitenden Urbanisierung immer knapper. Gleichzeitig ist das derzeitige Verkehrssystem auch durch starke Umweltbelastungen gekennzeichnet und Lärm und Luftbelastung verringern die Aufenthaltsqualität in unseren Städten. Das ist auch sozial nicht nachhaltig: unter einer geringen Aufenthaltsqualität in unserer Stadt leiden insbesondere finanziell schwache Magdeburgerinnen und Magdeburger. Auch wird die gesellschaftliche Spaltung vorangetrieben, wenn der öffentliche Ruam nicht mehr für Menschen attraktiv gestaltet ist und damit zu Austausch innerhalb der Bevölkerung führt.
Umweltbelastungen des Verkehrs in Magdeburg - und die Lösung
Der Verkehrssektor ist einer der größten Bereiche der klimaschädlichen Auswirkungen des Menschen und macht in Magdeburg 28,9% des CO2e-Ausstoßes aus. Während Magdeburg in anderen Sektoren den Endenergieverbrauch seit 1990 signifikant reduzieren konnte, ist dieser im Verkehrssektor um 49% gestiegen (siehe CO2-Bilanz 2019).
Eine Verlagerung des Verkehrs vom übermäßigen Anteil motorisierten Individualverkehrs (MIV) hin zu einem „Modal-Split“ (Fußverkehr 25%, Radverkehr 25%, ÖPNV 25%, MIV 25%) ist für eine Erreichung der Klimaziele unabdingbar. Dies ist auch das erklärte Ziel in Magdeburgs Verkehrsentwicklungsplan 2030+. Dieser wird derzeit evaluiert und weiter an die Vorgaben für Sustainable Urban Mobility Plans (SUMP, Weiterleitung auf englisch) der Europäischen Kommission angeglichen.
Das Programm des MDMoMo 2026
Der MDMoMo möchte nachhaltiger Mobilität eine neue Sichtbarkeit in Magdeburg verleihen. Es ist unstrittig, dass unser Autozentrismus mit hohen Kosten für die Bevölkerung, Tiere und Natur in Magdeburrg einhergeht. Zu den negativen Auswirkungen gehören Umweltbelastungen wie Lärm und Luftverschmutzung, der hohe Flächenverbrach und Versiegelung der Flächen, hohe Kosten für die Infrastruktur und ein höheres Unfallrisiko, soziale Folgen wie eine höhere Ungleichheit und der verringerte Austausch innerhalb der Bevölkerung, wirtschaftliche Nachteile für den lokalen Handel und psychologische Effekte wie vermehrter Stress. Um den Alternativen zum MIV mehr Aufmerksamkeit zu geben, werden im Lauf des September 2026 in Magdeburg verschiedene Aktionen und Veranstaltungen organisiert: Die Aktion STADTRADELN, bei der im Aktionszeitraum vom 01. bis zum 21. September möglichst viele Alltagswege mit dem Rad zurückgelegt werden sollen, das Beratungs- und Testevent für Spezialräder "stabil.mobil" und die Europäische Mobilitätswoche vom 16. - 22. September. Somit wollen wir uns über einen Monat lang mit verschiedenen Aspekten einer nachhaltigen Mobilität beschäftigen.
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