Notwendige Baumfällungen in der Cracauer Straße
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Notwendige Baumfällungen in der Cracauer Straße

Im Zuge der Arbeiten für den Ersatzneubau Strombrückenzug müssen in der Cracauer Straße zwischen Zuckerbusch und Lassallestraße außerplanmäßig 10 Bäume gefällt werden. An dieser Stelle wird die Cracauer Straße an die neue Verkehrsanlage Heumarkt angebunden. Als Ersatz sollen an gleicher Stelle 24 neue Bäume gepflanzt werden.

Mehrere Begutachtungen ergaben, dass die notwendigen Arbeiten in diesem Bereich die Fällungen der Bäume unumgänglich machen.

Der in diesem Abschnitt neu entstehende Straßenkörper mit Fahrspuren, Gleiskörper sowie Geh- und Radweg wird frostsicher bis zu einer Tiefe von rund 180 Zentimetern ausgebaut. Zahlreiche Versorgungsleitungen für Bahnstromanlage, Beschilderung, Lichtsignalanlage und der Anlagen der öffentlichen Beleuchtung müssen um- oder neuverlegt werden. Auch die Versorgung des Neubaus der Haltestelle in der Cracauer Straße nebst zahlreichen Einbauten und Ausstattungselementen zählt dazu.

Neue Leitungstrassen schützen auch vor möglichen Havarien

Die hohe Dichte der Versorgungsleitungen würde einen erheblichen, aber unvermeidbaren Eingriff in die geschützten Wurzelbereiche der Bäume bedeuten. Das heißt, dass die zu verlegenden Leitungen zu nah an den Bestandsbäumen wären. Werden bei den Arbeiten – was auch bei allen Vorsichtsmaßnahmen passieren kann – die Feinwurzeln der Bäume beschädigt, kann das in der Folge bis zum Verlust des Baumes führen.

Die Leitungstrassen werden so angeordnet, dass der notwendige Raum für Baumneupflanzungen geschaffen werden kann. Eine Neuaufteilung des Bauraumes erfolgte in Abstimmung durch:

  • Umweltamt
  • untere Naturschutzbehörde
  • Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe
  • Träger der Versorgungsleitungen
  • Baubetrieb
  • Planer

Es werden Baumarten ausgewählt, deren Kronen mehr Abstand zu den Gebäuden zulassen. So sind die derzeit dort befindlichen Hainbuchen sehr nah an die Häuserfassaden gewachsen. Ein weiteres Problem der stadtauswärtigen Baumreihe ist, dass sie direkt auf eine Trinkwasserleitung gebaut wurde, was im Havariefall ein Problem darstellen kann. Darüber hinaus sind im Pflasterbereich Ausbeulungen aufgrund des Wurzelwachstums erkennbar.

Mehr Pflanzungen als Fällungen

Neben dem Ersatz des Baumbestandes werden 14 zusätzliche Bäume in den Straßenabschnitt gepflanzt. Für die 24 Neupflanzungen sind Baumquartiere nach neustem Stand der Technik vorgesehen. Dabei wird unter anderem das anfallende salzfreie Oberflächenwasser der Gehwege für die Bewässerung der Baumstandorte genutzt. Derzeit laufen Abstimmungen mit der ausführenden Firma und einer Baumschule zur Festlegung einer säulenförmigen Baumart.