Sonderausstellungen locken ins Naturkundemuseum
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Sonderausstellungen locken ins Museum für Naturkunde

Seit dem 5. Mai hat auch das Museum für Naturkunde in Magdeburg wieder geöffnet. Neben der spannenden Dauerausstellung über Artenvielfalt der Erde, Lebensräume Sachsen-Anhalts und dem Eiszeitzeitalter lockt das Museum derzeit mit zwei Sonderausstellungen die Besucher.

Pilze - Netzwerker der Natur

Pilze zeigen sowohl Merkmale von Pflanzen als auch von Tieren. Jeder kennt Pilze. Wobei das, was man gewöhnlich als Pilz bezeichnet, nur der Fortpflanzung dienende Fruchtkörper ist. Der eigentliche Pilz durchwächst meist versteckt für den Betrachter z.B. Waldboden oder abgestorbene Baumstämme, kurz das Pilzsubstrat. Pilze ernähren sich von organischer Substanz. Sie können tote organische Biomasse zersetzten und sind wichtige Netzwerker im Stoffkreislauf unserer Biosphäre.

Die Sonderausstellung nimmt Pilze unter die Lupe. Berichtet von mikroskopisch kleinen und mehrere Meter großen Arten, von ihrer Rolle in der Heilkunst oder als Veredler von Speisen, von essbaren und giftigen und anderweitig gefährlichen Vertretern, die krankmachen oder gar töten können. Gezeigt werden spektakuläre maßstabsgerecht vergrößerte Pilzsporen und einzigartige Pilzmodell in Originalgröße, die dank der hohen Präparationskunst von Lilo und Klaus Wechsler aus Bremen aussehen, als wurden sie gerade frisch gesammelt. Arrangiert Ausschnitte unterschiedlicher Lebensräume vermitteln ein authentisches Bild über die Vielgestaltigkeit dort vorkommender Pilzarten.

Die Ausstellung ist noch bis zum 24. Januar im Museum für Naturkunde Magdeburg (Otto-von-Guericke-Straße 68-73) zu sehen.

ART & Vielfalt - Impressionen aus der Tier- und Pflanzenwelt

Mit einem Monat Verspätung konnte jetzt die große Sonderausstellung „ART & Vielfalt – Impressionen aus der Tierwelt“ für die Besucher geöffnet werden. Zum 6. Mal präsentiert das Museum für Naturkunde wieder Kunstwerke aus dem Bereich Wildlife Art in seinen Räumen. Die Sonderausstellung zeigt Wildtiere im Porträt, in ihrem Lebensraum oder in ihrer Beziehung zum Menschen mit den künstlerischen Mitteln der Malerei, Skulptur oder Plastik. Neu kommt 2020 die künstlerische Darstellung von Pflanzen hinzu. Die Ausstellung ist das Ergebnis des Kunstwettbewerbes um das "Guericke-Einhorn“, der vom Naturwissenschaftlichen Verein zu Magdeburg e.V. und dem Museum für Naturkunde alle zwei Jahre veranstaltet wird.

Das Guericke-Einhorn ist ein Preis für Künstler, die Wildtiere und Wildpflanzen naturrealistisch darstellen und damit das Thema "Artenvielfalt unserer Erde" künstlerisch umsetzen. Mit dem „Guericke-Einhorn“, einer 17 cm hohen Bronzeplastik, wird an den 1672 von Otto von Guericke überlieferten Bericht zum Quedlinburger Einhornfund erinnert – eine der frühesten wissenschaftlichen Deutung fossiler Knochenfunde. Mit der Ausstellung möchte das Museum die Tradition der naturrealistischen Tier- und Pflanzendarstellung fördern sowie dieser Kunstrichtung ein eigenes Forum geben.  Aus dem Bewerberkreis wurden von einer Jury  34 Künstler ausgewählt. Jeder der ausgewählten Künstler beteiligt sich mit bis zu fünf Kunstwerken in der Ausstellung.

Die Ausstellung ist noch bis zum 19. September  im Museum für Naturkunde Magdeburg (Otto-von-Guericke-Straße 68-73) zu sehen.

Öffnungszeiten und Eintritt

Das Museum für Naturkunde ist von Dienstag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Am Wochenende jeweils von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet 5 Euro, ermäßigt 3 Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt.

Das Museum für Naturkunde befindet sich in der Otto-von-Guericke-Straße 68-73  im gleichen Gebäude wie das Kulturhistorische Museum.

www.naturkundemuseum-magdeburg.de