Kloster Berge - Pädagogium - Kosterbergegarten - Gesellschaftshaus
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Kloster Berge - Pädagogium - Kosterbergegarten - Gesellschaftshaus

Eine Ausstellung im Grünen und Roten Salon des Gesellschaftshauses führt Besucherinnen und Besucher in die bewegte Geschichte des historischen Geländes ein, in dem sich heute der Klosterbergegarten und das Gesellschaftshaus befinden.


Die Geschichte des Areals im Wandel der Zeit

Wenig nur erinnert den Besucher des am westlichen Ufer der Elbe gelegenen alten Bürgerparks und des im Kern klassizistischen Gesellschaftshauses südlich der alten Magdeburger Domstadt daran, dass er sich hier auf dem Boden eines nicht nur für Magdeburg, sondern weit darüber hinaus bedeutsamen historischen Terrains bewegt. Der Name Klosterbergegarten lässt immerhin die Frage wach werden, warum man sich für diese Bezeichnung entschieden hat, zuerst 1921 und – nach einer zeitweiligen Umbenennung – nochmals im Jahre 1990.

Die von Ralph-Jürgen Reipsch vom Magdeburger Telemann-Zentrum konzipierte Ausstellung bietet einen Streifzug durch die über tausendjährige Geschichte dieses Areals vom Mittelalter bis in die jüngere Gegenwart und soll dessen Bedeutung einst und jetzt stärker ins städtische Bewusstsein rücken und Neugier wecken. Das Gesellschaftshaus, heute als Haus der Musik etabliert, und das Zentrum für Telemann-Pflege und -Forschung werden mit dieser gemeinsam erarbeiteten Ausstellung zeigen, dass auch die Musik an diesem Ort stets eine Rolle gespielt hat.

Auf zwölf Bildtafeln gibt es einen kompakten Überblick über die Geschichte des Areals von der ottonischen Gründung des Benediktinerklosters St. Johannes „auf dem Berge“ an über die Reformationszeit, die Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg, den Neuanfang als Pädagogium mit etlichen prominenten Schülern wie Christoph Martin Wieland und Carl Friedrich Christian Fasch. Betrachtet wird zudem die Zeit der Gründung des ersten Bürgerparks Deutschlands, der von keinem Geringeren als dem preußischen Gartendirektor Peter Joseph Lenné konzipiert wurde. Von dem berühmten Karl Friedrich Schinkel stammte der erste Entwurf zum 1829 fertiggestellten städtischen Gesellschaftshaus, das von Pächtern gastronomisch bewirtschaftet wurde. Der Wandel vom beliebten Ausflugsziel zum Kriegslazarett, russischen Offizierskasino bis hin zum Pionierhaus ist ebenso dokumentiert wie der Neubeginn und die Entwicklung hin zum heutigen „Haus der Musik“ mit Sitz des international renommierten Magdeburger Telemann-Zentrums.

Die Exponate der Ausstellung

Neben den Bildtafeln und einem ausführlichen Zeitstrahl zur Geschichte präsentiert die in Zusammenarbeit von Telemann-Zentrum und dem Gesellschaftshaus der Landeshauptstadt Magdeburg entstandene Schau auch einige Exponate, darunter Geschirr aus dem Restaurant, das der Ausstellung von Nachkommen eines Pächters zur Verfügung gestellt wurde. Die Enkelin des letzten Pächters steuerte Bestecke, Servietten, Akten und eine Weinkarte aus den 1930er Jahren bei. Materialien aus der Bibliothek des Telemann-Zentrums wie eine Einladungsschrift zu Redeübungen im Pädagogium aus dem Jahr 1739, das Stammbuch eines Schülers vom Ende des 18. Jahrhunderts sowie Fundstücke wie ein vermutlich im damaligen Kloster verbauter Ziegelstein runden die Schau ab.

Die Ausstellungsmacher*innen

Idee, Konzeption, Bildauswahl: Ralph-Jürgen Reipsch (Zentrum für Telemann-Pflege und -Forschung)

Texte:
Ralph-Jürgen Reipsch (Zentrum für Telemann - Pflege und-Forschung)
Carsten Gerth, Gesellschaftshaus (Tafel Das Gesellschaftshaus als „Haus der Musik“)

Gestaltung:
Studio halbhoch (Max Fuchs und Lina Rieck)

Organisation: 
Isabel Tönniges

Mit freundlicher Unterstützung der Kloster Bergeschen Stiftung.

Wir danken allen Einzelpersonen und Einrichtungen für die zur Verfügung gestellten Abbildungen oder Exponate sowie für die Bildnutzungsrechte.

Öffnungzeiten

Grüner und Roter Salon des Gesellschaftshauses | Eintritt frei
Ausstellung vom 14. Februar bis zum 11. September 2022

Öffnungszeiten
Jeweils ab 1 h vor Veranstaltungen im Gesellschaftshaus Magdeburg

Während der 25. Magdeburger Telemann-Festtage (18. bis 27. März 2022): täglich 13.00 bis17.00 Uhr

Autor: Isabel Tönniges, Kulturbüro / Gesellschaftshaus