Stilles Gedenken am Mahnmal Magda
Hilfsnavigation
D115 Ihre Behördennummer

Stilles Gedenken und Kranzniederlegung am Mahnmal Magda

Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper und Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch haben am 27. Januar am Mahnmal des KZ-Außenlagers „Magda“ in Magdeburg-Rothensee Kränze niedergelegt. Anlass war der bundesweite Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Aufgrund der aktuellen Landesverordnung zur Eindämmung des Coronavirus musste in diesem Jahr auf eine offizielle Gedenkveranstaltung verzichtet werden.

Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper und Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch legten am Mahnmal des KZ-Außenlagers „Magda“ Kränze nieder, um so den Opfern von Krieg und Gewalt im Nationalsozialismus zu gedenken. Die derzeitige Corona-Situation verhinderte eine traditionelle Gedenkveranstaltung.

„Vor 76 Jahren wurden die Internierten des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau und der Konzentrationslager von Auschwitz befreit. Für unzählige Menschen kam diese Befreiung jedoch zu spät. Millionen Menschen wurden systematisch verfolgt und ermordet – verursacht durch das totalitäre Regime des Nationalsozialismus. Es ist unsere Pflicht, auch weiterhin dafür zu sorgen, dass diese Menschen und ihre Geschichten nicht in Vergessenheit geraten. Das Gedenken ist ein Zeichen für ein tolerantes und friedliches Miteinander in unserer Stadt“, so Oberbürgermeister Dr. Trümper.

Oberbürgermeister Dr. Trümper und Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch
Inschrift am Mahnmal Magda in Magdeburg
Oberbürgermeister Dr. Trümper und Gabriele Brakebusch gedenken am Mahnmal Magda

Hintergrund zum Mahnmal Magda

In der Rothenseer Havelstraße/ Ecke Heinrichsberger Straße wurde am 26. Januar 2001 das von dem Metallplastiker Peter Hinz und dem Schriftsteller Jürgen Rennert geschaffene Mahnmal enthüllt. Es erinnert an das KZ-Außenlager „Magda“, das sich 1944/45 in unmittelbarer Nachbarschaft befand.

Ab Juni 1944 waren 2.170 zumeist ungarische Juden des Konzentrationslagers Buchenwald in das KZ-Außenlager „Magda“ in Magdeburg-Rothensee überführt und zur Schwerstarbeit für die Braunkohle-Benzin AG, kurz BRABAG, gezwungen worden. Das Lager befand sich in direkter Nähe des heutigen Denkmals. Bis zu seiner Auflösung im Februar 1945 kamen 550 Häftlinge ums Leben.

Hintergrund zum 27. Januar 1945

Der 27. Januar ist ein bundesweiter Gedenktag für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. 2021 jährt sich zum 76. Mal der Tag, an dem die Inhaftierten des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau und der Konzentrationslager von Auschwitz 1945 durch sowjetische Soldaten befreit wurden. Für viele Menschen kam diese Befreiung jedoch zu spät. In den Lagern von Auschwitz wurden schätzungsweise mehr als eine Million Menschen umgebracht.