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Ab Mai geht die Schule wieder los!

Schrittweise wird in Sachsen-Anhalt ab Montag, den 4. Mai, der Schulbetrieb wiederaufgenommen – damit sind auch Magdeburgs Schüler*innen angehalten, die Schule wieder zu besuchen. Dies gilt jedoch nicht für alle gleichermaßen. Welche Jahrgangsstufen wann und wie wieder den Unterricht besuchen können, welche Hygienemaßnahmen in den Schulen zu beachten sind und wie sich der Schulbetrieb organisatorisch gestaltet, erfahren Sie in der folgenden Auflistung!
Corona: Schule © peterschreiber.media - stock.adobe.com
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© peterschreiber.media - stock.adobe.com

Welche Schüler*innen dürfen ab wann wieder zur Schule?

Das Land Sachsen-Anhalt sieht eine schrittweise Öffnung des Schulbetriebs vor: 

  • Ab dem 4. Mai 2020 findet Unterricht an allgemeinbildenden Schulen für alle Jahrgangsstufen statt, die ihren Abschluss 2021 anstreben. 
  • Ab dem 4. Mai 2020 wird zudem an den Grundschulen der Schulbetrieb für die 4. Klassen wieder aufgenommen. 
  • Ab dem 6. Mai 2020 folgen an Gymnasien, Gesamt- und Gemeinschaftsschulen die Jahrgangsstufen, die das Abitur im Jahr 2022 anstreben. 
  • Vom 6. bis 15. Mai 2020 folgen alle übrigen Jahrgangsstufen mit mindestens einem Präsenztag in der Schule zur Ermittlung des Lernstands. Dabei muss die Schule sicherstellen, dass neben den oben genannten Klassen lediglich eine weitere Jahrgangsstufe in der Schule anwesend ist.

Welche Regelungen gibt es für Berufsbildende Schulen?

Die Aufnahme des Schulbetriebs erfolgt hier ebenso schrittweise. Dabei soll die Beschulung für einzelne Schulformen und Bildungsgänge im Wechsel von Präsenz- und Fernunterricht erfolgen.

Die Schulen sollen zunächst die Jahrgänge berücksichtigen, die im kommenden Schuljahr ihren Abschluss erwerben und jene Jahrgänge, die sich im ersten Ausbildungsjahr befinden und hier insbesondere Schüler*innen, die durchgängig in der Praxis gearbeitet haben.

Im Rahmen der dualen Ausbildung erfolgt zunächst vorrangig die Aufnahme von Auszubildenden im Blockunterricht. Die Schule muss die Ausbildungsbetriebe rechtzeitig über den Unterrichtsbeginn informieren.

Die Organisation des Schulbetriebs übernehmen die Schulen selbst. Für weitere Informationen wenden Sie sich an die jeweilige Berufsschule.

Gibt es Ausnahmen von der Schulpflicht, zum Beispiel für Kinder mit Vorerkrankungen?

Ja. Schüler*innen, die eine Vorerkrankung haben, die das Risiko eines schweren Covid-19-Krankheitsverlaufs erhöht, können vom Präsenzunterricht befreit werden – und zwar durch ein ärztliches Attest

Betroffene Schüler*innen sollen dennoch mit Unterrichtsmaterialen versorgt werden und in die pädagogischen Angebote und gegebenenfalls auch in die Abschlussprüfungen eingebunden werden.

Wie erfolgt die Organisation des Unterrichts nach den Pfingstferien?

Ab dem 2. Juni 2020 soll der Unterricht in einem Wechsel von Präsenz- und Fernunterricht erfolgen. Unter Berücksichtigung der personellen und räumlichen Bedingungen legt jede Schule ein für sich zuverlässig praktikables und nachvollziehbares System fest. Der Wechsel kann tage- oder wochenweise erfolgen. Die gewählte Aufteilung muss den Eltern und Schüler*innen sowie den Ausbildungsbetrieben und Schulträgern rechtzeitig durch die Schule mitgeteilt werden. Ziel ist es, so schnell wie möglich einen Stundenplan zu strukturieren, der sich an den wesentlichen Inhalten der Stundentafel orientiert.

Ein Modell des Wechsels zwischen Präsenz- und Fernunterricht kann zum Beispiel wie folgt aussehen:Model Wechsel Präsenz- und Fernunterricht

Müssen Schüler*innen trotz der Schulschließungen an Prüfungen teilnehmen?

Ja. Es gelten die normalen Bestimmungen zur Teilnahme an den Abschlussprüfungen. 

Das Bildungsministerium und die Schulen müssen darauf achten, dass alle Schüler*innen der allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen faire Bedingungen erhalten und eine Benachteiligung von Einzelnen durch die jetzige Situation vermieden wird.

Die schriftlichen Prüfungen für das Abitur beginnen am 4.Mai 2020 und die Prüfungen für den Realschulabschluss beginnen am 11. Mai 2020.

Die genauen Prüfungstermine finden Sie auf den Seiten des Landes Sachsen-Anhalt.

Muss während des Unterrichts Mund-Nasen-Schutz getragen werden?

Nein. Eine gesetzliche Pflicht dazu besteht nicht. Allerdings dürfen Schüler*innen und Lehrkräfte – sofern sie dies möchten – natürlich eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Im Rahmen von Prüfungen bemüht sich das Land ferner, den Schüler*innen auf persönlichen Wunsch hin das Tragen von Mund-Nasen-Schutz zu ermöglichen. 

Muss auf dem Schulweg in Schulbussen und Straßenbahnen Mund-Nasen-Schutz getragen werden?  

Ja. Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist bei der Nutzung von Schulbussen Pflicht. Dies gilt ebenso bei der Nutzung der Busse und Straßenbahnen des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV).

Schüler*innen wird empfohlen, den Schulweg möglichst zu Fuß oder per Fahrrad zurückzulegen. 

Sie und das Lehrpersonal werden gebeten, die Hinweise zum Umgang mit Mund-Nasen-Schutz-Masken zu beachten.

Was wird zum Schutz von Schüler*innen & Lehrenden getan?

Die wichtigste Schutzmaßnahme ist die Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern. Um dies zu gewähren, findet der Unterricht im Wechsel von Präsenzunterricht (in der Schule) und Fernunterricht (zu Hause) in kleinen Gruppen statt. 

Das Land und der jeweilige Schulträger stellen ausreichend Seife und Papierhandtücher zur Verfügung, sodass sich alle in der Schule Anwesenden regelmäßig die Hände waschen können. Warmes Wasser und Desinfektionsmittel sind nicht notwendig. Zudem sollen in den Schulen Aushänge auf die richtige Handhygiene sowie Nies- und Hustenetikette hinweisen.

Des weiteren sollen die Fenster der benutzen Räume in den Pausen weit geöffnet werden, damit eine ausreichende Belüftung gewährleistet ist.

Wie sollen Lerndefizite aufgeholt werden?

Die Schulen sind dazu angehalten, in den Pfingstferien freiwillige Angebote zu schaffen, die es den Schüler*innen ermöglichen, Lerndefizite abzubauen. Jede Schule entscheidet darüber eigenständig unter Beachtung ihrer personellen Möglichkeiten.

Klassen oder auch einzelne Schüler*innen, bei denen ein sehr hohes Lerndefizit erkennbar ist, sollen nachdrücklich aufgefordert werden, ein solches Angebot in den Pfingstferien anzunehmen.

Müssen Schüler*innen ein Lernangebot während der Pfingstferien verpflichtend annehmen?

Nein. Gesetzlich verpflichtend ist es für Schüler*innen nicht, an Unterrichtseinheiten teilzunehmen, die während der Pfingstferien angeboten werden.

Sollten die Schulen ein solches Angebot einführen, um Lerndefizite auszugleichen, wird den Schüler*innen jedoch ausdrücklich empfohlen, dieses anzunehmen.

Haben Lehrende mit Kindern Anspruch auf Notbetreuung?

Ja. Lehrkräfte und pädagogische Mitarbeiter*innen mit eigenen betreuungspflichtigen Kindern sind nach § 14 Abs. 2 Nr. 4 der Vierten Eindämmungsverordnung sogenannte unentbehrliche Schlüsselpersonen und haben daher für ihre Kinder einen Anspruch auf Notbetreuung.

Darf mein Kind in den Hort?

Wenn Sie nach § 14 der 5. Eindämmungsverordnung des Landes Sachsen-Anhalt Anspruch auf Notbetreuung haben, dann kann Ihr Kind auch weiterhin in die Notbetreuung/ in den Hort gehen. Dies gilt sowohl für die Präsenztage in der Schule (Zeiten vor und nach dem Unterricht) als auch für die Tage im Fernunterricht (ganztags).

Die genauen Betreuungszeiten legen die jeweiligen Einrichtungen fest.

Wenn Sie keinen Anspruch auf Notbetreuung haben, kann Ihr Kind auch an den Präsenztagen in der Schule nicht in den Hort gehen, sondern muss direkt nach dem Unterricht wieder abgeholt werden bzw. die Schule mit Erlaubnis eigenständig verlassen.

Warum erfolgt eine schrittweise Öffnung der Schulen?  

Dies geschieht im Sinne der gesundheitlichen Sicherheit aller Schüler*innen und Lehrkräfte. Durch die schrittweise Öffnung soll der Mindestabstand von 1,5 Metern unter den in der Schule Anwesenden gewährleistet und der persönliche Kontakt zueinander und zu den Lehrkräften auf ein Minimum reduziert werden. 

Mit dem Präsenztag vor den Pfingstferien soll jedem/jeder Schüler*in ermöglicht werden, wenigstens an einem Tag die Schule zu besuchen und somit offene Fragen und Probleme mit den Lehrkräften zu diskutieren. Gleichzeitig sollen organisatorische Fragen zur Beschulung nach den Pfingstferien geklärt werden.

Für die Abschlussklassen ist insbesondere die Prüfungsvorbereitung von besonderer Bedeutung. Daher werden diese Klassen verstärkt im Präsenzunterricht beschult. 

Wann öffnen die Förderschulen wieder für den normalen Unterricht?

Auch für die Förderschulen des Landes Sachsen-Anhalt gelten die Bestimmungen der 5. Verordnung, einschließlich der daraus resultierenden Verordnungen und Erlasse des Ministeriums für Bildung.

Diese beinhalten ganz allgemein einen Präsenztag in den Schulen bis zu den Pfingstferien und nach den Pfingstferien einen Wechsel zwischen Unterricht in den Schulen und Fernunterricht zu Hause.Aufgrund der besonderen Situationen an den verschiedenen Förderschulen, gibt es hier individuelle Lösungen an den einzelnen Standorten. Diese werden den Sorgeberechtigten mitgeteilt.

Neben der Teilbeschulung läuft weiterhin die Notbetreuung entsprechend der dafür geltenden Voraussetzungen.