Magdeburg erhält Neuzertifizierung als Fairtrade-Stadt
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Magdeburg erhält Neuzertifizierung als Fairtrade-Stadt

Bereits zum 3. Mal ist Magdeburg als Fairtrade-Stadt (engl. Fairtrade Town) zertifiziert worden. Somit sind erneut alle 5 Kriterien zur Nachhaltigkeit der Fairtrade-Towns-Kampagne erfüllt. Der Titel ist das Ergebnis einer erfolgreichen Vernetzung von Akteur*innen aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft, die sich gemeinsam lokal für den fairen Handel stark machen. Die Auszeichnung für Magdeburg wurde erstmalig im Jahr 2014 durch die TransFair e.V. verliehen.

Auf kommunaler Ebene spielt der faire Handel in allen gesellschaftlichen Bereichen eine wichtige Rolle. In der Landeshauptstadt engagieren sich Vertreter*innen des

  • Weltladens,
  • des Eine-Welt-Netzwerkes Sachsen-Anhalt,
  • des Nachhaltigkeitsbüros der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg,
  • der Verbraucherzentrale,
  • des Mauritiushauses Niederndodeleben,
  • der Stadtverwaltung und
  • der evangelischen Kirche
  • sowie Privatpersonen

für Nachhaltigkeit. Magdeburg übernimmt auf diese Weise soziale Verantwortung und positioniert sich als weltoffene Kommune. Es entstehen Impulse für eine nachhaltige Beschaffung in der kommunalen Verwaltung, in der Kultur, in Vereinen und in den Betrieben der Ottostadt.

Hintergrund zu Fairtrade-Town

Die Kampagne „Fairtrade-Stadt“ gibt es mittlerweile in 36 Ländern mit über 2.000 Fairtrade-Städten. In Deutschland tragen inzwischen über 670 Kommunen den Titel. Dabei gilt es fünf Kriterien zu erfüllen, um Fairtrade-Stadt zu werden:

  1. Es liegt ein Beschluss der Kommune/ des Kreistages vor, dass bei allen Sitzungen der Ausschüsse und des Rates sowie im Bürgermeister‐ bzw. Landratsbüro Fairtrade‐Tee – oder -Kaffee sowie ein weiteres Produkt aus fairem Handel verwendet wird; und dass der Titel „Fairtrade-Stadt“ (bzw. Gemeinde/ Landkreis) angestrebt wird.

  2. Es gibt eine lokale Steuerungsgruppe, die auf dem Weg zur Fairtrade‐Stadt (bzw. Gemeinde/ Landkreis) die Aktivitäten vor Ort koordiniert.

  3. In den lokalen Einzelhandelsgeschäften werden gesiegelte Produkte aus fairem Handel angeboten und in Cafés und Restaurants werden Fairtrade‐Produkte ausgeschenkt (jeweils mindestens zwei).

  4. In öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen werden Fairtrade‐Produkte verwendet und es werden dort Bildungsaktivitäten zum Thema „fairer Handel“ durchgeführt.

  5. Die örtlichen Medien berichten über alle Aktivitäten auf dem Weg zur Fairtrade‐Stadt (bzw. Gemeinde/ Landkreis).

Nach Erfüllung aller Kriterien und Prüfung durch TransFair e. V. wird der Titel „Fairtrade-Stadt“ (bzw. Gemeinde/ Landkreis) für zunächst zwei Jahre vergeben. Danach erfolgt eine Überprüfung, ob die Kriterien weiterhin erfüllt sind.