Eike-von-Repgow-Stipendiatin 2021 - Maria Carina Dengg
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Das Eike-von-Repgow-Stipendium 2021 geht an Maria Carina Dengg

Die Landeshauptstadt Magdeburg und die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg haben gemeinsam alternierend zum Eike-von-Repgow-Preis bereits zum neunten Mal das Eike-von-Repgow-Stipendium vergeben. Durch die Corona-Pandemie hatte sich die offizielle Verleihung, die für November 2021 geplant war, auf den
03. Mai 2022 verschoben. Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper und der Rektor der Universität, Prof. Dr. Jens Strackeljan, überreichten das mit 5.000 Euro dotierte Stipendium in der Lukasklause an Maria Carina Dengg.

Eike-von-Repgow_2021_Stipendiatin_Maria Dengg © Otto-von-Guericke-Universität
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Autor: JANAd
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Der Rektor der Otto-von-Guericke-Universität, Prof. Dr. Jens Strackeljan und Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper mit der Eike-von-Repgow-Stipendiatin 2021, Maria Carina Dengg.

Forschungsschwerpunkt - Mittelalterliche Straßenverläufe

Mit dem Eike-von-Repgow-Stipendium 2021 werden die Verdienste von Maria Carina Dengg gewürdigt, welche seit dem 1. Januar 2021, gefördert durch ein Graduiertenstipendium des Landes Sachsen-Anhalt, an einem Dissertationsvorhaben mit dem Titel „Quer durch Deutschland Infrastruktur(en) und Transformation(en) der Via regia von der Antike bis in die Frühe Neuzeit“ forscht. Das Stipendium soll ihre weitere wissenschaftliche Forschung unterstützen sowie die Publikation seiner Arbeit in einem renommierten Verlag ermöglichen und damit die wünschenswerte wissenschaftliche Aufmerksamkeit erlangen.

Die zentralen Fragestellungen des Vorhabens gelten der Feststellung der Infrastruktur und der im Zeitenverlauf ablesbaren Transformationen, wie Zollstellen, Märkte und Handelsplätzen, Zentralorte, Städte sowie deren jeweiligen Veränderungen bzw. teilweise Verlagerungen. In der Synthese zielt die Studie darauf ab, Veränderungen der (Kultur-)Landschaft durch menschlichen Eingriff und Raumwahrnehmung im Wandel der Zeiten sichtbar zu machen und damit zugleich einen Einblick in die historische Genese unserer gegenwärtigen Welt zu eröffnen.

Begründung des Kuratoriums

In seiner Begründung kommt das Kuratorium zu folgender Auffassung:

„Die geplante methodische Vorgehensweise der Stipendiatin ist innovativ und ambitioniert. Maria Carina Dengg arbeitet interdisziplinär und wird historische, archäologische, onomastische und siedlungsgeschichtliche Forschungsansätzen zur Anwendung bringen“, heißt es in der Begründung zur Stipendiumsvergabe.

„Darüber hinaus demonstriert sie als berufstätige und in der Wissenschaft tätige junge Mutter die Vereinbarung von Familie und Forschung an der Otto-von-Guericke-Universität.“ Die Verleihung des Stipendiums an Maria Carina Dengg verdeutliche die Bedeutung und Leistungsfähigkeit des Bereichs Geschichte, speziell der Mittelalterlichen Geschichte, an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg."

Die Gutachter ihrer Arbeit und das Kuratorium zur Auswahl des Eike-von-Repgow-Stipendiums stimmten darin überein, dass es sich bei der Dissertationsschrift von Maria Carina Dengg um eine ganz herausragende wissenschaftliche Leistung handelt, die insbesondere hinsichtlich des methodischen Zugriffs Maßstäbe setzt. Das beschriebene Projekt wurde innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens abgeschlossen und am 19. April 2021 vor über 200 Teilnehmenden aus ganz Europa digital präsentiert und fand große Begeisterung sowie Anerkennung.

Die Stipendiatin

Maria Carina Dengg wurde am 02.08.1992 in Kiel geboren. Nach ihrem Abitur 2011 absolvierte sie einen einjährigen Freiwilligendienst in Vietnam. 2012 bis 2019 studierte sie an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg Ur- und Frühgeschichte mit dem Nebenfach Mittelalterliche Geschichte. Ihr Studium schloss Maria Carina Dengg mit einem Master of Arts und der Note sehr gut (1,1) ab. Vom 1. Oktober 2019 bis 31. Dezember 2020 war sie als Lehrende und Projektmitarbeiterin an der Otto-von-Guericke-Universität beschäftigt. Dabei hat sie im Rahmen eines von der Christian-Lesser-Stiftung Mühlhausen geförderten Drittmittelprojekts an der Digitalisierung der spätmittelalterlichen Handelsstraßen des Hanseraums auf dem Gebiet des nördlichen Thüringens sowie des südlichen Sachsen-Anhalts geforscht.

Veröffentlichungen

-        The "Dark Ages" of the Roman Roads. in: The viabundus Blog, 12.08.2020 

-        Bart Holterman et al. (ed.), Viabundus Pre-modern Street Map 1.1

(Stand: Mai 2022)