Schule
Hilfsnavigation
D115 Ihre Behördennummer

Regelungen im neuen Schuljahr

Sachsen-Anhalts Schulen starten am 27. August 2020 mit dem Regelbetrieb in das neue Schuljahr. Das hat die Landesregierung beschlossen. Grundlage für den Regelbetrieb im neuen Schuljahr werden ein Stufen- sowie ein Rahmenplan für Hygienemaßnahmen sein. Hierbei bleibt es das oberste Ziel, eine unkontrollierte Infektionsausbreitung von Covid-19 zu verhindern.

Corona: Schule © peterschreiber.media - stock.adobe.com
©
© peterschreiber.media - stock.adobe.com

Formen des Schulbetriebs im Schuljahr 2020/2021 (Stufenplan)

  • Der Schulbetrieb ist abhängig vom regionalen Infektionsgeschehen.
  • Jeweilige Maßnahmen sind am lokalen bzw. regionalen Infektionsgeschehen auszurichten.
  • Damit kann lokal gezielt reagiert werden, ohne nichtbetroffene Regionen zu beeinträchtigen.
  • Entscheidung trifft das zuständige Gesundheitsamt in Abstimmung mit dem Landesschulamt.

Regelbetrieb (Stufe 1)

An Schulen gibt es keine Beteiligten, die positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestet wurden. Infektionsrisiko in der Region ist niedrig:

  • Unterricht mit allen Beteiligten ohne Einschränkungen
  • Verzicht auf Mindestabstand von 1,5 m während des Unterrichts
  • Präventive Infektionsschutz- und Hygienemaßnahmen sind strikt einzuhalten (Maßnahmen zur Raumhygiene, Lüften, Abständen, Unterrichtsorganisation)
  • Eingeteilte Kohorten sind einzuhalten, Durchmischung dieser ist zu vermeiden
  • Gebildete Kohorten sind zu dokumentieren, Dokumentation ist auf Verlangen dem zuständigen Gesundheitsamt bekanntzugeben

Eingeschränkter Regelbetrieb (Stufe 2)

Die Stufe 2 umfasst zwei Fallkonstellationen:

(1) Ein Schüler oder eine an der Schule beschäftigte Person ist mit SARS-CoV2-Virus infiziert.

  • Diese Person und ermittelte Kontaktpersonen bzw. die Kohorte dürfen die Schule befristet nicht betreten.
  • Für Personen, die nicht als Kontaktpersonen identifiziert wurden, läuft der Schulbetrieb, sofern die Schule nicht befristet geschlossen wird, im Rahmen des Regelbetriebs (Stufe 1) oder im eingeschränkten Regelbetrieb (Stufe 2) weiter.

(2) In einer bestimmten Region (z.B. in einer Einheitsgemeinde, Verbandsgemeinde oder einem Stadtteil) steigt das Infektionsrisiko an und ein Übergreifen auf Schulen droht. Dann werden präventive Schritte an allen Schulen dieser Region ergriffen.

  • Bildung von festen Lerngruppen mit fest zugeordnetem Personal
  • Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 m
  • Befreiung von Risikogruppen vom Präsenzunterricht nach Vorlage eines Attests
  • Verschärfung der Hygienemaßnahmen
  • Wechsel von Präsenzphasen in der Schule und Distanzunterricht zu Hause mit erhöhten Infektionsschutzmaßnahmen in der Schule
  • Die Schule wählt ein praktikables System, um Klassen zu teilen und Wechsel von Anwesenheit und Abwesenheit zu organisieren. Der Wechsel zwischen Präsenz- und Distanzunterricht kann tage- oder wochenweise nach verschiedenen Modellen erfolgen.

Schulschließung - Distanzunterricht und Notbetreuung (Stufe 3)

  • Im Falle einer vom zuständigen Gesundheitsamt angeordneten befristeten vollständigen Schulschließung besteht für Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr, sofern sie keiner Quarantäneanordnung unterliegen, ein Anspruch auf Notbetreuung.
  • Unterricht findet ausschließlich als Distanzunterricht statt. Im Rahmen der Notbetreuung werden feste Gruppen gebildet. Die Gruppenbildung ist zu dokumentieren.

Weitere Maßnahmen zum neuen Schuljahr

Allgemein:

  • Alle Schulleitungen erhalten eine Checkliste, um Gefährdungsbeurteilungen und Umsetzung des Hygienerahmenplans zu dokumentieren.
  • Die Schulleitung entscheidet darüber, ob auf Grund der baulichen Gegebenheiten vor Ort von allen Personen innerhalb des Schulgebäudes, jedoch nicht während des Unterrichts, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen ist. Individuelle Absprachen zum Tragen einer Maske im Unterricht sind möglich.
  • Verpflichtung für alle, einen Mund-Nasen-Bedeckung bei sich zu führen.
  • Tägliche Dokumentation über schulfremde Personen, die sich länger als 15 Minuten im Schulgebäude aufhalten
  • Alle Reiserückkehrende aus Risikogebieten müssen spätestens 72 Stunden nach Heimkehr getestet worden sein. Ohne Nachweis eines negativen Ergebnisses haben sie keinen Zugang zum Schulgelände.

Vor und zu Beginn des Schuljahres:

  • Bis zum Schulstart werden noch einmal 1 Million Schutzmasken und 20.000 Liter Desinfektionsmittel an alle Schulen im Land sowie 12.000 FFP-2-Masken für Personal der Risikogruppe verteilt.
  • Personensorgeberechtigte und volljährige Schüler*innen müssen zu Schuljahresbeginn eine unterzeichnete Versicherung der Kenntnisnahme der Infektionsschutzmaßnahmen des Hygieneschutzplanes abgeben. Wird diese Versicherung bis zum 31. August 2020 nicht in der Schule abgegeben, ist den betreffenden Schüler*innen das Betreten der Einrichtung nicht mehr gestattet, bis diese Versicherung vorliegt.
  • Am 27. und 28. August gilt deshalb eine uneingeschränkt die Maskenpflicht außerhalb des eigentlichen Unterrichts.

Personaleinsatz:

  • Das Landespersonal an Schulen in öffentlicher Trägerschaft steht im Rahmen des Regelbetriebs uneingeschränkt für den Präsenzeinsatz zur Verfügung.
  • Alle Schulen erhalten für das Landespersonal, das der sog. Risikogruppe angehört, einen Handbestand an persönlicher Schutzausrüstung in Form von FFP-2 Masken. Zur sogenannten Risikogruppe gehören alle Personen, die bisher ein ärztliches Attest vorgelegt haben, das die Risikogruppenzugehörigkeit bestätigt.
  • Steigen die Infektionszahlen (7-Tages-lnzidenz von über 10 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner*innen im jeweiligen Landkreis) ist eine Freistellung vom Präsenzunterricht nur mit einem erneuten und entsprechend begründeten Attest der Betriebsärzte möglich.
  • Die Attestierung erfolgt auf der Basis der vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales herausgegebenen Richtlinie „Umgang mit aufgrund der SARS-CoV-2-Epidemie besonders schutzbedürftigen Beschäftigten“.

Kontrolle:

  • Im Ministerium für Bildung wird ein Krisenreaktionsteam eingerichtet.
  • Hier wird die Umsetzung der Infektionsschutzmaßnahmen zeitnah koordiniert und deren Wirksamkeit kontrolliert.
  • Das Krisenreaktionsteam setzt sich wie folgt zusammen: je eine Vertretung des Landesschulamts, des Lehrerhauptpersonalrats, des Lehrerbezirkspersonalrats sowie eine Fachkraft für Arbeitssicherheit, eine Vertretung des betriebsärztlichen Dienstes, ein*e Psycholog*in des Dienstleisters medical airport Service GmbH sowie eine Vertretung der im Ministerium für Bildung zuständigen Fachreferate.