Kontakt­­beschränkungen
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Neues zu Kontaktbeschränkungen

Die gesetzlichen Regelungen zur Eindämmung des Coronavirus' haben unmittelbare Auswirkungen auf das soziale Leben. Folgend gelistete Fragen und Antworten helfen dabei, einen schnellen Überblick über erlaubte und nicht erlaubte Dinge zu gewinnen. Gemeinsames Handeln sowie das Akzeptieren und Einhalten der Regeln und Anordnungen helfen bei der Eindämmung der Pandemie. Die Hygiene- sowie Abstandsregeln gelten nach wie vor. Die aktuellen Anordnungen des Landes Sachsen-Anhalt gelten vom 12. Februar bis 10. März 2021.

Laut der 5. Änderung der Neunten Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 ist der Aufenthalt im öffentlichen und nichtöffentlichen Raum unter folgenden Anordnungen möglich:

  • Private Zusammenkünfte sind im Kreise der Angehörigen des eigenen Haustandes und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person sowie deren Kinder, wenn diese das dritte Lebensjahr noch nicht vollendet haben, gestattet.

    • Diese Regelung greift auch andersherum, d.h. eine Person darf nur mit einem Hausstand Kontakt haben.

  • Zur Erleichterung der Kinderbetreuung und damit zur Entlastung der Notbetreuungen ist abweichend davon die unentgeltliche, nicht geschäftsmäßige Beaufsichtigung von Kindern, die das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, in festen, familiären oder nachbarschaftlich organisierten Betreuungsgemeinschaften zulässig, wenn diese Kinder aus höchstens zwei Hausständen kommen.

  • Für Landkreise mit einem 7-Tages-Inzidenzwert von über 200 – über eine Dauer von fünf Tagen – wird der Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort eingeschränkt, sofern kein triftiger Grund vorliegt.

Unberührt von der maximalen Personenanzahl bleiben Einrichtungen, in denen viele Menschen bestimmungsgemäß kurzfristig zusammentreffen müssen, wie beispielsweise am Arbeitsplatz, bei der Teilnahme an Prüfungen oder im Öffentlichen Personennahverkehr.

Des Weiteren ist jede Person gesetzlich dazu verpflichtet, in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in Geschäften jeder Art eine Barriere im Sinne eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes zu tragen.

Ein medizinische Mund-Nasen-Schutz im Sinne der Landesverordnung ist eine mehrlagige Einwegmaske (z.B. eine medizinische Gesichtsmaske nach der europäischen Norm oder eines handelsübliche OP-Maske, die auch als Einwegmaske oder Einwegschutzmaske bezeichnet wird) oder eine partikelfilternde Halbmaske (z.B. FFP2- oder FFP3-Maske).

  • Von dieser Regelung sind Kinder unter 6 Jahren ausgenommen

  • Auch gehörlose oder schwerhörige Personen sowie deren Begleitpersonen, Schwangere und durch eine Maske gesundheitlich stark eingeschränkte Personen müssen keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen

Ab 1. März wieder geöffnet: 
  • Kindertageseinrichtungen für alle Kinder
  • Grund- und Förderschulen wieder im vollen Präsenzunterricht unter Befreiung der Präsenzpflicht
  • Weiterführende Schulen und Berufsbildende Schulen im eingeschränkten Regelbetrieb (Wechselmodell), davon ausgenommen bleiben die Abschlussklassen
    • Voraussetzung für diese Öffnung der Schulen und Kitas ist eine7-Tages-Inzidenz unter 200 pro 100.000 Einwohner in dem jeweiligen Landkreis oder der kreisfreien Stadt. 
  • Bau- und Gartenmärkte sowie Blumenläden
  • Friseursalons und Fußpflege (außer dekorative Pediküre)
  • Fahr- und Flugschulen

Folgende Einrichtungen oder Angebote dürfen geöffnet bleiben und
ausschließlich mit einer medizinischen Mund-Nasen-Abdeckung betreten werden:
  • Lebensmittelgeschäfte mit Zugangsbeschränkung und Abstandsregelung (neue Quadratmeter-Beschränkungen)
  • Drogerien, Apotheken, Babyfachmärkte, Sanitätshäuser, Reformhäuser
  • Buch- und Zeitungshandel
  • Optik- und Hörakustikgeschäfte
  • Abhol- und Lieferdienste
  • Wochenmärkte für Lebensmittel
  • medizinisch notwendige Behandlungen wie Physiotherapie, Logopädie, Ergotherapie u.ä.
  • Freiflächen in Zoos, Tierparks und Botanischen Gärten
  • Leistungssport
  • Tierbedarfsmärkte
  • Tankstellen, Kfz-Werkstätten sowie Fahrradwerkstätten und –läden
  • Banken, Sparkassen und Poststellen
Erlaubt sind:
  • die Wahrnehmung von Angeboten der offenen Kinder- und Jugendarbeit, Seniorenbegegnungsstätten und Mehrgenerationstreffen
  • Angebote zur Versorgung Obdachloser (Suppenküchen bleiben unter den Hygieneauflagen weiterhin geöffnet)
  • Besuche von Gottesdiensten und Kirchen
  • die Beherbergung von Personen aus familiären oder beruflichen Gründen ist zulässig, soweit dies zwingend notwendig und unaufschiebbar ist. Es wird allerdings empfohlen, von nicht dringend notwendigen privaten Reisen und Besuchen (auch von Verwandten) sowie von überregionalen tagestouristischen Ausflügen abzusehen
  • Veranstaltungen, die der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung sowie der Daseinsfürsorge dienen (u.a. Gerichte, Behörden), die Arbeit der Kirchen und Religionsgemeinschaften (u.a. Gottesdienste) sowie die Arbeit von Landtag, Stadtrat und anderen Selbstverwaltungskörperschaften
 Folgende Einrichtungen oder Angebote dürfen nicht für den Publikumsverkehr geöffnet werden:
  • Ladengeschäfte jeglicher Art (mit Ausnahmen)
  • Gaststätten (nur Außer-Haus-Verkauf und Lieferung), Clubs und Diskotheken
  • Museen und Gedenkstätten, Ausstellungshäuser
  • Autokinos
  • Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen
  • Theater (einschließlich Musiktheater), Filmtheater (Kinos), Konzerthäuser und -Veranstaltungsorte
  • Angebote in soziokulturellen Zentren und Bürgerhäusern
  • Planetarien und Sternwarten
  • Spezialmärkte, Messen und Weihnachtsmärkte
  • Fitness- und Sportstudios, Yoga- und andere Präventionskurse, Indoor-Spielplätze
  • Freizeitparks, Badeanstalten, Schwimmbäder, einschließlich Freizeit- und Spaßbäder sowie Heilbäder, Saunas und Dampfbäder
  • Prostitutionsstätten und Prostitutionsfahrzeuge
Nicht erlaubt sind:
  • der Besuch von Gaststätten (davon ausgenommen sind die Belieferung und die Mitnahme von Speisen, sowie der Außer-Haus-Verkauf)
  • die Beherbergung von Personen aus touristischen Zwecken in Hotels, Hostels, Jugendherbergen, Familienferienstätten, Pensionen und vergleichbaren Angeboten, Campingplätzen, Wohnmobilstellplätzen, Yacht- und Sportboothäfen sowie privaten und gewerblichen Vermietern von Ferienhäusern, Ferienhausparks, Ferienwohnungen, Ferienzimmern sowie von Übernachtungs- und Schlafgelegenheiten (homesharing) und vergleichbaren Angeboten,
  • Busreisen
  • fachkundig organisierte Veranstaltungen im Außenbereich mit Angeboten, die der Freizeit und Unterhaltung dienen sowie das generelle Feiern auf öffentlichen Plätzen und Anlagen– dies gilt unabhängig von der Personenzahl
  • der Alkoholausschank und -konsum in der Öffentlichkeit (die Abgabe alkoholhaltiger Getränke ist nur in mitnahmefähigen und verschlossenen Behältnissen erlaubt)

⯈ Die Polizei und das Ordnungsamt kontrollieren verstärkt, ob die Beschränkungen eingehalten werden. Das Ordnungsamt und die Polizei können zur Überwachung der erlassenen Regelungen und Empfehlungen Personen im öffentlichen Raum kurzzeitig anhalten und befragen. Die befragte Person ist dazu verpflichtet, ihren vollständigen Namen, den Tag ihrer Geburt sowie ihren Wohnort und ihre Wohnung anzugeben. Bußgelder oder Strafen bei Nichteinhaltung und Verstößen können verhängt werden. Weitere Informationen dazu finden Sie im Bußgeldkatalog des Landes Sachsen-Anhalt.

Weitere Informationen gibt es in der 4. Änderung der Neunten Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2.

Sportstätten und Sportbetriebe

Der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen sowie Schwimmbädern untersagt. Dies gilt sowohl für Sportanlagen im Freien als auch in geschlossenen Räumen. Ausgenommen hiervon sind der:

  • Individualsport allein, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand,
  • Sportbetrieb von Berufssportler*innen,
  • Sportbetrieb von Kaderathletinnen und Kaderathleten, die einem auf Bundesebene gebildeten Olympiakader, Perspektivkader, Ergänzungskader, Nachwuchskader 1 oder Nachwuchskader 2 eines Bundesfachverbandes des Deutschen Olympischen Sportbundes angehören,
  • Sportbetrieb von Landeskadern, die an den Standorten der Eliteschulen des Sports beschult werden,
  • Rehabilitationssport,
  • Die Durchführung des Aufnahmegesamtverfahrens einschließlich des dazu notwendigen Vorbereitungstrainings und der Prüfung zur Aufnahme an Schulen/ Hochschulen/ Universitäten mit den inhaltlichen Schwerpunkt Sport,
  • sowie die Durchführung der Prüfungen für den Ausbildungsberuf Fachangestellte*r für Bäderbetriebe.

Hochzeiten & Trauerfeiern

  • An Hochzeiten dürfen neben den Eheschließenden und dem Standesbeamten lediglich die Trauzeugen, die Eltern, Kinder und Geschwister der Eheschließenden teilnehmen.

  • Bei Trauerfeiern dürfen nur der engste Freundes- und Familienkreis der oder des Verstorbenen, die/ der Trauerredner*in oder die/ der Geistliche sowie das erforderliche Personal des Bestattungsunternehmens teilnehmen.

Besuchsrechte in Krankenhäusern & Pflegeeinrichtungen

Besuchsrechte für Krankenhäuser, Pflege- und Behinderteneinrichtungen, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, Werkstätten für Menschen mit Behinderung sowie ähnlichen medizinischen Einrichtungen gelten unter folgenden Besuchsbedingungen:

  • Einhaltung der Abstands- und Hygieneregelungen sind durch die Einrichtungsleitung sicherzustellen
  • alle Besucher*innen müssen einen neuen medizinischen Mund-Nasen-Schutz tragen – dieser ist von der Einrichtung zur Verfügung zu stellen
  • ausgenommen sind dabei Kinder unter 16 Jahren oder Menschen mit Atemwegsinfektionen.
  • der Zutritt darf nur nach erfolgten PoC-Antigen-Test mit negativem Testergebnis gewährt werden. Dem Antigen-Test steht ein negativer PCR-Test gleich, der nicht älter als 48 Stunden ist.

Die Einrichtungsleitung darf im Rahmen einer Gefährdungsabschätzung zum Schutz der Bewohner*innen die Besuchsrechte laut der aktualisierten Achten SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung einschränken – das heißt, diese haben das Recht, beispielsweise nur 1x wöchentlich Besuch zuzulassen oder gar ein Besuchsverbot festzulegen. Ein generelles Besuchsverbot muss der zuständigen Aufsichtsbehörde jedoch angezeigt werden.

Die Besuchsbedingungen gelten auch für Personen, die folgende Tätigkeiten wahrnehmen:

  • Rechtliche Betreuung und hoheitliche Aufgaben
  • Seelsorge
  • Rechtsberatung
  • Therapeutische oder medizinische Tätigkeiten

Ihnen kann jedoch nicht die Anzahl der wöchentlichen Besuche vorgeschrieben werden.

Von der Einhaltung der Abstandsregelung der aktualisierten Neunten Eindämmungsverordnung kann abgewichen werden bei Besuchen:

  • von Schwerstkranken, insbesondere zur Sterbebegleitung, durch ihnen nahestehende Personen und Urkundspersonen, von nahestehenden Personen.

Uni und Hochschule

Der Lehrbetrieb des Wintersemesters 2020/2021 wird bis zum Ende der Vorlesungszeit am 4. Februar 2021 vollständig digital durchgeführt. Das bedeutet, dass der Präsenzbetrieb weiterhin ausfällt. Sofern Labore, praktische Übungen etc. in Präsenz durchgeführt werden müssen, gelten unverändert die strengen Hygienevorschriften. Die Bibliotheken bleiben weiterhin geschlossen. Ausleihen und Rückgabe von Medien sind möglich und können nach Anmeldung erfolgen. Auch Hörsäle und Seminarräume bleiben geschlossen.

Weitere Informationen erhalten Studierende auf den Internetseiten der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg und der Hochschule Magdeburg-Stendal .