Konzertlesung mit Noemi La Terra & Knud Seckel: "Auf den Spuren des Minnesangs"
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Konzertlesung mit Noemi La Terra & Knud Seckel: "Auf den Spuren des Minnesangs"

Am 01.10.22 um 17 Uhr bieten Noemi La Terra & Knud Seckel in der Klosterkirche des Kunstmuseums Magdeburg einen klangvollen Abriss der Wege und Ursprünge der Minnelyrik. Beide haben sich auf die Musik des Mittelalters spezialisiert. Auf nachgebauten historischen Instrumenten jener Zeit begleiten sie bildhaft und lebendig überlieferte Lieder und Rekonstruktionen verloren gegangener Melodien und bringen somit auch Lieder wieder zum Klingen, welche nur in Textform überliefert sind. Zu erfahren ist, wer oder was hat diese Form der Liebeslyrik geprägt und welche Strömungen gab es, wer waren ihre Vertreter?

Konzertlesung Noemi La Terra & Knud Seckel © Literaturhaus Magdeburg (Noemi La Terra I Foto: Privat)
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© Literaturhaus Magdeburg (Noemi La Terra I Foto: Privat)

01.10.2022, Sonnabend, 17.00 Uhr, Kunstmuseum Magdeburg/Klosterkirche
31. Magdeburger Literaturwochen
"Auf den Spuren des Minnesangs"
Ein klangvoller Abriss der Wege und Ursprünge der Minnelyrik

Noemi La Terra | Gesang, romanische Harfe, Drehleier, Glockenspiel, Perkussion
Knud Seckel | Gesang, gotische Harfe, Symphonia, Dreilochflöte

Gemeinschaftsveranstaltung von Literaturhaus und Kulturbüro

Noemi LA Terra

„Die Erde ist meine Welt, die Zeit meine Konstante…“

Noemi La Terra stammt aus einer sizilianischen Familie und wuchs in Deutschland zweiprachig auf. Sie lebt mit ihrer Familie in der Oberlausitz bei Görlitz.

Nach einigen Semestern Alte und Mittelalterliche Geschichte und Romanische Sprachwissenschaften studierte sie Jazzgesang an der Dresdner Musikhochschule bei Céline Rudolph und Alte Musik bei Ludger Rémy. Es folgte ein Masterstudiengang an der Folkwang Universität in Essen mit „Musik des Mittelalters“ bei Stefan Klöckner und Maria Jonas. Sie lernt mittelalterliche Drehleiher und gotische Harfe spielen. Zahlreiche Meisterkurse, beispielsweise bei Benjamin Bagby, Anne Azéma, Monica Mauch und Marco Beasley ergänzten ihr Studium. Auf einer idyllischen Burg in Hessen (Fürsteneck) beschäftigte sie sich zwei Jahre lang im Rahmen der Fortbildung „Frühe Musik der Hohen Stände“ mit Marc Lewon, Uri Smilansky und Babtiste Romain auf dem Gebiet der frühen Musik weiter.

Vielfältige Erfahrungen als Sängerin sammelte sie im Jazz mit seinen unterschiedlichsten Facetten, Gospel, in Neuer Musik, Improvisation, traditioneller süditalienischer und arabischer Musik sowie als Mezzosopran in der Alten Musik mit ihren eigenen Projekten und bei renommierten Ensembles wie „Sarband“ (Ltg. Vladimir Ivanoff) und „Ars Choralis Coeln“ (Ltg. Maria Jonas). Sie versteht es sich leichtfüßig zwischen den Genres hin und her zu bewegen und sieht die Stimme als ein wandelbares Instrument und legt sich ungern nur auf ein Stil fest. Gastspiele führten sie quer durch Deutschland, Frankreich, die Schweiz und Österreich, sowie nach China und New York.

Konzertlesung Noemi La Terra & Knud Seckel  © Literaturhaus Magdeburg (Noemi La Terra I Foto: privat)
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© Literaturhaus Magdeburg (Noemi La Terra I Foto: privat)

Seit einigen Jahren erforscht sie Gesänge ihrer ursprünglichen Heimat Sizilien. Im April 2014 ist ihre Debut-CD beim Label Raumklang erschienen: „La voce della Passione“ (Die Stimme der Passion).

Ihre Projekte sind „Donnafugata“, mit dem sie sich der Alten Musik widmet, und „Zágara“:  eine Mischung aus Jazz und sizilianischer Folklore. Das neue Programm trägt den Namen „Canti del mare e della terra“ (Gesänge des Meeres und der Erde), wo sie zusammen mit ihren Musikern von „Zágara“ sizilianische Weisen und Geschichten Siziliens bearbeitet hat. Die CD zu diesem Programm wird in diesem Frühjahr 2021 voraussichtlich erscheinen, durch die Pandemie hat sich die Produktion verzögert. Als „Donna in fuga“ ist sie auch Solo als Cantastorie (Geschichtensängerin) zu erleben mit zur Zeit zwei Programmen: Lieder der Trobadors und Laude aus Florenz und Cortona.

Im Sommer 2017 gründete sie die Frauenschola „Cantica Sibyllarum“ in Dresden, die sich mit der Musik des Mittelalters beschäftigt. Jedes Jahr begibt sich das Ensemble in Klausur und beschäftigt sich intensiv mit bestimmten Repertoire des Mittelalters. In den Jahren 2017/2018 haben sie sich mit der Musik der Mystikerin Hildegard von Bingen beschäftigt. 2019 war es „Musik auf dem Weg nach Compostela“, der sie auf die Spur gegangen waren und im selben Jahr in einem Konzert präsentiert hatten.

Seit Anfang 2019 ist sie als Fastenleiterin (dfa) tätig und bietet Fastenwochen mit Gesang (Gregorianik) oder Meditation in verschiedenen Klöstern Mitteldeutschlands an. Die Ausbildung als Meditations-Kursleiterin hat sie ebenfalls 2019 in der Reformhausakademie absolviert und verbindet diverse Meditationspraktiken in ihren Workshops und im Einzelunterricht mit Gesang.

Knud Seckel

Konzertlesung Noemi La Terra & Knud Seckel © Literaturhaus Magdeburg (Knud Seckel I Foto: privat)
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© Literaturhaus Magdeburg (Knud Seckel I Foto: privat)

Knud Seckel (*1966 in Karlsruhe) findet durch Reisen in die verschiedenen musikalischen Kulturen Westeuropas und Nordafrikas Zugang zu den lebendigen Spuren traditioneller Musik.

Seit 1986 beschäftigt sich Knud Seckel intensiv mit mittelalterlicher Musik. Von 1994 - 2000 studiert er Romanistik, Kunstgeschichte und Musikwissenschaft in Heidelberg. Sein Interesse gilt hierbei dem Mittelhochdeutschen und den historischen Sprachen Südwesteuropas.

Er ist Mitgründer des "Ensemble Trecento" im Jahre 1994. Im gleichen Jahr beginnt die Mitwirkung bei der Gruppe " Wünnespil", die 2001 endet. Seit 2001 tritt er im Rahmen von Museumsveranstaltungen und Soloevents als Minnesänger und Erzähler auf.

Seit 2001 künstlerischer Leiter des Ensembles  Minnesangs Fruehling. Im Jahre 2003 erscheint die erste Solo-CD „ich zôch mir einen falken“. Gastmusiker bei verschiedenen Musik-Projekten ( Wildwuchs, Geteiltez spîl, Sängerkrieg auf der Wartburg ). Gewinner bei Minnesängerwettstreiten 2007 - 2010.

Beflügelt von der Idee, mittelalterliche Lyrik einem breiteren Publikum zugänglich zu machen, gründete er mit Michael Bingler, Tobias Witzlau und Reiner Jungmann im Jahre 2008 das Ensemble : "Canzonetta Tedesca". Nicht nur die Minne oder die geistliche Hymne waren Gegenstand der musikalischen Dichtung des Mittelalters. Auch das Alltägliche, das Groteske, das Brutale fand Eingang in diese Lyrik. Eben diese Elemente bilden den Schwerpunkt des Repertoires.

Das Blaue vom Himmel

Plakat_Endfassung_31._Magdeburger_Literaturwochen © Literaturhaus Magdeburg
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© Literaturhaus Magdeburg

Die 31. Magdeburger Literaturwochen: Das Blaue vom Himmel. Was wollen wir erzählen?!

Weitere Informationen unter www.literaturhaus-magdeburg.de/literaturwochen-2022/

Veranstalter: Literaturhaus Magdeburg e.V. in Kooperation mit dem Kulturbüro der Landeshauptstadt Magdeburg

Gefördert vom Land Sachsen-Anhalt, der Sparkasse MagdeBurg, den Städtischen Werken GmbH & Co. KG sowie der Stadtbibliothek und mit freundlicher Unterstützung durch die im Kulturschutzbund vertretenen Kultureinrichtungen in freier Trägerschaft


Autor: Frau Riep, Kulturbüro/Gesellschaftshaus, 13.09.2022 
Quelle: Literaturhaus Magdeburg und Hompages der beiden Künstler