Corona-Schutzimpfung: Ablauf, Termine, Fragen und Antworten
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Ablauf, Terminvergabe, Fragen und Antworten

Mit der Inbetriebnahme des Impfzentrums auf dem Magdeburger Messegelände werden nun auch Impftermine vergeben. Die Impfreihenfolge folgt dabei der festgelegten Reihenfolge durch die ständige Impfkommission des Bundes. Wer zu welchem Zeitpunkt Anspruch darauf hat, wie der Verfahrensablauf ist und weitere Fragen und Antworten werden im folgenden Artikel erklärt.

Corona Impfen - Spritze mit Impfausweis © Sven Hoppe - stock.adobe.com
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© Sven Hoppe - stock.adobe.com

Impfzentrum Magdeburg
Messehalle 3
Elbauenpark
Tessenowstraße 9a
39114 Magdeburg

Hinweise zur Anfahrt mit dem PKW oder öffentlichen Verkehrsmitteln und Ablaufplan zur Impfung im Impfzentrum Magdeburg.

Hilfe für eine Vereinbarung eines Impftermins für Magdeburger Senior*innen.

Hilfe in verschiedenen Sprachen / Guide in different languages

Terminvergaben und Hilfen bei der Vereinbarung

Terminvergaben für das Impfzentrum Magdeburg erfolgen ausschließlich online über das Impfportal der Landeshauptstadt Magdeburg.

Hinweis: Innerhalb des Impfzentrums herrschen strenge Hygiene-Richtlinien. Die Patient*innen müssen sich vor Ort die Hände waschen und während des gesamten Termins einen Mund-Nasenschutz tragen. Um unnötige Kontakte zu vermeiden, müssen die unbedingt Termin eingehalten werden.

Härtefalle auf eine vorrangige Corona-Schutzimpfung

In Sachsen-Anhalt können Härtefälle auf eine vorrangige Corona-Schutzimpfung geprüft werden. Zwischen dem Gesundheitsministerium und dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen Sachsen-Anhalt, kurz MDK, wurde eine Vereinbarung über die medizinische Beurteilung von denjenigen Einzelfällen geschlossen, die nicht ausdrücklich in der Bundesimpfverordnung berücksichtigt sind. Beim MDK wird eine individuelle ärztliche Beurteilung von Einzelfällen vorgenommen werden, wenn aufgrund von schwerwiegenden Erkrankungen ein hohes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf bei einer Corona-Infektion besteht.

⯈ Es kann eine individuelle ärztliche Beurteilung von Einzelfällen vorgenommen werden, wenn aufgrund von schwerwiegenden Erkrankungen ein hohes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf bei einer Corona-Infektion besteht.

Auf den Internetseiten des Ministeriums und des MDK wird ein Anschreiben mit der Bitte um vorrangige Impfung bereitgestellt. Neben personenbezogenen Daten ist auch eine Kurzbeschreibung der besonderen Lebensumstände hinzuzufügen. Des Weiteren muss eine ärztliche Bescheinigung mit den aufgeführten Erkrankungen beigefügt werden, die in der Regel durch den Hausarzt ausgestellt wird.

Häufig gestellte Fragen und Antworten

Wer hat Anspruch auf die Corona-Schutzimpfung?

Trotz schwankender Impfstofflieferungen sind in Magdeburg bereits über 11.000 Menschen über 80 Jahre gegen das Coronavirus mindestens einmal geimpft worden. Der Ansturm auf Termine für die höchste Priorisierung hat merklich nachgelassen, sodass nun auch Personen aus der gesamten Priorisierung 2 einen Anspruch auf eine Corona-Schutzimpfung haben. Des Weiteren hat das Personal an Schulen, unabhängig des Alters, einen Impfanspruch und kann Termine für Impfen buchen. Weitere Informationen zur Einteilung der Priorisierung erhalten Sie unter dem Punkt "Festgelegte Impfreihenfolge".

Die Kriterien für die Impfreihenfolge ist durch die Ständige Impfkommission, kurz STIKO, festgelegt.

► Die endgültige Prüfung eines Anspruchs auf die Corona-Schutzimpfung findet vor Ort im Impfzentrum (Messegelände Magdeburg, Messehalle 3) statt.

Wie können Termine angefragt oder gebucht werden?

Die Corona-Schutzimpfung ist eine sogenannte Doppelimpfung. Das heißt, für einen vollständigen Impfschutz muss eine zweite Impfung an einem weiteren Termin erfolgen. Der Termin für die notwendige zweite Impfung wird vor Ort im Impfzentrum Magdeburg und nach der ersten Impfung vergeben.

Die Terminvergabe für die erste Impfung erfolgt ausschließlich online über das Impfportal der Landeshauptstadt Magdeburg.

Welche Daten müssen für einen Impftermin erfasst werden?

Es werden folgende Patientendaten erfasst:

  • Name
  • Vorname
  • Adressdaten
  • Kontaktdaten (Email und Telefonnummer)

Wieviel Zeit sollte für die Impfung eingeplant werden?

Für den Impftermin sollte zunächst etwa eine Stunde eingeplant werden. Neben der Kontrolle der Impfberechtigung erfolgt eine Beratung und eine Nachbeobachtung des Befindens der Patient*innen nach der Impfung.

Was muss zum Impftermin mitgebracht werden?

  • Personalausweis
  • Krankenversichertenkarte bzw. Chipkarte
  • Impfpass bzw. Impfausweis
  • Aufklärungsmerkblatt für die mRNA-Impfstoffe der Hersteller BioNTech/Pfizer und Moderna zum Herunterladen

    • ACHTUNG: Für eine Impfung mit dem Vektor-Impfstoff des Herstellers AstraZeneca (Vaxzevria) bitte dieses Aufklärungsmerkblatt verwenden!

  • Anamnese- und Einwilligungsbogen für die mRNA-Impfstoffe der Hersteller BioNTech/Pfizer und Moderna zum Herunterladen

Regelungen für einzelne Gruppen der Priorität 2

In Ausnahmefällen ist es möglich, unabhängig der altersgemäßen Beschränkung (über 70-Jährige) in die Prioritätengruppe 2 aufgenommen zu werden und damit impfberechtigt zu sein. Zu diesen Ausnahmen gehören:

  • Personen, die aufgrund ihres Berufs einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind,
  • bis zu zwei enge Kontaktpersonen von pflegebedürftigen Personen, die nicht in einer Einrichtung leben und
  • bis zu zwei enge Kontaktpersonen von Schwangeren.

In diesem Fall müssen gesonderte Bescheinigungen zum vereinbarten Impftermin mitgebracht werden!

Personen, die aus beruflichen Gründen eine Impfung erhalten wollen, müssen die ausgefüllte Bescheinigung des Arbeitsgebers/ der Arbeitgeberin beim Impftermin vorgelegen.

Für enge Kontaktpersonen von pflegebedürftigen Personen bzw. Schwangeren muss die ausgefüllte Bescheinigung der Impfberechtigung als Kontaktperson nach §3 Abs. 1 der Impfverordnung beim Impftermin vorgelegt werden.

Festgelegte Impfreihenfolge gemäß der Ständigen Impfkommission (STIKO)

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat ihre Empfehlung zur COVID-19-Impfung veröffentlicht. Da anfangs nur eine begrenzte Menge an Impfstoffdosen zur Verfügung steht, sollten diese nach der Empfehlung der STIKO dafür genutzt werden, um die Anzahl schwerer Krankheitsverläufe und Sterbefälle möglichst schnell zu reduzieren.

Unter der Berücksichtigung der Impfquoten, der Erhebungen zur Impfakzeptanz sowie der Studien zur Impfeffektivität und -sicherheit wird die STIKO die Empfehlung zur COVID-19-Impfung regelmäßig evaluieren. Sie wird den wissenschaftlichen Stand zum Erkrankungsrisiko und zu den Impfstoffen, die bereits zur Anwendung kommen oder kurz vor der Zulassung stehen, fortlaufend prüfen und ihre Empfehlung gegebenenfalls anpassen. Aktualisierungen erfolgten am 8.1., 29.1. und 12.3.2021, die vierte Aktualisierung wurde am 1.4.2021 veröffentlicht.

Gruppe 1 – Höchste Priorität

  • Über 80-Jährige
  • Personen, die in stationären Einrichtungen für ältere oder pflegebedürftige Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind,
  • Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit hohem Expositionsrisiko wie Intensivstationen, Notaufnahmen, Rettungsdienste, als Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung,  Corona-Impfzentren und in Bereichen mit infektionsrelevanten Tätigkeiten
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen, die Menschen mit einem hohen Risiko behandeln, betreuen oder pflegen (vor allem Hämato-Onkologie und  Transplantationsmedizin.)

Gruppe 2 – Hohe Priorität

  • Über 70-Jährige
  • Personen mit Trisomie 21, mit Demenz, mit geistiger Behinderung oder mit schwerer psychiatrischer Erkrankung, insbesondere bipolare Störung, Schizophrenie oder schwere Depression
  • Personen nach einer Organtransplantation
  • Krebserkrankte, Personen mit schwerer Lungenerkrankung (z.B. interstitielle Lungenerkrankung, Mukoviszidose, COPD), sehr ausgeprägter Adipositas, schwerem Diabetes mellitus, chronischer Leber- oder Nierenerkrankung
  • Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht
  • Bis zu zwei enge Kontaktperson von pflegebedürftigen Personen, die nicht ein einer Einrichtung leben, die über 70 Jahre alt sind, nach Organtransplantation oder die eine der vorgenannten Erkrankungen oder Behinderung haben.
  • Bis zu zwei enge Kontaktpersonen von Schwangeren
  • Personen, die in stationären Einrichtungen für geistig behinderte Menschen tätig sind oder im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig geistig behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus tätig sind, insbesondere Ärzte und sonstiges Personal mit regelmäßigem Patientenkontakt, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und in Corona-Testzentren
  • Polizei- und Ordnungskräfte, die im Dienst, etwa bei Demonstrationen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind
  • Personen, die in Kinderbetreuungseinrichtungen, in der Kindertagespflege und in Grund-, Sonder- oder Förderschulen tätig sind
  • Personen im öffentlichen Gesundheitsdienst und in relevanten Positionen der Krankenhausinfrastruktur
  • Personen, die in Flüchtlings- und Obdachloseneinrichtungen leben oder tätig sind 
  • Personen, die im Rahmen der nach Landesrecht anerkannten Angebote zur Unterstützung im Alltag im Sinne des § 45a des Elften Buches Sozialgesetzbuch regelmäßig bei älteren oder pflegebedürftigen Menschen tätig sind

Gruppe 3 – Erhöhte Priorität

  • Über 60-Jährige
  • Personen mit folgenden Krankheiten: Adipositas, chron. Nierenerkrankung, chron. Lebererkrankung, Immundefizienz oder HIV-Infektion, Diabetes mellitus, div. Herzerkrankungen, Schlaganfall, Krebs, COPD oder Asthma, Autoimmunerkrankungen und Rheuma
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit niedrigen Expositionsrisiko (Labore) und ohne Betreuung von Patienten mit Verdacht auf Infektionskrankheiten
  • Personen, die Mitglieder von Verfassungsorganen sind oder in besonders relevanter Position in den Verfassungsorganen, in den Regierungen und Verwaltungen, in der Bundeswehr, bei Polizei, Zoll, Feuerwehr, beim Katastrophenschutz, in der Justiz und Rechtspflege, den Auslandsvertretungen oder bei Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit
  • Personen in relevanter Position in Unternehmen der kritischen Infrastruktur, in Apotheken und Pharmawirtschaft, öffentlicher Versorgung und Entsorgung, Ernährungswirtschaft, Transportwesen, Informationstechnik und Telekommunikation
  • Personen, die im Lebensmitteleinzelhandel tätig sind
  • Personen, die in Schulen tätig sind – außer in Grund-, Sonder- und Förderschulen, also zum Beispiel in weiterführenden Schulen – oder in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe 
  • Personen mit prekären Arbeits- oder Lebensbedingungen

Gruppe 4 – Ohne Priorität

Alle, die ein geringeres Risiko haben, einen schweren Verlauf einer Covid-19-Erkrankung zu erleiden. Ihnen soll nach den priorisierten Gruppen ein Impfangebot gemacht werden.