25. November - Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen
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Vor 61 Jahren wurden die Schwestern Maria, Minerva und Patria Mirabel durch die Geheimpolizei der Trujillo-Diktatur in der Dominikanischen Republik vergewaltigt und ermordet. Die drei Schwestern hatten jahrelang gegen die Diktatur Widerstand geleistet. Trotz Gefangenschaft und Folter hielten sie an ihrem Widerstand gegen Faschismus und Unterdrückung fest. Nach ihrer Ermordung weitete sich der Widerstand derart aus, dass die Trujillo-Diktatur zu Fall gebracht wurde. 1936 sagte Maria Teresa Mirabel in einer Rede:

„Vielleicht erwartet uns bald schon der Tod, jedoch macht mir das keine Angst. Wir werden weiter für all das kämpfen, was gerecht ist.“

Für freiheitsliebende Frauen ist eine solche würdevolle Haltung heute wie damals notwendig.

Der Mut der Mirabal-Schwestern gilt inzwischen als Symbol für Frauen weltweit, die nötige Kraft für das Eintreten gegen jegliches Unrecht zu entwickeln. Im Gedenken an die Schwestern Mirabal wurde der 25. November zum internationalen Tag von Frauen gegen jegliche Form von Gewalt erklärt.

Gewalt gegen Frauen ist weltweit die häufigste Menschenrechtsverletzung und prägt den Alltag vieler Frauen in Deutschland und weltweit. Gewalt an Frauen zeigt sich in verschiedenen Formen, wie unter anderem:

  • häusliche Gewalt
  • sexualisierter Gewalt
  • Frauenhandel in die sexuelle Ausbeutung
  • Ausbeutung der Arbeitskraft sowie in der Ehe
  • Zwangsverheiratung
  • Genitalverstümmelung

Unbedingt benannt werden müssen in diesem Zusammenhang auch die subtileren und weniger sichtbaren Formen von Gewalt, wie:

  • psychische Gewalt
  • Stalking
  • ökonomische Abhängigkeit
  • strukturelle und rassistische Formen von Gewalt

Die dadurch hinterlassenen schwerwiegenden Spuren richten unermesslichen psychischen Schaden an.