Regelungen für den Schulbetrieb
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Sonderregelungen für den Lockdown 

Im Zuge des bundesweiten Lockdowns vom 16.12.2020 – 31.01.2021 hebt Sachsen-Anhalt die Präsenzpflicht für die Schuljahrgänge 1 bis 6 aller Schulformen und darüber hinaus für den 7. Schuljahrgang an Förderschulen auf. Es wird empfohlen, wo immer möglich, die Kinder zu Hause zu betreuen. Wenn die Eltern in einem systemrelevanten Bereich beschäftigt sind, kann eine Notbetreuung in Anspruch genommen werden. Eine Arbeitgeber-Bescheinigung ist dafür notwendig.

Für Kinder bis zum 12. Lebensjahr und alle Schüler*innen mit speziellen sonderpädagogischen Förderbedarf, die gemäß der geltenden 9. SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung einen Anspruch auf Notbetreuung haben, wird diese während der planmäßigen Unterrichts- oder Öffnungszeit der Schule in der Schule gewährleistet. Im Rahmen der Notbetreuung sollen die jeweiligen Distanzunterrichtsangebote verfolgt und bearbeitet werden. Die Notbetreuung selbst stellt keinen Distanzunterricht dar, sondern bietet dafür lediglich einen Betreuungsrahmen.

Die Jahrgangsstufen 7 bis 13 der allgemeinbildenden Schulen sowie die Berufsschulen wechseln für die Zeit in den Distanzunterricht. Ausgenommen davon sind für den Schulabschluss unaufschiebbare Klausuren und Klassenarbeiten, die unter Einhaltung der Hygienebestimmungen stattfinden dürfen.

Das Kinderkrankengeld wird im Jahr 2021 für 10 zusätzliche Tage pro Elternteil (20 zusätzliche Tage für Alleinerziehende) gewährt. Der Anspruch soll auch für die Fälle gelten, in denen eine Betreuung des Kindes zu Hause erforderlich wird, weil die Schule pandemiebedingt geschlossen ist.

Corona: Schule © peterschreiber.media - stock.adobe.com
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Formen des Schulbetriebs im Schuljahr 2020/2021 (Stufenplan)

  • Der Schulbetrieb ist abhängig vom regionalen Infektionsgeschehen.
  • Jeweilige Maßnahmen sind am lokalen bzw. regionalen Infektionsgeschehen auszurichten.
  • Damit kann lokal gezielt reagiert werden, ohne nichtbetroffene Regionen zu beeinträchtigen.
  • Entscheidung trifft das zuständige Gesundheitsamt in Abstimmung mit dem Landesschulamt.

Rahmenplan für die Hygienemaßnahmen, den Infektions- und Arbeitsschutz an Schulen im Land Sachsen-Anhalt während der Corona-Pandemie


Regelbetrieb (Stufe 1)

An Schulen gibt es keine Beteiligten, die positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestet wurden. Infektionsrisiko in der Region ist niedrig:

  • Unterricht mit allen Beteiligten ohne Einschränkungen
  • Verzicht auf Mindestabstand von 1,5 m während des Unterrichts
  • Präventive Infektionsschutz- und Hygienemaßnahmen sind strikt einzuhalten (Maßnahmen zur Raumhygiene, Lüften, Abständen, Unterrichtsorganisation)
  • Eingeteilte Kohorten sind einzuhalten, Durchmischung dieser ist zu vermeiden
  • Gebildete Kohorten sind zu dokumentieren, Dokumentation ist auf Verlangen dem zuständigen Gesundheitsamt bekanntzugeben

Eingeschränkter Regelbetrieb (Stufe 2)

Die Stufe 2 umfasst drei Fallkonstellationen:

(1) Ein Schüler oder eine an der Schule beschäftigte Person ist mit SARS-CoV2-Virus infiziert.

  • Diese Person und ermittelte Kontaktpersonen bzw. die Kohorte dürfen die Schule befristet nicht betreten.
  • Für Personen, die nicht als Kontaktpersonen identifiziert wurden, läuft der Schulbetrieb, sofern die Schule nicht befristet geschlossen wird, im Rahmen des Regelbetriebs (Stufe 1) oder im eingeschränkten Regelbetrieb (Stufe 2) weiter.

(2) In einer bestimmten Region (z.B. in einer Einheitsgemeinde, Verbandsgemeinde oder einem Stadtteil) steigt das Infektionsrisiko an und ein Übergreifen auf Schulen droht. Dann werden präventive Schritte an allen Schulen dieser Region ergriffen.

  • Bildung von festen Lerngruppen mit fest zugeordnetem Personal
  • Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 m
  • Befreiung von Risikogruppen vom Präsenzunterricht nach Vorlage eines Attests
  • Verschärfung der Hygienemaßnahmen
  • Wechsel von Präsenzphasen in der Schule und Distanzunterricht zu Hause mit erhöhten Infektionsschutzmaßnahmen in der Schule
  • Die Schule wählt ein praktikables System, um Klassen zu teilen und Wechsel von Anwesenheit und Abwesenheit zu organisieren. Der Wechsel zwischen Präsenz- und Distanzunterricht kann tage- oder wochenweise nach verschiedenen Modellen erfolgen.

(3) Eine Schule wechselt in den eingeschränkten Regelbetrieb, wenn 1/4 der Schülerinnen und Schüler oder der Lehrkräfte und pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einer von den zuständigen Gesundheitsämtern ausgesprochenen Quarantäneanordnung unterliegen. Der eingeschränkte Regelbetrieb erfolgt für zehn Schultage.
Es gelten hierfür dieselben Regeln wie im Fall 2 beschrieben.

Schulschließung - Distanzunterricht und Notbetreuung (Stufe 3)

  • Im Falle einer vom zuständigen Gesundheitsamt angeordneten befristeten vollständigen Schulschließung besteht für Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr, sofern sie keiner Quarantäneanordnung unterliegen, ein Anspruch auf Notbetreuung.
  • Unterricht findet ausschließlich als Distanzunterricht statt. Im Rahmen der Notbetreuung werden feste Gruppen gebildet. Die Gruppenbildung ist zu dokumentieren.

Einhaltung der AHA + C + L – Regeln:

  • Abstand:
    Im Regelbetrieb kann während des Unterrichts im regulären Klassen- und Kursverband sowie im Ganztag auf die Einhaltung des Mindestabstands zwischen Schülerinnen und Schülern, den unterrichtenden Lehrkräften, dem zugeordneten Betreuungspersonal sowie dem weiteren Schulpersonal und Schulsozialarbeiterinnen und -arbeitern in allen Schulformen und Schuljahrgängen verzichtet werden. Voraussetzung ist jedoch die strikte Einhaltung der gebildeten Kohorten.

    Im eingeschränkten Regelbetrieb und bei der Notbetreuung im Fall von Schulschließungen ist zwingend auf die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern zwischen allen Personen zu achten.

  • Hygiene:
    Regelmäßiges Händewachen mit Seife für mindestens 30 Sekunden. Gegenstände wie z. B. Trinkbecher, persönliche Arbeitsmaterialien, Stifte sollen nicht mit anderen Personen geteilt werden.

  • Alltagsmasken:
    Ab Jahrgangsstufe 7 sind alle Schüler*innen zum Tragen einer Maske während des Unterrichts verpflichtet. Die Pflicht zum Tragen einer Masken gilt nicht für Schüler*innen bis einschließlich Jahrgangsstufe 6. Im Schulsport besteht keine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Außer während des Unterrichts, in Bereichen die ausschließlich den Mitarbeitenden der Schule vorbehalten sind und in Büros zur Einzelnutzung ist innerhalb des Schulgebäudes grundsätzlich und auf dem Schulgelände immer dort, wo der Abstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann, von allen Personen, die sich dort aufhalten eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

  • Corona-Warn-App:
    Die App kann einen wichtigen Beitrag zur Unterbrechung der Infektionsketten leisten und die zentrale Arbeit der Gesundheitsämter beim Nachverfolgen der Kontakte unterstützen. Sie wird daher allen am Schulleben Beteiligten empfohlen, insbesondere auch mit dem Ziel, infektionsrelevante Expositionen außerhalb der Schule zu berücksichtigen.

  • Lüften:
    Es ist auf eine intensive Lüftung aller genutzten Räume zu achten. Zu Beginn und nach Ende des Schultags sowie in allen Pausen sind alle genutzten Unterrichtsräume soweit möglich quer zu lüften. Unter Querlüftung wird ein kurzzeitiger (ca. 5 bis 10 Minuten), intensiver Luftaustausch über möglichst weit geöffnete Fenster und Türen verstanden. Während des Unterrichts ist mindestens alle 20 Minuten eine Stoßlüftung durch vollständig geöffnete Fenster über 5 Minuten vorzunehmen.

Umgang mit erkrankten und erkälteten Personen

  • Personen, die mit dem Corona-Virus infiziert sind oder entsprechende Symptome (Husten, Fieber, Schnupfen, Störung des Geruchs- und/oder Geschmackssinns) zeigen, dürfen die Einrichtung nicht betreten. Bei Auftreten entsprechender Symptome während der Unterrichtszeit sind die betreffenden Schülerinnen und Schüler zu isolieren. Die Eltern bzw. Sorgeberechtigten werden informiert und es wird ihnen empfohlen, mit dem behandelnden Kinderarzt oder Hausarzt oder dem kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 Kontakt aufzunehmen.
  • SARS-CoV-2-infizierte Personen dürfen die Schule erst mit Zustimmung des Gesundheitsamts wieder betreten und unterliegen in der Regel so lange einer häuslichen oder stationären Isolierung.
  • Personen mit leichten Erkältungssymptomen (wässriger Schnupfen, gelegentliches Niesen, kein Fieber) können das Schulgelände und das Schulgebäude betreten. Diese Personen müssen außerhalb des Unterrichts auf dem Schulgelände und im Schulgebäude durchgängig eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.
  • Personen mit akuten stärkeren Erkältungssymptomen sollen das Schulgebäude nicht betreten. Auf die allgemeinen Regelungen für eine Befreiung von der Teilnahme am Unterricht und die Möglichkeit der fernmündlichen Attestierung einer Erkrankung durch die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte wird hingewiesen. Das Betreten der Schule ist wieder möglich, sobald die Erkältungssymptome seit 48 Stunden abgeklungen sind oder wenn COVID-19 als Ursache der akuten Erkrankung durch einen Arzt ausgeschlossen wurde und keine andere Erkrankung (siehe § 34 IfSG) vorliegt.
  • Für Schülerinnen und Schüler bis zum 4. Schuljahrgang ist entsprechend des Schnupfenpapiers zu verfahren.
  • Sind Personen im Hauslat des Kindes positiv auf das Coronavirus getestet worde, gelten die Kinder als Kontaktperson und sind ebenfalls für 14 Tage in Quarantäne.
  • Ist eine Kontaktperson im Haushalt des Kindes in Quarantäne, jedoch negativ auf das Coronavirus getestet, darf das Kind zur Schule bzw. in die Betreuungseinrichtung.

Einschränkung für einzelne Unterrichtsfächer:

Für einzelne Fächer der Stundentafel gelten aus Gründen des Infektionsschutzes auch im Regelbetrieb Einschränkungen.

  • Schulsport und Schwimmunterricht sind möglich. Der Sportunterricht sollte nach Möglichkeit jedoch im Freien durchgeführt werden. Mannschaftssport ist, soweit dies möglich ist, zu vermeiden.
  • Musikunterricht findet regulär statt. In geschlossenen Räumen darf jedoch nicht gesungen werden. Die Nutzung von Instrumenten ist, mit Ausnahme von Blasinstrumenten, in geschlossenen Räumen möglich. Instrumente, die von mehreren Personen genutzt werden, sind vor jeder Weitergabe zu reinigen. Gesang und das Spielen von Blasinstrumenten im Freien sind möglich, dabei ist zwischen allen Personen ein Mindestabstand von 3 Metern einzuhalten

Außerschulischer Unterricht, außerunterrichtliche Schulveranstaltungen:

  • Im Regelbetrieb ist außerschulischer Unterricht, auch im Rahmen ganztägiger Angebote, bei strenger Einhaltung der Kohorte an Orten möglich, die über ein Hygienekonzept verfügen (z. B. Gedenkstättenbesichtigung, Museumsbesuche).
    Im eingeschränkten Regelbetrieb und bei Schulschließung findet außerschulischer Unterricht nur als Distanzangebot z. B. in digitaler Form statt.
  • Außerunterrichtliche Schulveranstaltungen wie z. B. Klassen- und Schulfeste, Brauchtumsveranstaltungen, Theater- oder Tanzaufführungen, Konzerte, Wandertage, Ausflüge, Klassenfahrten, Messen und Ausstellungen, Veranstaltungen zur Berufsorientierung, Sportwettkämpfe oder musisch-künstlerische und fachbezogene Wettbewerbe sowie Tage der Offenen Tür finden ab sofort und bis auf weiteres nicht mehr als Präsenzveranstaltung statt.

Handlungsleitfaden Magdeburg: Corona in Kitas und Schulen

Handlungsleitfaden Magdeburg: Corona in Kitas und Schulen

Das Gesundheitsamt Magdeburg ist bemüht, grundsätzlich die Kindertageseinrichtungen und Schulen nicht zu schließen, sondern differenziert vorzugehen. Es gilt, dass positiv auf das Coronavirus getestete Personen nicht in der Einrichtung sein dürfen. Diese Personen haben immer eine Quarantänezeit von 14 Tagen. Mögliche negative Tests geben zwar einen Überblick über die persönliche Situation und die Lage in der Einrichtung, entbinden aber nicht von der Gesamtzeit der Quarantäne.

Was ist zu tun, wenn Kinder oder Jugendliche positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurden?

Die Betroffenen gehen unverzüglich in Quarantäne. Die Einrichtung übermittelt dem Gesundheitsamt enge Kontaktpersonen. Das Gesundheitsamt benötigt:

  • Name, Vorname
  • Geburtsdatum
  • Wohnanschrift
  • Telefonnummer (bitte in einer Excel-Tabelle)

Das ist beispielsweise eine Gruppe der Kindestageseinrichtung oder eine Klasse. Hier ist auch eine Klassenstufe möglich, wenn eine Beschulung im Kurssystem erfolgt. Wichtig ist hier, dass es auch enge Kontaktpersonen des positiv Getesteten in anderen Klassen geben kann.

Die Kontaktpersonen werden vom Gesundheitsamt informiert und mit ihnen mögliche Tests besprochen. Oftmals ist es einfacher, wenn das Gesundheitsamt den Ablauf mit der Einrichtung bespricht und die Einrichtung über die gängige Vernetzung ihre Kinder und Schüler*innen informiert. Auch die Kontaktpersonen erhalten eine 14 Tage gültige Quarantäneanordnung.

Was ist zu tun, wenn pädagogisches oder Betreuungspersonal positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurden?

Die betroffene Person übermittelt dem Gesundheitsamt ihre privaten Kontaktpersonen. Positiv getestete Personen müssen in Quarantäne. Das Gesundheitsamt informiert die Kontaktpersonen und verhängt eine 14-tägige Quarantäne. Es hängt von der Form der Betreuung oder des Unterrichts ab, inwieweit Kinder oder Schüler*innen als Kontaktpersonen eingestuft werden müssen. Dies erfordert eine gesonderte Absprache.

Auch die dienstlichen Kontakte in der Kindertageseinrichtung oder Schule müssen besprochen werden. Grundsätzlich sind alle Menschen Kontaktperson, wenn sie einen mehrminütigen Gesprächskontakt ohne Abstand von 1,50 Metern und ohne das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes hatten.

Was ist zu tun, wenn Eltern oder Geschwister positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurden?

Bei positiv getesteten Eltern gehen grundsätzlich die Familienmitglieder in Quarantäne. Die Eltern werden vom Gesundheitsamt gebeten, Kontaktpersonen, die in der Einrichtung (Kita oder Schule) entstanden sind, zu benennen. Erst wenn Kinder aus der Familie positiv getestet werden, ermittelt das Gesundheitsamt weiter mit der Einrichtung.

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