"Magdeburger Telemann-Nachspielzeit"
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"Magdeburger Telemann-Nachspielzeit"


Telemann im Herbst? Das gab es ja noch nie! Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Vom 29. Oktober bis zum 1. November werden in der „Magdeburger Telemann-Nachspielzeit“ einige der Interpreten zu erleben sein, die zu den 25. Magdeburger Telemann-Festtagen im März erwartet wurden. Einen Tag vor Beginn musste das Festival coronabedingt abgesagt werden. Der Kartenvorverkauf für die "Nachspielzeit" startet am 15. September.

Akt. Meldung: Nachspielzeit für Telemann: Dorothea Oberlinger © Dorothea Oberlinger
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© Dorothea Oberlinger

Telemann-Wochenende mit sechs Konzerten und umfangreichem Rahmenprogramm
29. Oktober bis 1. November 2020

Natürlich kann diese „Nachspielzeit“ die ausgefallenen 25. Magdeburger Telemann-Festtage nicht ersetzen, die 2022 nachgeholt werden sollen. Doch das Festivalwochenende im Herbst will nach langer Zeit der Konzertabstinenz signalisieren: Telemanns Musik ist in Magdeburg präsent und nun wieder in Konzerten live zu erleben.

Das schöpferische Werk Georg Philipp Telemanns bietet für ein solches Festival mit kleinen, „coronatauglichen“ Formaten beste Voraussetzungen: schier unerschöpflich ist der Reichtum kammermusikalischer Kompositionen Telemanns.


Magdeburger Telemann-Nachspielzeit I Internet: www.telemann.de

Tickets sind ab dem 15. September online, per E-Mail oder telefonisch über das Kartenbüro der Telemann-Nachspielzeit erhältlich!

Hotline: Tel +49 (0) 341 14 990 758
Mail: karten@telemann-festtage.de

Festivalwochenende im Herbst 2020

„Wir sind überaus glücklich, unserem Publikum mit dieser ,Nachspielzeit‘ wieder das ,Erlebnis Konzert‘ vermitteln zu können! Dabei wollen wir klein besetzte Werke ganz groß in Szene setzen – freilich unter den gegenwärtig besonderen Bedingungen“, zeigt sich Dr. Carsten Lange hoch erfreut über die vorsichtigen ersten Schritte in Richtung des neu erwachenden Veranstaltungsbetriebes.

„Diese ,Nachspielzeit‘ ist auch Zeichen einer ganz besonderen Dankbarkeit unserem phantastischen Publikum gegenüber, das uns mit zum Teil sehr persönlichen Botschaften und einer überwältigenden Spendenbereitschaft durch Verzicht auf die Erstattung erworbener Eintrittskarten dazu in besonderer Weise motiviert hat.“

Zu den Höhepunkten des musikalisch klangvollen Wochenendes zählen Konzerte mit dem Countertenor Andreas Scholl und Dorothee Oberlinger sowie Mitgliedern ihres Ensembles 1700, Michael Schneider und der Camerata Köln, dem jungen Ensemble „Jan Nigges & Friends“ sowie die 572. Sonntagsmusik u.a. mit Hille Perl. Zu erleben sein werden auch „Camerata Bachiensis“ (Leipzig), das Rossini Quartett Magdeburg mit

Zum Programm

Die „Nachspielzeit“ beginnt am Donnerstag, dem 29. Oktober, mit einem Konzert der „Camerata Bachiensis“, jenem Leipziger Ensemble, das sich bereits ein Jahr nach seiner Gründung den ersten Preis beim Internationalen Telemann-Wettbewerb 2013 erspielte und seitdem zu den gefragten Ensembles auf dem Gebiet der Alten Musik gehört.   

Blockflötistin Dorothee Oberlinger, die im Rahmen der „Nachspielzeit“ mit dem Georg-Philipp-Telemann-Preis geehrt wird, präsentiert zusammen mit dem Countertenor Andreas Scholl erstmals ein gemeinsames Telemann-Programm, das am Freitagabend, 30. Oktober, im AMO-Kulturhaus erklingt. Scholl wird in diesem Jahr nicht nur die Laudatio auf die Telemann-Preisträgerin Dorothee Oberlinger halten, sondern auch zum ersten Mal in Magdeburg konzertieren.                   

Zu den herausragenden Interpret*innen der nächsten Generation gehören der junge Flötist Jan Nigges und die Koloratursopranistin Sibylla Elsing. Während der Zeit der Corona-Pandemie kam Jan Nigges u.a. in Online-Wohnzimmerkonzerten mit Freunden zusammen, aus der eine Formation hervorgegangen ist, die nun erstmals mit einem von Nigges moderierten Konzert in Magdeburg zu erleben ist.

Der renommierte Blockflötist Michael Schneider tritt in der „Telemann-Nachspielzeit“ gleich zweimal auf: Am Sonnabend musiziert er gemeinsam mit dem Rossini Quartett Magdeburg Werke von Telemann und Bach. Gemeinsam mit „Camerata Köln“, einem der am längsten bestehenden Ensembles in der „Alte-Musik-Szene“, bestreitet er zudem das Abschlusskonzert am Sonntagnachmittag im Gesellschaftshaus.

Die „Nachspielzeit“ bietet nun auch Gelegenheit, die im März geplante Premiere des heiteren Papiertheaters „Familie Mopstock meets Barock“ nachzuholen. Die unterhaltsame Inszenierung von Elke Schneider rund um eine bürgerliche Familie, die sich an Telemanns Oper „Der geduldige Socrates“ versucht, ist in drei Vorstellungen zu erleben.

Begleitet werden die sechs Hauptkonzerte von einem umfangreichen Rahmenprogramm:

  • Die Internationale Wissenschaftliche Konferenz zum Thema „Die Überlieferung der Werke Telemanns-Perspektiven der Forschung“ wird ebenso nachgeholt wie die Junior-Masterclass für Schülerinnen und Schüler des Konservatoriums mit Prof. Dorothee Oberlinger.
  • Außerdem erklingt Telemanns Kantate „Trauret, ihr Himmel“ im Gottesdienst am Sonntag in der Nicolaikirche, interpretiert von Solisten, dem Kammerchor der Biederitzer Kantorei und dem Ensemble KONbarock unter der Leitung von KMD Michael Scholl.
  • Für die Reihe „Otto hat Gesellschaft“ hat sich Stadtmanager Georg Bandarau die Telemann-Preisträgerin Dorothee Oberlinger sowie den Leiter des Zentrums für Telemann-Pflege und -Forschung, Carsten Lange, zum öffentlichen Talk eingeladen.
  • Unterhaltsam Wissen über Telemann aneignen können sich Interessierte beim Stadtrundgang „Die Telemannstadt Magdeburg“ der Tourist-Information sowie in der bis zum 1. November geöffneten interaktiven Ausstellung „Hör mal, Telemann!” im Gartenhaus des Gesellschaftshauses im Klosterbergegartens.
Quelle: Presseinformation Telemann-Zentrum (08.09.2020 I Kathrin Singer)